Typografische Sünden im Webdesign

07.11.2013 09:00:00
Im Web kann man hinsichtlich Typografie Vieles falsch machen. Wir nennen die zehn größten „Dont‘s“.

Manche Webseiten sind eine Zumutung für das Auge und das liegt nicht unbedingt immer nur an orthografischen Fehlern. Aber auch bei scheinbar gut gemachten Seiten liegt die Tücke oft im Detail. Gerade hinsichtlich der Typografie kann man viele Fehler von vorne herein vermeiden, wenn man sich ein paar Grundsätze zu Herzen nimmt. Was man vermeiden sollte:

1. Typografisches Fachwissen ignorieren

Typografische Grundregeln aus dem Printbereich sind nicht automatisch ungültig, weil man Texte für das Web gestaltet. Für Zeilenlänge, Zeilenabstand, Wortabstand gilt zum Beispiel auch im Internet: Zu viel Freiraum lässt Texte auseinander fallen, zu wenig die Buchstaben ineinander verschwimmen.

2. Selbstgemachte Zeichen verwenden

Gestalter im Printbereich wissen: Nur echte Kursive haben etwas in einem guten Layout zu suchen. Auch dann, wenn man Texte für eine Webseite setzt und Schriftschnitte vermeintlich schnell selbst machen kann, sollte man von diesem Grundsatz nicht abweichen.

3. Sonderzeichen ignorieren

Umlaute im Deutschen, aber auch andere Buchstaben, die nur in anderen Sprachen vorkommen, sollte man genau so verwenden, wie sie in der Ausgangssprache genutzt werden. Selbst wenn die Buchstaben in der eigenen Sprache nicht vorkommen, sollte man sich so viel Zeit nehmen, sie dennoch richtig zu setzen.

4. Zu viel Farbe

Im Gegensatz zu Drucksachen fällt es im Web noch leichter, Text farbig hervorzuheben. Schnell wird daraus ein kunterbuntes Durcheinander. Deshalb gilt: Höchstens eine Farbe zum Hervorheben von Textteilen verwenden, und selbst das nur sparsam.

5. Zu viel Auszeichnung

Fett, unterstrichen, kursiv, gesperrt und am besten noch mehreres zusammen: Was bei Farben wichtig ist, ist bei Auszeichnungsformen ebenfalls entscheidend. Zu viele verschiedene Formen schaffen Unruhe im Text.

6. Unachtsamkeit

Hier ein Leerzeichen zu viel, dort ein Anführungszeichen zu wenig: Das schnelllebige Internet verführt dazu, es mit der Typografie nicht ganz so genau zu nehmen. Dennoch sollten auch Webseiten mit der gleichen Sorgfalt Korrektur gelesen werden wie Drucksachen.

7. Die Navigation vergessen

Auch das Menü und die Seitennavigation werden mit Text gefüllt und bezeichnet. Selbst wenn es hier nicht um Inhalte geht: Jedes Wort, und sei es noch so klein, sollte mit Achtsamkeit gestaltet und quergelesen werden. Beispielsweise auch bei Formularen.

8. Keine Struktur

Je länger Texte im Internet sind, desto strukturierter müssen sie aufbereitet werden. Lange Bleiwüsten will niemand im Netz sehen. Es liegt am Gestalter, sie aufzubrechen und in sinnvolle Blöcke zu gliedern.

9. Falsche Größe

Schriften im Internet dürfen weder zu klein, noch zu groß sein. Sie sollten gut lesbar, aber nicht zu dominant wirken. Dieser Entwicklung trägt das Responsive Webdesign Rechnung: Hier passen sich die Elemente der Internetseite an das Endgerät an, mit dem der Nutzer online geht.

10. Rechtschreibung missachten

So liberal das Netz sein kann: An die Regeln der Rechtschreibung sollte man sich dennoch halten. Alles klein zu schreiben, mag cool wirken und im privaten Chat mit Freunden angemessen sein. Auf Webseiten hat diese Lässigkeit aber nichts verloren. Wer auf die richtige Orthografie achtet, ist kein Spießer, sondern zeigt Respekt vor der Sprache.

Übersicht Druckprodukte
  • zahlreiche Produkte im Digital- und Offsetdruck

  • umfangreiches Sortiment in der Werbetechnik

  • Rollenoffset Produkte für große Auflagen
  • 100% klimaneutral
Produkte finden
Wir helfen Ihnen weiter!
SIE BENÖTIGEN HILFE BEI DER DRUCKDATENERSTELLUNG?
Wir helfen Ihnen gerne bei der Erstellung Ihrer Druckvorlagen.
Auf unserer Serviceseite haben wir viele nützliche Hinweise dazu zusammengefasst.
SIE HABEN IHR WUNSCHPRODUKT NICHT GEFUNDEN?
Sollten Sie spezielle Anforderungen an ein Produkt haben, richten Sie bitte eine Anfrage an unser Service-Team. Gemeinsam finden wir die richtige Lösung für Sie!