Typografie in 3D

25.03.2010 09:00:00
Ein Jahrzehnt brachte der Typografie die 3D-Schriften: Ein Blick auf den Trend der 80er.

Die 80er Jahre sind wieder im Trend: Das Jahrzehnt, geprägt von Punkern und Poppern, Neonfarben und Föhnfrisur, BMX-Fahrrädern und Zauberwürfeln, hat seine Spuren auch in der Typografie hinterlassen. Mit der Verbreitung der Graffitis in Europa rückten dreidimensionale, plakative Schriften in den Mittelpunkt. Im Zuge des Revivals der populären Achtziger treten auch diese Fonts wieder auf den Plan.


Quelle: Theballbank.com
(Pixelio)

Ausflug in die dritte Dimension

3D-Fonts fügen zu den zwei Dimensionen Breite und Höhe eine weitere hinzu: Sie gehen in die Tiefe. Auf „zweidimensionalem“ Papier ist das real zwar nicht möglich, doch durch perspektivische Elemente entsteht dennoch ein Tiefeneindruck und die Schriften wirken räumlich. Diese Räumlichkeit lässt sich auf drei Arten erzeugen: Entweder, man nutzt „fertige“ 3D-Fonts, wie sie viele Hersteller anbieten, man verwendet ein kleines Tool, das Schriften zum Weg in die Tiefe verhilft oder man setzt Schlagschatten und andere Hilfsmittel ein.

Populäre 3D-Schriften


Quelle: Linotype Jede Schrift setzt den dreidimensionalen Effekt anders um: mal stärker, mal dezenter. Schräggestellte Buchstaben, die beinahe den Eindruck erwecken, hintereinander zu stehen, liefert die Fontfamilie Isometric. Wer es schlichter mag, kann auf Schriften wie die Woodcutter zurückgreifen, beide von

Linotype. Viele der dreidimensionalen „Fertig“-Schriften weisen einen handgezeichneten Charakter auf – eine Reminiszenz an das Graffiti. Schriften wie die Leshy oder die Sluggo nehmen dieses Merkmal besonders deutlich auf.

Mit Werkzeugen arbeiten

Quelle: Insofta.de

Quelle: Insofta.de Wer auf keine Schrift zurückgreifen will, die die Tiefenwirkung von Haus aus mitbringt, kann auch kleine Programme nutzen, die dreidimensionalen Text erzeugen. Eines davon ist 3D Text Commander von

Insofta. Es erstellt nicht nur Text, sondern auch Banner in der gewünschten Schriftart und Farbe. Als Bonbon kann das Programm die dreidimensionalen Texte auch animieren. Es bringt schließlich noch eine Texturbibliothek und vorgefertigte Effekte mit. In die gleiche Kategorie fällt auch das Programm Xara 3D. Beide Tools sind ab 29 US-Dollar erhältlich.

Quelle: Cooltext.com

Aus den Tiefen des WWW

Im Internet gibt es kostenlose Werkzeuge, mit denen man auf die Schnelle 3D-Elemente erstellen kann – zum Beispiel die Anwendung Cool Text. Dies ist jedoch höchstens für Webanwendungen sinnvoll, für die ein Button oder ähnliches erzeugt werden muss. Die so erstellten Objekte werden meist als HTML-Code ausgegeben und können in die Webseiten eingebunden werden.

3D selbst gemacht

Quelle: Sandra Küchler

Auch Effekte, angewandt in Bildbearbeitungs- oder Layoutprogrammen, können Schriften Tiefe geben. Hier lässt es sich trefflich mit Bewegungsunschärfe, Lichtschein, abgeflachten Kanten, Reliefs oder Schlagschatten experimentieren. Doch Vorsicht: Schnell wirkt eine derart produzierte Dreidimensionalität hausgemacht. Effekte sollten daher sparsam eingesetzt und sorgfältig ausgearbeitet werden. Das gilt für 3D allgemein: Der Ausflug in die Tiefe sollte nicht für Fließtexte, sondern nur als Blickfang verwendet werden.

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