Typografie im World Wide Web

18.11.2010 09:00:00
Nicht jede Schrift, die gedruckt gut aussieht, macht auch auf dem Bildschirm eine gute Figur. So geben Fonts auch im Internet ein ordentliches Bild ab.

Print und Online sind zwei Medien, die vieles gemeinsam haben, die sich jedoch auch in manchem unterscheiden – zum Beispiel hinsichtlich der Lesbarkeit. Schriftarten, die sich gedruckt leicht entziffern lassen, können am Monitor Kopfzerbrechen bereiten. Beachtet man einige Tipps, werden jedoch auch Webauftritte typografisch zu einem Vergnügen.

Do’s…

Klar, einfach, leicht zu entziffern: So lautet die erste Prämisse für Schriften im Web. Deshalb sollte man zunächst das Anti-Aliasing zulassen. Es wird besonders bei Buchstaben mit Bögen sichtbar: Hier wird durch Anti-Aliasing der Pixel-Treppeneffekt gemildert, die Zeichen erscheinen weicher und sind somit besser zu lesen. Es empfiehlt sich auch, die Schriftarten so wenig wie möglich zu mischen und bei Kombinationen innerhalb eines Zweigs zu bleiben – also beispielsweise serifenlose Fonts nur mit ihresgleichen zusammen zu bringen.

…und dont’s

Quelle: Peter Kirchhoff Pixelio

Quelle: Peter Kirchhoff
(Pixelio) Blocksatz im Web ist tödlich, denndurch die fehlende Silbentrennung fallen die Texte schlimmstenfalls auseinander. Auch das Hoch- und Tiefstellen von Zeichen kann unerwünschte Auswirkungen haben: Hier wird der Zeilenabstand verändert, was sehr unschön aussieht. Ein Auge sollte man auch auf die Laufweite der Schrift haben: Ist sie zu gering, fließen die Buchstaben ineinander, ist sie zu weit, verlieren sie ihren Zusammenhang. Der Zeilenabstand kann dagegen etwas größer sein als bei Drucksachen, dafür sind die Zeilen nicht so lang. Ebenfalls schlecht für die Lesbarkeit sind unruhige Hintergründe, zu helle Farben bei den Schriften sowie zu viele Auszeichnungen, wie zum Beispiel kursive oder fett gesetzte Passagen.

Die Rolle von CSS

Quelle: Rainer Sturm Pixelio

Quelle: Rainer Sturm
(Pixelio) Im Gegensatz zu Printprodukten kann man im Web nur eine begrenzte Anzahl von Schriften verwenden. Das liegt daran, dass die Fonts aus einem kleinen gemeinsamen Nenner der Betriebssysteme stammen sollten. Ansonsten greifen die Rechner auf ähnliche Ersatzschriften zurück – mit meist zweifelhaftem Ergebnis. Fonts wie die Arial, die Times News Roman oder die Verdana sind meist auf allen Geräten installiert. Ebenfalls im Auge behalten sollte man die maximal mögliche Auflösung am Bildschirm, die deutlich unter derjenigen im Druck liegt. Über CSS kann man dann Schriftart, Schriftgrößen und die Ausrichtung des Textes festlegen.

An mobile Geräte denken!

Heute nutzen die User das World Wide Web nicht mehr nur am Computer oder Laptop mit verhältnismäßig großen Bildschirmen. Über Smartphones und Tablet-Rechner wie iPhone oder iPad kann man auch unterwegs ins Netz hüpfen – und immer mehr Menschen machen davon Gebrauch. Das Problem: Die Geräte verfügen nur über relativ kleine Displays. Und auch auf ihnen sollten alle Texte einer Webseite lesbar bleiben. Hinzu kommt, dass die Augen umso schneller ermüden, je anstrengender das Lesen ist. Daher sollte man die Schrift nicht als Gestaltungsmittel sehen, sondern in erster Linie als Informationsträger. Weniger ist wieder einmal mehr!

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