Tonwerte: Wie hell ist hell?

09.09.2010 09:00:00
Das menschliche Auge ist in seiner Farbwahrnehmung subjektiv – Messwerte für den Tonwert sind dagegen unbestechlich.

Jedes Printprodukt wird mit den Augen wahrgenommen. Die Helligkeit der Farben wird subjektiv aufgenommen – deshalb orientieren sich auch die Messwerte am menschlichen Sehen. Um Geräte wie Scanner entsprechend zu kalibrieren, verwendet man Graustufenkeile, für die Messung von Tonwerten wird die optische Dichte herangezogen.

Was sind Tonwerte?

Quelle: Ina Mitschke Pixelio

Als Tonwerte bezeichnet man die Stufen zwischen absoluter Helligkeit und absoluter Dunkelheit in einem Bild. Ein Tonwert bestimmt also einen Farb- oder Grauwert. Der Tonwertbereich wird durch die Bittiefe vorgegeben. Ein Beispiel: Bei einem RGB-Bild mit acht Bit Farbtiefe kann jeder Farbwert eine von 256 Stufen annehmen. Der Wert „0“ steht für Schwarz, „255“ dementsprechend für Weiß. Bei der Tonwertübertragung, beispielsweise von der eingescannten Vorlage zu den digitalen Daten, erfolgt eine Tonwertkorrektur. Dabei wird ein Logarithmus verwendet. Der Grund: Das menschliche Auge nimmt steigende Helligkeiten nicht linear wahr. Diese Wahrnehmung wird durch den Logarithmus simuliert.

Optische Dichte

Will man Tonwerte messen, zieht man die optische Dichte heran. Die Opazität stellt das Verhältnis der auftreffenden zur re- oder transmittierenden Lichtmenge dar. Im Messvorgang mit einem Densitometer strahlt man Licht in einem Winkel von 45 Grad auf die Vorlage. Der Sensor wandelt die Lichtenergie in elektrische Energie um, aus der die optische Dichte errechnet werden kann. Ein weiteres Hilfsmittel bei der Tonwertumwandlung und -korrektur ist der Graustufenkeil. Er liefert Soll-Werte, die mit dem Densitometer auf die tatsächlichen Ist-Werte kontrolliert werden. Anhand dieser Ergebnisse kann man die Tonwerte dann per Software korrigieren.

Kontrolle per Histogramm

Die Tonwertverteilung eines Bildes wird elektronisch durch ein Histogramm dargestellt – beispielsweise in Adobe Photoshop, aber auch schon bei der Aufnahme mit vielen Digitalkameras. Ein Histogramm zeigt die Häufigkeitsverteilung der einzelnen Werte. In der Regel werden ganz links die dunklen Töne, also die Schatten, angezeigt, während sich rechts die hellen Töne, beziehungsweise die Lichter, finden. Der Balken über dem Wert ist umso höher, je mehr sich Pixel der entsprechenden Helligkeitsstufe im Bild befinden.

Wie korrigiert man Tonwerte?

Quelle: Sandra Küchler

Tonwerte kann man mit Adobe Photoshop anpassen. Eine Möglichkeit ist diese: Man geht auf „Bild“, „Korrekturen“ und „Tonwertkorrektur“. Ganz außen sieht man bei „Tonwertumfang“ unter den Werten zwei Dreiecke. Zieht man sie nach innen, legt man den Schwarz- und Weißwert fest. Pixel, die rechts oder links vom Dreieck liegen, werden weiß beziehungsweise schwarz. Die Helligkeit der Mitteltöne regelt man mit dem mittleren Schieber. Fährt man ihn nach rechts, werden sie dunkler, fährt man ihn nach links, werden sie heller. Ein zu dunkles Bild verbessert man beispielsweise, indem man den rechten Schieber in den hellsten Bereich des Bildes zieht. Der Schieber für die Mitteltöne wandert automatisch mit.

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