Tipps für den Lesefluss

14.07.2016 09:00:00
Fixationen beeinflussen das Lesen und sind wichtig für das flüssige Aufnehmen von Informationen. Wir erklären, was es damit auf sich hat.

Das Verarbeiten von Informationen durch das Lesen ist ein komplexer Prozess, der anstrengend für das Auge werden kann. Deshalb sollte man durch Typographie und Layout sicherstellen, dass Texte möglichst ermüdungsfrei und problemlos gelesen werden können. Eine wichtige Rolle spielen dabei die so genannten Fixationen. Um was handelt es sich dabei?

Was sind Fixationen?

Kinder sind noch langsamere Leser als geübte Erwachsene.
Quelle: Stephanie Hofschlaeger / Pixelio.de
Beim Lesen führen die Augen drei Bewegungsmuster aus: Regressionen, Sakkaden und Fixationen. Bei der Fixation ruht der Blick auf einem Punkt, er wird fixiert. Nur so können Informationen aufgenommen werden. Dabei macht sich der Mensch seine Erfahrung zunutze: Bekannte, leichte Wörter werden kürzer fixiert als längere, unbekannte oder solche mit einer schwierigen Schreibweise. Kinder, die das Lesen erst lernen, müssen die Buchstaben und Wörter länger fixieren als Erwachsene. Bei der Regression wandert der Blick kurz zurück, während bei der Sakkade ein Sprung nach vorne im Text erfolgt. Bei erfahrenen Lesern ist der Sprung etwa acht Buchstaben „weit“, dann wird wieder fixiert.

Warum sind Fixationsphasen so wichtig?

Eine Fixation dauert etwa 0,3 Sekunden, bevor der Blick mit einer Sakkade zum nächsten Fixationspunkt springt. Nur während der Fixationsphase verarbeitet das Auge, und hier genau die Sehgrube, Informationen. Während der Sakkade oder Regression ist das nicht möglich. Daraus ergibt sich auch: Je weniger Fixationen nötig sind, desto schneller kann ein Text erfasst werden. Ein Erwachsener schafft etwa drei bis vier Fixationen pro Sekunde, das heißt, er kann maximal 240 Wörter in der Minute verarbeiten. Beim Vorlesen sind es etwa 150 Wörter, Grundschulkinder erreichen etwa 100 Wörter.

Was leitet sich daraus für die Typografie ab?

Ein ungünstiges Layout strengt das Auge beim Lesen an.
Quelle: Andreas Sulz / Pixelio.de
Nicht jede Schrift lässt sich gleich gut lesen. Regressionen sollen nach Möglichkeit vermieden werden. Der Lesevorgang läuft umso schneller und ermüdungsfreier ab, je besser das Gehirn die Informationen während der Fixationen verarbeiten und Wörtern „zuordnen“ kann. Serifen können dazu beitragen, das Auge in der Bahn zu halten und ihm den Weg leichter zu machen, so dass rascher fixiert werden kann. Eine Schriftgröße zwischen 8 und 13 Punkt wirkt beim Fließtext angenehm. Weder fällt der Text auseinander, noch ist es schwierig, ihn zu entziffern.

Richtiges Layout

Nicht nur die Wahl der richtigen Schrift ist wichtig, auch das Layout trägt zur Lesbarkeit bei. Zu große Zeilenlängen machen es schwierig, den Anfang der nächsten Zeile zu finden. Zu kleine Spaltenbreiten machen jedoch viele Zeilensprünge nötig, die das Auge ermüden. Gleiches gilt für den Wortabstand. Ist er zu eng, verschwimmen die Wörter miteinander, ist er zu weit, geht der Zusammenhang verloren. Auch Buchstaben sollten nicht zu eng aufeinander stehen, sonst können beispielsweise „r“ und „n“ optisch zu einem „m“ verschwimmen.

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