Textstriche richtig verwenden

30.08.2007 09:00:00
Andere Länder, andere Sitten: Die Zeichen für An- und Abführung werden nicht in jeder Sprache gleich verwendet. Auch bei Apostrophen oder Auslassungen gilt es, Fehler zu vermeiden.

An- und Abführungszeichen, Apostrophe, Auslassungspunkte und Unterführungszeichen bieten einige Stolperfallen im Layout. An- und Abführungszeichen unterscheiden sich in vielen Sprachen. Außerdem werden für die Hervorhebung von Begriffen und für die wörtliche Rede verschiedene Zeichen eingesetzt. Zusätzlich muss darauf geachtet werden, ob die Textzeichen im Grundtext oder in Überschriften eingesetzt werden.

An- und Abführungszeichen im Deutschen

Kleine Zeichen haben meist eine große Wirkung, besonders wenn sie falsch oder nicht konsequent eingesetzt werden In Deutschland sind die einfachen beziehungsweise doppelten Zeichen „…”und ‚…’erlaubt. Alternativ können die französischen Zeichen «…» und ›…‹verwendet werden. Wichtig ist dabei, dass die Pfeilspitze nach deutscher Konvention hin zum Wort weist. Einfache An- und Abführungszeichen werden nur bei Begriffen im Grundtext eingesetzt. Bei Begriffen in der Überschrift sowie bei der wörtlichen Rede im Grundtext und in Überschriften werden die doppelten Zeichen verwendet. Es muss darauf geachtet werden, dass innerhalb eines Textes nicht zwischen der deutschen und der französischen Zeichensetzung gewechselt wird. Lediglich bei fremdsprachigen Passagen ist es erlaubt, die An- und Abführungszeichen der jeweiligen Sprache zu verwenden.

An- und Abführungszeichen im Französischen und Schweizerischen

Wie bereits erwähnt setzt das Französische und auch das Schweizerische Pfeile ein um Begriffe und die wörtliche Rede zu markieren. Begriffe werden in beiden Sprachen, sowohl im Grundtext als auch in der Überschrift, mit einfachen pfeilförmigen An- und Abführungszeichen markiert: ‹…›. Die wörtliche Rede wird im Grundtext in beiden Sprachen mit doppelten pfeilförmigen An- und Abführungszeichen ausgewiesen: «…». Eine Besonderheit ist die wörtliche Rede in Überschriften. Hier nutzen das Französische und das Schweizerische die Zeichen “…”. Aufpassen muss man zusätzlich im Französischen beim Zeichenabstand. Anders als in anderen Sprachen steht vor und nach dem Anführungszeichen sowie vor und nach dem Abführungszeichen ein vergrößerter Zeichenabstand.

An- und Abführungszeichen im Englischen

Einfacher als im Französischen und Schweizerischen ist die Regelung der An- und Abführungszeichen im Englischen. Lediglich bei Begriffen im Grundtext werden die einfachen Zeichen ‘…’verwendet. In allen anderen Fällen werden die doppelten Textstriche “…”eingesetzt.

An- und Abführungszeichen in nördlichen Sprachen

Niederländisch, Dänisch, Schwedisch und Norwegisch besitzen ebenfalls je eigene Regelungen bezüglich der An- und Abführungszeichen. Das Niederländische setzt in Grundtexten “…”ein, in Überschriften dagegen „…”. Das Dänische nimmt für Grundtexte »…« und für Überschriften „…”. Anders das Schwedische: Es verwendet »…» für Grundtexte und “…”für Überschriften. Auch das Norwegische verwendet eine andere Regelung: «…» für Grundtexte und Überschriften.

An- und Abführungszeichen in südlichen Sprachen

Was die Nordlichter vormachen, macht der Süden ähnlich: Auch das Italienische, das Spanische und das Portugiesische haben keine einheitliche Regelung für An- und Abführungszeichen. Besonders kompliziert macht es das Italienische: Im Grundtext steht bei Begriffen und Überschriften immer «…», allerdings mit einem vergrößerten Zeichenabstand vor und hinter den An- und Abführungszeichen. Auf diesen vergrößerten Zeichenabstand wird aber bei Überschriften verzichtet: Hier wird “…„verwendet. Die Portugiesen machen es sich da einfacher: Sie nehmen generell «…» für Grundtexte und “…”für Überschriften. Im Spanischen sehen die korrekten An- und Abführungszeichen in Überschriften und Grundtext so “…”aus.

Auslassungszeichen und -punkte

Einheitlicher ist die Regelung des Gebrauchs von Auslassungszeichen und Auslassungspunkten. Dem Apostroph als Auslassungszeichen am Wortanfang geht ein normaler Wortzwischenraum voran; bei mehreren zusammengezogenen Wörtern steht es ohne Zwischenraum. Auslassungspunkte bestehen aus dem Ellipsenzeichen. Es wird aus drei Punkten gebildet, stellt jedoch ein Zeichen dar. Das Ellipsenzeichen wird durch ein Leerzeichen vom vorhergehenden Wort getrennt. Am Ende des Satzes folgt dem Ellipsenzeichen ein kleiner Abstand und dann das Satzzeichen.

Unterführungszeichen

Zahlen werden nicht unterführt, sondern nur Buchstaben. Das Unterführungszeichen sieht so aus: ”. Es wird in die Mitte des zu unterführenden Worts gesetzt. Bei mehreren Wörtern muss jedes Wort unterführt werden; auch Abkürzungen. Die Unterführungszeichen werden mithilfe der Tabulatoren ausgerichtet. Dadurch lassen sich Änderungen einfacher ausführen, als wenn die Unterführungszeichen mit Leerzeichen ausgerichtet werden.

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