Texte richtig hervorheben

16.08.2007 09:00:00
Es gibt verschiedene Alternativen, Wörter und Textteile hervorzuheben. Bei der Schriftauszeichnung sollte jedoch einiges beachtet werden.

Fremdsprachige Wörter können in Texten genauso hervorgehoben werden wie Stichworte, die schnell auffindbar sein müssen. Auch Firmen- oder Eigennamen werden häufig eigens gekennzeichnet. Dazu stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung: Wörter können unter anderem gesperrt, fett oder kursiv gesetzt werden – oder es werden Versalien verwendet. Doch nicht jedes Stilmittel eignet sich für jeden Zweck. LASERLINE beschreibt, wie es am besten funktioniert.

Was bewirken Schriftauszeichnungen?

Hervorhebungen bestimmter Textteile, auch Schriftauszeichnungen genannt, geben dem Leser eine Regieanweisung: Die Aufmerksamkeit wird genau auf diese Buchstaben gelenkt.  Gründe, warum sie ein genaueres Hinsehen erfordern, gibt es viele. Beispielsweise verdeutlichen die Worte einen bestimmten Sachverhalt, heben Stichworte oder Firmennamen hervor oder kennzeichnen nicht eingedeutschte Redewendungen. Neue Wortschöpfungen oder ausgefallene Bezeichnungen können ebenfalls durch eine Schriftauszeichnung markiert werden. Wenn Grafikdesigner zu solchen Hervorhebungen greifen, sollten sie jedoch einige Regeln berücksichtigen.

Kursive Schriftauszeichnung

Das Kursiv-Setzen von Wörtern oder Textteilen gilt als die eleganteste und die dezenteste Variante, um Text hervorzuheben. In Romanen oder ähnlich langen Texten  stört ein kursiver Text  den Lesefluss am wenigsten. Gerade Tageszeitungen kennzeichnen mit kursivem Text Wörter, die zwar im deutschen Sprachgebrauch vorkommen, aber keine offizielle Anerkennung durch den Duden erfahren.

Halbfette oder fette Schriftauszeichnung

Stärker als die kursive Schriftauszeichnung wirkt der Wechsel zum halbfetten oder fetten Schnitt. Diese Hervorhebung eignet sich vor allem dazu, Stichworte schnell auffindbar zu machen. Grafiker sollten dafür den halbfetten oder fetten Schriftschnitt wählen (semibold oder bold), und nicht den vorhandenen Text einfach fett markieren.

Hervorhebung durch Versalien

Worte und Firmennamen (z. B. LASERLINE) können auch durch die Verwendung von Versalien ausgezeichnet werden. Allerdings muss dabei beachtet werden, dass der Kleinbuchstabe "ß" in Versalien (noch) als „SS“ geschrieben wird. Dies ändert sich aber gerade, hin zur Verwendung eines großen „ß“. Meist sieht es auch besser aus, wenn die Versalgröße etwas kleiner als der Schriftgrad ausfällt. Außerdem sollten die Versalien mit mehr Zeichenabstand gesetzt werden, um die Lesbarkeit zu verbessern.

Hervorhebung durch Kapitälchen

Noch gefälliger als Versalien sehen Kapitälchen aus, die stets leicht gesperrt verwendet werden sollten. Kapitälchen finden vor allem in Lexika Verwendung. In der modernen Mediengestaltung sind sie hingegen kaum noch anzutreffen.

Gesperrte Schriftauszeichnung

Das Sperren eines Wortes dient ebenfalls dazu, es hervorzuheben. Leerzeichen vor und nach dem gesperrten Text werden mit gesperrt, Satzzeichen ebenfalls. Zahlen werden jedoch nicht gesperrt. Zwangsligaturen dürfen nicht aufgelöst werden.

Wechsel der Schriftart

Eine weitere Variante, Wörter und Texte hervorzuheben, besteht darin, in eine andere Schriftart zu wechseln. Wichtig ist jedoch, dass die Schriftarten in Stil und Schriftgröße zueinander passen. Sonst erscheint das hervorgehobene Wort als Fremdkörper und die Lesbarkeit verschlechtert sich.

Verwenden einer kleineren Schriftgröße

Nicht nur größere oder fettere Wörter werden vom Leser als hervorgehoben wahrgenommen, sondern auch kleiner gedruckte. Dennoch gilt diese Alternative nur als Notlösung. Wenn sie eingesetzt wird, sollten die Buchstaben etwas spationiert werden.

Unterstreichen, Überstreichen, Kontur

Das Unterstreichen und Überstreichen sowie der Einsatz von Konturen und Schattierungen sollten im klassischen Desktop Publishing nicht verwendet werden. Beim Unter- und Überstreichen besteht die Gefahr, dass Unterlängen beziehungsweise Oberlängen der Buchstaben durchgestrichen werden. Schattierungen und Konturen heben Worte besonders effektvoll hervor, sprengen aber leicht das Gesamtdesign eines Textes. Sie sollten daher nur in ganz besonderen Fällen eingesetzt werden.

Symbolzeichen als Blickfang

Wichtige Textpassagen können auch durch einen hängenden Absatz mit einem Symbolzeichen markiert werden. Solche Symbole können Pfeile oder Hände mit einem ausgestreckten Zeigefinger sein.

Auszeichnen von Absätzen

Ein ganzer Absatz kann durch einen linken oder rechten Einzug hervorgehoben werden. Noch stärker wirkt die Auszeichnung, wenn der Absatz mit einem Rahmen versehen wird. Der Abstand zwischen Text und Rahmen sollte jedoch nicht zu klein sein. Die Linienstärke des Rahmens sollte dem Grundstrich der Schrift angepasst sein. Ein ähnlicher Effekt kann erzielt werden, wenn der Absatz mit einer (Doppel-)Linie ober- und unterhalb des Textes gekennzeichnet wird.

Verwenden von Farben und Hinterlegungen

Soll eine Textpassage noch stärker als durch Rahmen oder Linien markiert werden, kann der entsprechende Absatz auch mit einer Farbe oder einem Grauraster unterlegt werden. Das verringert jedoch meist die Lesbarkeit. Eine der auffallendsten Markierungen wird erreicht, wenn weißer Text auf schwarzem Grund steht. Soll der Text gut lesbar sein, ist es ratsam, ihn fett und leicht gesperrt zu setzen. Die Kombination farbiger Text auf farbigem Grund birgt dagegen die Gefahr, dass die Farben sich beißen und die Lesbarkeit darunter leidet.

 

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