Still, aber mit Stil

20.01.2011 09:00:00
Werbefotos zeigen Produkte von ihrer besten Seite. Was müssen Grafiker beachten, wenn sie diese Bilder für ihre Kunden anfertigen sollen?

Die Kunst der Stillfotografie liegt darin, ein Produkt so ansprechend wie möglich zu präsentieren. Das ist gar nicht so einfach, weil das Motiv von vorneherein vorgegeben ist. Doch mit Beleuchtung, Hintergrund, Blendeneinstellungen und Schattenwurf hat der Fotograf gute Mittel an der Hand, um das Foto spannungsreich zu gestalten.

Ohne Stativ und Licht geht nichts

Quelle: BirgitH Pixelio

Nur mit einem Stativ können die Aufnahmebedingungen sinnvoll geändert werden, ohne dass danach erst wieder die Kameraposition gesucht werden muss. Zudem werden Verwackler vermieden. Ein weiteres unerlässliches Hilfsmittel sind Leuchten. Das Licht sollte am besten von zwei Seiten kommen – wenn die eine Seite durch das Tageslicht abgedeckt wird, bleibt immer noch eine für künstliches Licht übrig. Alternativ kann ein Reflektor oder ein weißer Pappkarton eingesetzt werden, um das Licht auch auf die andere Seite zu spiegeln. Spezielle Leuchten kosten aber nicht die Welt – für den Anfang tun es auch Lampen aus dem Baumarkt.

Blitzsauber gestaltet

Quelle: Hama

Der Blitz, der in Digitalkameras eingebaut ist, hilft bei der professionellen Fotografie wenig – im Gegenteil, er kann durch die geringen Steuerungsmöglichkeiten zu unschönen Reflexionen führen. Besser ist ein externer Blitz, dessen Intensität und Winkel man verstellen kann. Er sollte für gelungene Stilllife-Aufnahmen zur Decke zeigen oder auf eine weiße Wand – dann reflektiert er das Licht auf das Produkt. Auch ein Blitzreflektor leistet gute Dienste. Verschiedene Blitzeinstellungen in einer Bilderserie helfen dabei, die schönste Beleuchtung auszuwählen. Eine manuelle Einstellung lohnt sich auch beim Weißabgleich. Er neutralisiert die Lichtverhältnisse und verhindert Farbstiche.

Blende, Brennweite und Co.

Damit der Betrachter die Größenverhältnisse des Produkts richtig einschätzen kann und die Proportionen nicht verzerrt wirken, empfiehlt sich eine Normalbrennweite von etwa 30 bis 40 mm. Ebenso kann man eine mittlere Blende wählen. Den Fokus findet man am besten manuell – ebenfalls ein guter Grund, ein Stativ einzusetzen, denn dadurch fällt das „Finetuning“ leichter. Fehlt die Tiefenschärfe im Motiv, so kann man die Blende schrittweise verkleinern. Auch hier ist es angebracht mit mehreren Einstellungen zu experimentieren – misslungene Bilder sind im Zweifel schnell gelöscht.

An den nächsten Schritt denken

Die Aufnahme von Produktfotos ist das eine – der spätere Verwendungszweck das andere. Deshalb sollte man schon beim Fotografieren an die Bildbearbeitung und die Weiterverarbeitung denken. Konkret heißt das: Soll das Produkt später als Freisteller abgebildet werden? Dann kann man bereits bei der Aufnahme auf einen weißen Hintergrund achten, um sich Arbeit zu ersparen. Sollen mehrere Fotos die Vorzüge des Produkts hervorheben? Dann muss die Aufnahmesituation einheitlich sein. Wer dagegen später einen farbigen Hintergrund für Drucksachen oder Web braucht, baut ihn am besten schon in das Bild ein. Man kann diesen Schritt zwar auch am Rechner mit Photoshop erledigen, „mitfotografiert“ wirkt der Hintergrund aber immer natürlicher.

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