Stege in der Typografie

27.08.2015 09:00:00
Im Layout gibt es mehrere Stegarten. Wir erklären, wie man Fußstege, Außenstege und Kopfstege richtig verwendet.

Die Stege im Layout tragen unterschiedliche Namen, damit man sie nicht miteinander verwechselt. Allen gemein ist, dass sie den Bereich zwischen dem Satzspiegel und der Papierkante meinen, also den Teil der Gestaltung, der keinen Text oder andere Elemente enthält. So setzt man die jeweiligen Stegarten richtig ein.

Welche Stege gibt es?

Man kennt in der Typografie den Bundsteg, auch Innensteg genannt, der in der Mitte eines Buchs oder einer anderen Publikation genau am Rand liegt. Der Kopfsteg bezeichnet den oberen Seitenrand, der Außensteg die äußeren Blattkanten und der Fußsteg den unteren Seitenrand. Stege sind zum einen optisch wichtig, zum anderen können sie es auch drucktechnisch sein, da die Druckbogen nicht exakt bis zum Rand bedruckt werden.

Bundstege

Quelle: Metoc /Wikimedia Commons
Einen Sonderfall bei den Stegen nehmen die innenliegenden Stege, auch als Bundstege bezeichnet, ein. Bei rechten Seiten liegen die Innenstege links, bei linken dagegen rechts. Da bei einer aufgeklappten Publikation zwei Seiten nebeneinander liegen, treffen dort auch zwei Bundstege aufeinander. Deshalb werden die Bundstege schmaler angelegt als die anderen Stege. Sie addieren sich optisch vor dem Auge des Betrachters.

 

Größenverhältnisse

Je nach Satzspiegel fallen die Werte für die einzelnen Stege unterschiedlich aus. Man kann jedoch einen Anhaltspunkt in den Proportionen finden. Am größten beziehungsweise breitesten sollte der Fußsteg ausfallen, gefolgt von den Außenstegen. Dann kommt der Kopfsteg, der kleiner ausfallen darf und zuletzt der Innensteg, der am schmalsten gestaltet wird. Ebenso kann man sich daran orientieren, dass die Innenstege im doppelseitigen Layout gleich groß angelegt werden wie die einzelnen Außenstege.

Seitenverhältnisse

Eine Methode, zu einem ausgewogenen Seitenverhältnis zu kommen besteht darin, Innensteg, Kopfsteg, Außensteg und Fußsteg im Verhältnis 2:3:4:5 aufzuteilen. Das ergibt bei einer DIN A4-Seite beispielsweise Maße von 23,5 Millimetern für den Bundsteg, 46,5 Millimetern für den Außensteg, 35 Millimeter für den Kopfsteg und 58 Millimeter für den Fußsteg. Sollte dadurch der Platz für die Inhalte zu knapp werden, kann man 10 Millimeter für den Bundsteg, 20 Millimeter für den Außensteg, 15 Millimeter für den Kopfsteg und 25 Millimeter für den Fußsteg ansetzen.

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