Stativkunde

04.06.2015 09:00:00
Da kann man den ISO-Regler noch so hoch drehen, ohne Stativ ist man kein ernsthafter Fotograf. Aber welches Stativ ist das richtige?

Auch wenn der Pixelwahn langsam nachlässt, begleitet einen das eigene Stativ oft länger durchs Fotoleben als die jeweils neue Digitalkamera. Da gilt es gut auszuwählen. Schließlich ist das Angebot mehr als unübersichtlich, irgendwo zwischen dem 50-Euro-Stativ aus dem Großmarkt und dem 4,5 m-Profimodell für 2.000 Euro. Wir geben einen Wegweiser durch den Dschungel der Stabilität, damit man auch lange Freude an langen Zeiten hat.

Die Klassischen

Ein Stativtyp verliert langsam an Einfluss: das ganz normale Dreibein mit Mittelsäule. Dabei muss es keine schlechte Wahl sein. Das Gewicht wird sauber austariert, für die Arbeitshöhe und das Packmaß gibt es unzählige Varianten, je nachdem wie lang die eine und wie groß die Anzahl der einzelnen Segmente sind. Viele Verschlüsse kosten Zeit und Stabilität, aber dafür passt das Stativ dann auch besser an den Rucksack. Der Rest ist langweilige Physik: dicke Beine sind stabiler als dünne, Carbon ist leichter als Holz und Alu. Am besten Sie nehmen Ihre schwerste Kamera und die längste Brennweite mit und probieren alles selbst im Laden aus.

Die Reiselustigen

Quelle: fotopioniere.com

In den letzten Jahren hat ein ganz neuer Stativtyp die Szenerie betreten. Zuerst kam Stativ-Pionier Gitzo auf die Idee, allerdings nicht auf die Idee zum Patentamt zu gehen. Durch das Drehen der Beine um 180° in Kombination mit einem kompakten Kugelkopf passt ebendieser Kopf in der Transportstellung zwischen die Beine und so schrumpft das Päckchen gleich um um 10 cm und passt noch in Taschen, an die vorher gar nicht denken war. Das erhöht gleichzeitig die Ansprüche an die Stabilität der Konstruktion und aus Carbon gebaut sinkt das Gewicht dann gleich noch mit.

Die Ohnesäuleheilgen

Quelle: Gitzo

Wer nach dem richtigen Stativ fahndet, hat oft schon bestimmte Vorstellungen von der maximalen Arbeitshöhe. Auge im Auge mit dem Sucher möchte man schon arbeiten und das ohne sich krumm zu machen. Doch bei seriösen Herstellern finden sich meist zwei Höhenangaben: einmal mit und einmal ohne ausgezogene Mittelsäule. Die das letzte Stückchen Höhe erkauft man sich mit geringerer Stabilität. Wenn Sie das nachvollziehen wollen, brauchen Sie nur ein Bein anzuheben. Und Sie hatten vorher auch nur zwei und nicht drei. Maximale Stabilität bieten Stative, die gleich komplett auf die Mittelsäule verzichten wie die Gitzo Systematic oder die Benro Combination Reihe. Dafür muss man beim Nachkorrigieren der Höhe auch gleich drei Verschlüsse betätigen.

Die Ausgleichenden

Quelle: Kesberger

Gemeinhin stellt man sein Stativ halbwegs gerade auf und lässt das Einrichten der Kamera dann vom Stativkopf erledigen. Doch beim Filmen wird dem Zuschauer beim Schwenken nur schwindlig, wenn die Kamera nicht im Wasser steht. Mit drei Beinen kann die Arbeit an der Wasserwaage lange dauern. Und auch in der Panoramafotografie kann man sich den Kopf gleich ganz sparen, wenn man über eine Nivelliermittelsäule im Stativ verfügt. Im Profi-Videobereich erledigt das eine Halbschale anstatt der Mittelsäule. Doch für die heutigen kompakten Kameras mit Bildstabilisator reicht eine einrichtbare Säule meist völlig aus.

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