Sonderzeichen in InDesign

24.05.2010 09:00:00
InDesign verwendet neben Sonderzeichen, die in der jeweiligen Schriftart integriert sind, auch Steuerzeichen, die den Textfluss oder die Formatierung regeln. LASERLINE stellt diese Sonderzeichen vor.

Ob Paragraphenzeichen oder TM-Symbol für eingetragene Marken: Grafiker und Layouter müssen immer wieder Sonderzeichen setzen. Das Layoutprogramm Adobe InDesign CS bietet mehrere Möglichkeiten, das schnell und komfortabel zu erledigen. Dazu zählt unter anderem die Glyphen-Palette.

Als Glyphen werden in diesem Sinne auch „typografische Alternativen“ bezeichnet. Um den Überblick zu behalten, zeigt die Glyphen-Palette alle verfügbaren Zeichen und Glyphen eines Fonts an. Grafiker können jedoch auch Steuerzeichen verwenden, die sichtbar oder unsichtbar bestimmte Anweisungen für den Textfluss und die Formatierung vorgeben. Auf diese Weise können zum Beispiel auch Tabulatoren, Leerräume und Umbruchanweisungen erstellt werden.

Übersichtlich: die Glyphen-Palette

Die Glyphen-Palette listet alle Zeichen eines Fonts auf – auch die darin enthaltenen Sonderzeichen. Diese Übersicht wird auch als Codepage bezeichnet. Sie enthält bei TrueType- und PostScript-Fonts 256 Zeichen. Sie können die Codepage des gerade verwendeten Fonts aufrufen, indem Sie mit dem Textwerkzeug in einen Textrahmen klicken und im Menü „Schrift“ die Funktion „Glyphen“ auswählen. Mit einem Doppelklick auf das entsprechende Zeichen wird es anschließend an der entsprechenden Stelle in den Text eingefügt.

Aufgepasst bei Expert-Schnitten

Probleme kann es beim Einfügen, beziehungsweise Umformatieren, in Expert-Schriftschnitten geben. Ein Beispiel: Sie formatieren Text, zum Beispiel in der Schriftart Adobe Garamond, und markieren dafür einzelne Zeichen, um sie anschließend mit dem Expert-Schnitt in Kapitälchen zu ändern. Sobald Sie die Änderung ausführen, verschwindet der markierte Text. Das liegt daran, dass InDesign intern mit Unicode arbeitet. Es kennt die Zeichen nur unter einer Bezeichnung und sucht deswegen vergeblich im Expert-Schnitt. Sie können dieses Problem vermeiden, indem Sie während der Auswahl des Expert-Schnitts die Tastenkombination „STRG + ALT“ beziehungsweise „Apfeltaste + ALT“ gedrückt halten.

Plattformunabhängig: OpenType

Die beschriebene Problematik der verschwindenden Zeichen tritt nicht auf, wenn Sie plattformunabhängige OpenType-Fonts verwenden. OpenType-Fonts sind PostScript-Fonts, die in Unicode vorliegen. Sie können statt 256 Zeichen bis zu 65.535 Zeichen enthalten. Jedem Zeichen ist genau eine Position zugeordnet. Die Codepages eines solchen Unicode-Fonts sind in einer vorgegebenen Reihenfolge definiert: Sie beginnen mit den lateinischen Zeichen und ihren Erweiterungen und reichen bis hin zu Sonderzeichen für Tschechisch oder Finnisch. Abschließend folgen die Codepages für phonetische Darstellungen und diakritische Zeichen.

Zusatzangebot: OpenType Pro-Fonts

Die umfangreichen OpenType-Fonts können um Glyphen wie Kapitälchen oder echte Brüche ergänzt werden. Diese Schriftarten tragen dann die Bezeichnung „Pro“ im Namen. Bei Adobe InDesign umfassen Pro-Fonts beispielsweise (neben dem im westlichen Sprachraum verwendeten Zeichen) typografische Alternativen und Zeichen für mittel- und osteuropäische Sprachen, sowie teilweise auch kyrillische und griechische Zeichen. Sie erlauben es dem Grafiker und Layouter, fremdsprachige Texte zu verwenden und zu bearbeiten.

Einwandfreie Trennungen

Neben der korrekten Darstellung von fremdsprachigen Texten ist es auch wichtig, die Wörter in anderen Sprachen richtig zu trennen. InDesign CS unterstützt dazu alle osteuropäischen Sprachen wie Bulgarisch oder Lettisch mit einem eigenen Wörterbuch. So können Sie den fremdsprachigen Text typografisch einwandfrei formatieren. Neben den bereits mit InDesign installierten Fonts, zum Beispiel der Schriftart Myriad, bietet Arial Unicode (Windows) einen großen Zeichenvorrat, ebenso wie Lucida Grande (Mac).

Textfluss und Formatierung steuern

Außer diesen Möglichkeiten, (fremdsprachige) Zeichen in das Layout einzufügen, bietet InDesign auch Steuerzeichen an, die den Textfluss und die Formatierung regeln. Sie können diese Steuerzeichen aufrufen, indem Sie während der Textbearbeitung mit der rechten Maustaste oder der Taste CTRL auf das Kontextmenü zurückgreifen. Alternativ können Sie „Schrift“ und „Sonderzeichen einfügen“ anklicken. Unter „Leerraum“ finden Sie dann beispielsweise nicht druckende Abstände wie Geviert oder Viertelgeviert. Die Umbruchzeichen werden dagegen eingesetzt, um einen Umbruch in den nächsten Absatz zu erzwingen, der sowohl im nächsten Rahmen, in der nächsten Spalte oder auf der nächsten geraden oder ungeraden Seite beginnen kann. So können Sie falsche Umbrüche von Textzeilen vermeiden.

 

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