Sonderfarben: auffallend anders

23.05.2013 09:00:00
Sonderfarben wie HKS und Pantone spielen im Offsetdruck eine große Rolle. Setzen diese auch im digitalen Zeitalter noch Trends?

Sonderfarben, speziell für Haus- und Unternehmensfarben, sind im Offsetdruck sehr beliebt. Meist werden HKS- und Pantone-Töne verwendet, um Konzerne und Marken unverwechselbar zu machen. Mehr und mehr Drucksachen werden jedoch digital produziert. Sind hier ebenfalls Sonderfarben möglich oder schwächt die Tendenz zum Digitaldruck ihre Bedeutung?

Sonderfarben im Digitaldruck

Ob Pantone, HKS oder ein anderes Sonderfarbsystem: Genau umsetzen lassen sich diese Töne nur im Offsetdruck. Dort werden die exakten Farbtöne verwendet, die der Kunden sich wünscht. Für den Digitaldruck können die Farben jedoch konvertiert werden, so dass sie sich auch im Vierfarbdruck (4C) wiedergeben lassen. Das Ergebnis trifft den Ton bis auf wenige Ausnahmen gut, ist jedoch immer nur eine Annäherung an den ursprünglichen Farbton. Es gibt aber Ausnahmen: Digitaldrucksysteme mit zusätzlichen Farbstationen können dort eine Sonderfarbe verdrucken. Meist werden diese Druckwerke jedoch dazu genutzt, um Lack einzusetzen.

Mit Sonderfarben Akzente setzen

Pantone und HKS gibt es im Offsetdruck als Sonderfarben. Kann der Digitaldruck mithalten?
Quelle: Pantone

Trotz der Hinwendung zum Digitaldruck erfreuen sich Sonderfarben steigender Beliebtheit. Gerade bei Verpackungen und bei Markenprodukten, aber auch bei aufwändigen Katalogen oder Prospekten bieten sie das gewisse Etwas. Farben werden von den Betrachtern zuerst wahrgenommen, noch bevor sie die Aufschrift oder den Text lesen. Sonderfarben wie das „Milka-Lila“ oder das „Lufthansa-Gelb“ wecken sofort Assoziationen zum Unternehmen und seinen Produkte. Der inflationäre Einsatz von Sonderfarben empfiehlt sich jedoch nicht – sie sollten wie der Name schon sagt immer etwas Besonderes bleiben.

Pantone zeigt die Zukunft

Mehrmals im Jahr bringt Pantone den Colour Report heraus. Er zeigt, welche Farben in der kommenden Saison angesagt sein werden. Im Herbst 2013 sind das beispielsweise „Acai“, ein satter Lilaton, oder das eher zarte „Linden Green“. Pantone setzt damit Trends in vielfältigen Bereichen, sei es in der Mode oder im Interior Design. Auch Gestalter von Drucksachen oder Webseiten können sich von diesen Farbwelten inspirieren lassen, umfassen sie doch stets Töne, die untereinander harmonieren.

Wissenswertes zu Pantone und HKS

HKS und Pantone sind zwei der Taktgeber der Farbbranche. Pantone ist ein US-amerikanisches Unternehmen, das mittlerweile zum Konzern X-Rite Inc. gehört. Das Pantone Matching System (PMS) basiert auf 14 Grundfarben sowie Weiß und Schwarz, aus denen die Sonderfarben gemischt werden. Verschiedene Pantone-Farbfächer berücksichtigen unterschiedliche Papiersorten. Das derzeit aktuelle Pantone Plus umfasst zusätzlich 560 neue Sonderfarben. HKS wurde von den Farbherstellern Hostmann-Steinberg Druckfarben, Kast + Ehinger Druckfarben und H. Schmincke & Co. initiiert. Von ihren Firmennamen leitet sich die Bezeichnung ab. Den 88 Basisfarben stehen im aktuellen System HKS3000+ genau 3.520 Sonderfarben gegenüber.

Druck von Sonderfarben bei LASERLINE

LASERLINE bietet diverse Farbtöne von Pantone und HKS im Offsetdruck an. Wählen Sie dazu einfach im OnlineShop „5/0-farbig ISO-Skala + Pantone“ oder „5/0-farbig ISO-Skala + HKS“ aus. Danach wählen Sie dann den gewünschten Farbton. Fragen zu den Sonderfarben können Sie direkt über unser Preisanfrage-Formular stellen.

 

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