So arbeitet die Künstlersozialkasse

05.12.2013 09:00:00
Einige Kreative müssen sich über die Künstlersozialkasse versichern. Wie funktioniert das System?

Selbstständigen Künstlern und Publizisten steht die Künstlersozialkasse offen: Wer hier pflichtversichert ist, zahlt nur die Hälfte von Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung selbst. Die andere Hälfte wird von Unternehmen über eine Abgabe sowie über den Bund finanziert. Firmen, die Künstler beschäftigen, sind dazu verpflichtet, die entsprechende Gebühr zu leisten.

Die Künstlersozialkasse

Quelle: Lupo/Pixelio.de

Die Künstlersozialkasse gehört zur Unfallkasse des Bundes und hat ihren Sitz in Wilhelmshaven. Über die Künstlersozialkasse sind Künstler und Publizisten pflichtversichert. Künstler ist, wer Musik, darstellende oder bildende Kunst schafft oder lehrt. Als Publizisten gelten Schriftsteller, Journalisten und Lehrende in diesem Bereich. Mit dem 1983 in Kraft getretenen Künstlersozialversicherungsgesetz soll kreativen Freiberuflern eine Absicherung geboten werden.

Abgaben für Firmen

Unternehmen, die Künstler oder Publizisten beschäftigen, müssen auf das Honorar eine Abgabe zahlen. Der Satz liegt derzeit bei 4,1 Prozent. Abgabepflichtig sind Firmen, die nicht nur gelegentlich freischaffende Kreative beschäftigen dazu zählt auch schon ein Auftrag pro Kalenderjahr. Unternehmen, die unter die Abgabepflicht fallen, müssen dies selbstständig melden, die Honorare aufzeichnen und natürlich die Zahlungen leisten. Bezahlt wird als monatliche Vorauszahlung, die genaue Abrechnung erfolgt dann einmal im Jahr. Zahlen Unternehmen nicht regelmäßig, dann wird neben der Nachzahlung auch ein Säumniszuschlag fällig. Firmen werden dahingehend regelmäßig geprüft.

Die Zukunft

Quelle: Levelan/Pixelio.de

Wie es in Zukunft mit der Künstlersozialkasse weitergeht, ist offen. Derzeit sind mehr als 175.000 Selbstständige über die Kasse versichert, das Jahreseinkommen wird pro Versichertem auf rund 14.500 Euro taxiert. Eine Finanzierungslücke in Millionenhöhe gefährdet den Fortbestand des Systems die Künstlersozialkasse ist in die öffentliche Aufmerksamkeit gerückt. 150.000 Verwerter zahlen regelmäßig in die Künstlersozialkasse ein, doch es müssten noch mehr sein. Streitpunkt sind die Prüfungen und wer für die Kosten aufkommen soll.

Steigende Abgaben

Folge der Deckungslücke in der Künstlersozialkasse könnten steigende Abgaben für die Verwerter sein. Der Abgabesatz könnte in zwei Jahren bereits auf mehr als sechs Prozent steigen damit würden die Unternehmen über Gebühr belastet, die freiwillig ihre Zahlungen leisten. Folge wäre möglicherweise, dass die Einnahmen weiter sinken und dass die Zukunft der Künstlersozialkasse endgültig auf der Kippe stehen würde. Und damit müsste auch die Versicherung für zahlreiche Kreative neu geregelt werden.

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