Smart but cam

07.01.2016 09:00:00
Smartphones können fotografieren, aber die Objektiv- und Sensorgröße werden immer eine Beschränkung bleiben. Nutzen wir doch einfach das Telefon als Steuergerät.

Sony hat angefangen, Olympus hat das Konzept weiter geführt und nun schickt sich sogar der Softwarehersteller DXO an, das iPhone fotografisch nicht nur mit Vorsatzlinsen zu tunen, sondern es nur noch für die Bedienung und Bildanzeige zu benutzen. Der Bildqualität tut das immer gut, wenn der Sensor größer wird und das Objektiv nicht flach wie eine Flunder sein muss. Den Rest regelt dann eine App. Aber was unterscheidet die Konzepte der Hersteller?

DxO

Quelle: DxO
Bisher hat sich DxO darauf beschränkt, per Software vorhandene Bilddateien aus richtigen Kameras zu verbessern, nun sorgt die Hardware der ans iPhone oder iPad ansteckbaren extrem kompakten DxO One dafür, dass gleich von Anfang an bessere Datensätze entstehen. Der 1-Zoll-Sensor bietet 20 Megapixel und die Festbrennweite ist mit Blende 1,8 recht lichtstark. Das Rauschen sinkt, die Schärfe steigt und endlich wird auch selektiver Fokus in Ansätzen möglich, wenn auch nur vergleichbar mit einem 4,8/32 mm Kleinbildobjektiv. Mit dieser leicht weitwinkligen Festbrennweiten bleiben die Anwendungen doch noch viel beschränkter als uns die Werbung und der Preis von 600 Euro weismachen will.

Sony I

Quelle: Sony
Pionier in dieser noch jungen Gattung ist Sony. Hier gibt es längst mehr Auswahl als bei DxO und das Topmodell QX 100 der Lens-style Cameras bietet für weniger Geld sogar eine hervorragende Zeiss Zoomoptik mit gleicher Lichtstärke und Sensorgröße. Allerdings ist es in diesem Segment still geworden. Neuheiten sind bei Sony kaum zu verzeichnen und die manuellen Bedienmöglichkeiten sind geringer als bei der Konkurrenz. Eine manuelle ISO-Einstellung wurde zwar mittlerweile ergänzt, aber unverständlicherweise keine RAW-Aufzeichnung.

Sony II

Quelle: Sony
Die hat die Sony ILCE-QX1. Neben der RAW-Option ist der Sensor deutlich größer. Das ist im APS-C-Format dann wirklich wie bei einer aktuellen DSLR. Für unter 400 Euro gibt es auch ein Kitzoom dazu. Damit es bei der Bildqualität auch wirklich spiegelreflexig wird, lohnt es sich, das 16-50 gleich gegen ein anderes Objektiv mit E-Bajonett auszutauschen. Die Objektive dürfen nur nicht zu groß sein, sonst wird das Smartphone-Konzept ad absurdum geführt. Es ging ja schließlich darum, was kleines immer dabei zu haben. Und einem Objektiv fehlt einfach der Handgriff.

Olympus Air

Ein ähnliches Konzept verfolgt auch Olympus mit der Air. Allerdings tummelt sich das Micro-Four-Thirds-Modul mit 16 Megapixeln derzeit nur auf dem japanischen und amerikanischen Markt. Auch hier kann das Objektiv gewechselt werden. Kompakte Linsen gibt es für das Bajonett schließlich genug. Besonders spannend ist die Tatsache, dass Olympus die Schnittstelle offen legt. Gerade weil das Modul wie bei Sony auch ohne direkten Anschluss ans Smartphone eingesetzt werden kann, bieten sich für Programmierer ganz neue, eben auch optisch hochwertige Möglichkeiten. Oder man baut sich seine eigene Kamera? Nur ob Lieschen Fotomüller die etwas andere Handycam auch wirklich will, das müssen die neuem Konzepte am Markt erst noch zeigen. Am attraktivsten ist die Option derzeit wohl für Fotografen, die die passenden Linsen schon haben und günstig eine Zusatzoption zum Immerdabeihaben suchen.

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