Schriftinstallation und -verwaltung

12.04.2007 09:00:00
Systeminterne Werkzeuge helfen bei der Verwaltung von Schriftensammlungen - sowohl unter Windows als auch Mac OS X erleichtern sie die tägliche Arbeit mit Fonts ...

******Gerade im Publishing-Bereich sind große Schriftensammlungen wichtig, um dem Kunden alle Wünsche erfüllen zu können. Doch ältere Betriebssysteme laden alle installierten Schriften in den Zwischenspeicher des Rechners, so dass dieser langsam wird. Abhilfe schaffen hier sogenannte Schriftverwaltungsprogramme, die nur gerade benötigte Fonts laden.
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Wozu Schriftverwaltung?

Wer im Publishing-Bereich arbeitet muss oft große Schriftensammlungen verwalten und damit tagtäglich umgehen. Je größer aber die Schriftensammlung, umso unübersichtlicher wird sie. Kaum jemand kennt alle Merkmale der Schriften unter deren Namen. Um die Übersicht zu behalten ist es dienlich, die Schriften nach einem bestimmten System zu verwalten, etwa Schriftfamilien oder Buchstaben. Hilfreich sind hierbei sogenannte Schriftverwaltungsprogramme.

Mac OS 9

Doch diese haben vor allem unter Mac OS 9 noch einen weiteren Vorteil, denn das inzwischen doch recht betagte Betriebssystem wird umso langsamer, je mehr Schriften darauf installiert sind. Hintergrund ist, dass unter Mac OS 9 alle installierten Schriften auch tatsächlich in den Zwischenspeicher geladen werden - und damit eine enorme Rechenkraft vergeuden. Schriftverwaltungsprogramme hingegen laden nur gerade benötigte Schriftarten in den Cache und lassen andere unbehelligt. Unter Mac OS 9 wurde zudem der Adobe Type Manager (ATM) benötigt, um PostScript- und OpenType-Schriften überhaupt laden zu können.
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Mac OS X: Integrierte Schriftverwaltung

Unter Mac OS X installiert man Schriften hingegen einfach durch Doppelklick. Nun findet man sie zum Verwalten und Sortieren nach eigenem Geschmack im Programm "Schriftsammlung", der sich im Ordner "Programme" befindet. Dabei handelt es sich um eine systeminterne Schriftverwaltung, welche Fonts installiert, aktiviert, gruppiert, anzeigt und suchen lässt. Darüber hinaus werden Duplikate gefunden und aufgelöst. Nutzt man Mac OS X 10.4 oder höher lassen sich die installierten Schriften außerdem auf Fehler untersuchen.

Windows: Schriften installieren und verwalten

Unter Windows installiert man Schriften über das "Start"-Menü. Unter "Einstellungen" findet man in der "Systemsteuerung" den Punkt "Schriftarten". Unter Windows XP ist dieser Punkt direkt unter "Start" und dann "Systemsteuerung" enthalten. Im Menü "Datei" kann nun der Punkt "Neue Schriftart installieren ..." gewählt und die zu installierende Schrift ausgewählt werden. Nun steht der Font in jedem Programm bereit. Unter "Schriftarten" lässt sich zusätzlich jedes Schriftsymbol mit einem Doppelklick öffnen und der Font mitsamt Zusatzinformationen anzeigen.

Schriftverwaltungsprogramme

Je größer die Schriftensammlung, umso unübersichtlicher wird sie. Vor allem zur besseren Übersicht erfreuen sich deshalb Schriftverwaltungsprogramme von Drittherstellern - sowohl unter Mac OS X als auch Windows - gerade bei Grafikern großer Beliebtheit. Ihr Vorteil: Sie sortieren, katalogisieren, stellen Schriften dar, untersuchen sie auf Fehler und mehr. Die vielleicht wichtigste Funktion aber besteht darin, dass sie nur die gerade aktiven Schriften in den Zwischenspeicher laden. Diverse Reparaturwerkzeuge für defekte Fonts komplettieren das Angebot.

Marktübersicht

Jedes Schriftverwaltungsprogramm hat seine eigenen Stärken, weshalb man vor dem Kauf (sofern das Programm nicht kostenlos ist) die angebotene Demoversion ausprobieren sollte. Hier eine kleine Übersicht der meistgenutzten Tools:

Adobe Type Manager (Mac & Win)

Die Entwicklung des Adobe Type Manager (kurz: ATM) wurde 2005 eingestellt, die Software kann aber noch bei Adobe kostenlos herunter geladen werden. "ATM Deluxe" beherrscht - anders als die Lite-Version - die Verwaltung von Schriften.

Suitcase (Fusion) von Extensis (Mac & Win)

Extensis vereinte für Mac OS X die Vorzüge der Programme Suitcase und FontReserve - Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit - zu "Suitcase Fusion" (ca. 100 US-Dollar). Schriftenmanagement und Fontkonflikte sind damit ebenso problemlos zu handhaben, wie mit der Windows-Version "Suitcase".

Font Agent Pro von Insider Software (Mac & Win)

Die Verwaltungssoftware "Font Agent Pro" (www.insidersoftware.com) ist für Mac OS X und als Beta auch für Windows erhältlich (ca. 100 US-Dollar) und verwaltet größere Schriftensammlungen, führt Reparaturprozesse automatisch durch und kann Filter für die Suche anwenden.

FontExplorer X von Linotype (Mac)

Vollkommen kostenlos ist der "FontExplorer X" von Linotype, der neben einem an iTunes angelehnten Ordnungssystem auch einen Schriftenshop beinhaltet. Mustertexte, Autoaktivierung von Schriften und Reparaturfunktionen sind neben vielen anderen Möglichkeiten ebenfalls vorhanden.

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