Schmückende Anfangsbuchstaben

15.06.2017 09:00:00
Initialen sind ein beliebtes Schmuckelement. Was müssen Gestalter über die hervorgehobenen Anfangsbuchstaben wissen?

Der Begriff „Initial“ kommt vom lateinischen Wort für „Anfang“: Initialen sind schmückende Anfangsbuchstaben im Layout, die schon in handgeschriebenen Texten weit verbreitet waren und über die Jahrhunderte wenig von ihrer Beliebtheit eingebüßt haben. Wie setzt man Initialen in heutigen, modernen Gestaltungen richtig in Szene?

Das Initial

Initialen können dazu dienen, Texte zu gliedern.
Quelle: MK777 / Wikimedia Commons
Wird der erste Buchstabe eines Absatzes oder Abschnitts hervorgehoben, setzt man dafür Initialen ein. Sie bestehen nicht nur aus dem Buchstaben an sich, sondern oft zusätzlich aus schmückendem Beiwerk oder farblichen Elementen. Wird lediglich der Buchstabe hervorgehoben, nennt man das oft „Lombarde“; angelehnt an einen Begriff aus dem späten Mittelalter. Initialen zeichnen sich dadurch aus, dass sie deutlich größer als die Grundschrift gesetzt werden und mehrere Zeilen einnehmen. Mehr als vier Zeilen sollten dabei jedoch nicht gewählt werden, da das Initial sonst zu dominant erscheint.

Varianten

Je nachdem, wie das Initial gesetzt wird, unterscheidet man verschiedene Varianten. Initialen, die sich über mehrere Zeilen erstrecken, heißen „eingebautes Initial“. Hervorgehobene Anfangsbuchstaben, die nur eine Zeile einnehmen, bezeichnet man als „freistehend“. Ragt das Initial über die Satzkante hinaus, „hängt es über“. Steht der Anfangsbuchstabe dagegen gänzlich neben dem Textblock, so nennt man das „angesetzt“. Sobald der Buchstabe umrandet ist, spricht man von einem „Kassetteninitial“. Eingebürgert haben sich zudem die Begriffe „bescheidenes Initial“ für ein kleineres, nicht hängendes Initial und „schmückendes Initial“, das größer ausfallen und verziert sein kann.

Initialen im Layout

Die Abbildung zeigt ein opulentes, „bewohntes“ Schmuckinitial.
Quelle: Arpingstone / Wikimedia Commons
Um Initialen harmonisch ins Layout einzufügen, sollten sie immer auf der Grundlinie des Fließtextes stehen. Das Initial darf zudem nach unten nicht „in der Luft hängen“ – heißt, es müssen noch mindestens so viele Zeilen Fließtext folgen, wie das Initial hoch ist. Zudem sollte man mit dieser Auszeichnungsversion sparsam umgehen. Ein Initial zum Beginn eines neuen Kapitels ist zum Beispiel genug, sonst wirkt die Gestaltung zu überladen. Der Zweck des Initials bestimmt dabei seine Form: Sollen die Initialen schmückend wirken, dürfen sie größer und opulenter ausfallen. Initialen, die rein der Gliederung dienen, werden dagegen kleiner und schlichter gehalten.

Initialen in Adobe InDesign

Adobe InDesign bietet eine praktische Möglichkeit, Initialen in Texte einzufügen. Dazu aktiviert man zunächst das Text-Werkzeug und klickt danach in den Absatz, der ein Initial bekommen soll. Im Absatzbedienfeld oder im Steuerungsbedienfeld wird anschließend im Feld „Initialhöhe (Zeilen)“ die Anzahl der Zeilen für das Initial eingegeben. Dann legt man noch fest, ob das Initial aus einem oder mehreren Zeichen bestehen soll und lässt die Software die Erstellung übernehmen.

 

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