Scharfzeichnen und Weichzeichnen

03.12.2009 09:00:00
Man kennt die Funktionen des Scharf- und Weichzeichnens aus Programmen für die Bearbeitung von Bildern. Doch was genau passiert bei diesen beiden Retuschen mit den Bilddateien?

Zu den beliebtesten Bearbeitungsfunktionen bei Bilddateien zählen der Scharf- und der Weichzeichner. Gerade Adobe Photoshop CS4 bietet hier mittlerweile umfangreiche Möglichkeiten, um das Optimale aus den Bildinformationen herauszuholen. Doch wann kommen die Retuschevarianten am besten zum Einsatz und was passiert dabei genau?

Scharfzeichnen

Quelle: Sandra Küchler

Beim Scharfzeichnen wird der Kontrast an Kanten innerhalb eines Bildes verstärkt. Diese Retusche wird beispielsweise bei Farbflächen, die aneinander stoßen, vorgenommen. Dadurch soll das Bild schärfer wirken. Dennoch kann dieses Scharfzeichnen das Scharfstellen während des Aufnahmevorgangs eines Bildes nicht ersetzen. Deshalb sollte immer darauf geachtet werden, ein „scharfes“ Foto aufzunehmen. In Photoshop wird Scharfzeichnen mit Hilfe eines Filters auf ein Bild angewendet.

Weichzeichnen

Beim Weichzeichnen passiert genau das Gegenteil wie beim Scharfzeichnen: Die Bildschärfe wird dabei gezielt reduziert. Neben verschiedenen Filtern für das Weichzeichnen stellt Adobe Photoshop auch das Weichzeichner-Werkzeug zur Verfügung. Grundsätzlich besteht das Ziel des Weichzeichnens darin, harte Farbübergänge zu mildern.

Scharfzeichnen in Photoshop

Quelle: Sandra Küchler

Über „Filter“ und „Scharfzeichnungsfilter“ stehen in Adobe Photoshop fünf Filter zur Verfügung. Sie bieten allerdings wenige Möglichkeiten, die Schärfung manuell zu steuern. Die besten Ergebnisse werden mit den Filtern „Unscharf Maskieren“ und „Selektiver Scharfzeichner“ erzielt. Mit dem Scharfzeichner-Werkzeug können einzelne Bildpartien geschärft werden. Das Tool arbeitet wie ein Pinsel auf der Bildebene der Datei.

Weichzeichnen in Photoshop

Unter dem Scharfzeichner-Werkzeug findet sich im Menü das entsprechende Äquivalent, das Weichzeichner-Werkzeug. Außerdem gibt es noch den Wischfinger. Des Weiteren stellt die Software elf Filter zum Weichzeichnen bereit. Der „Allrounder“ ist hier der Gaußsche Filter. Ohne weitere Optionen schnell anwenden lassen sich die Filter „Weichzeichnen“, „Stärker Weichzeichnen“ und „Durchschnitt berechnen“.

Bitte beachten!

Quelle: Sandra Küchler

Das digitale Scharfzeichnen kann Bildern keine Details hinzufügen, die bei der Aufnahme nicht vorhanden waren. Das Schärfen sollte bei der Bildbearbeitung am Rechner als letztes erfolgen, da es die Originaldaten verändert. Die Retuschen lassen sich zwar über die Protokoll-Palette rückgängig machen. Wird das Bild jedoch gespeichert, geschlossen und wieder aufgerufen, sind die Originaldaten weg. Wichtig ist auch, dass überschärfte Bilder nicht wieder mit dem Weichzeichner weicher gemacht werden. Stattdessen sollte die letzte Korrektur zurückgenommen werden.

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