Schärfung eines Digitalfotos

31.07.2008 09:00:00
Programme zur Bildbearbeitung holen spielend das Optimale aus Digitalfotos heraus. Doch dabei sollten einige Regeln beachtet werden – zum Beispiel beim Schärfen.

**Schärfen – also das Beseitigen von Unschärfen in Digitalbildern – erfordert mehr als ein paar Werkzeuge in Adobe Photoshop oder einem anderen Programm. Vor dem Arbeitsbeginn sollten Kreative vielmehr überlegen, wie sie die einzelnen Schritte angehen. Auf diese Weise können die schlimmsten Fehler bei der Bearbeitung vermieden werden.
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Woher kommt die Unschärfe?

Am besten ist es natürlich, unscharfe Bilder von Vorneherein beim Fotografieren zu vermeiden. Oft passieren bei der Fokussierung Fehler – zum Beispiel, wenn der Autofokus die falsche Bildstelle scharf gestellt hat. Kleine und günstige Digitalkameras weisen oft zum Bildrand hin eine herstellungsbedingte Unschärfe auf. Dagegen lässt sich nicht viel machen. Bei teureren digitalen Spiegelreflexkameras kann dagegen der optische Bildstabilisator genau das Gegenteil bewirken, wenn er die Bewegung des aufklappenden Spiegels abfangen will. Hier hilft nur eines: den Stabilisator abzuschalten. Ebenfalls abschalten sollte man nach Möglichkeit die automatische Scharfzeichnungsfunktion der Kamera. Sie hat meist keinen anderen Effekt als eine mehr oder weniger starke Weichzeichnung des Bildes.

1. Regel: den Bildursprung beachten
Hat die Technik der Digitalkamera die Unschärfe verursacht – zum Beispiel durch die Weichzeichnung – so ist das ganze Motiv betroffen. Daher kann die Schärfung auch auf das ganze Bild angewendet werden. Des Weiteren kann diese Korrektur auch für mehrere Bilder in Serie ausgeführt werden, da von einer solchen Unschärfe alle Fotos einer Kamera betroffen sind.

2. Regel: den Bildinhalt beachten
Es sollte nicht grundsätzlich alles geschärft werden, was unscharf erscheint. Manche Motive leben von einer gewissen Unschärfe. Wichtig ist das Schärfen bei Bildern mit feinen Details. Hier wirken unscharfe Partien besonders störend. Oft werden verschiedene Schärfegrade eingesetzt, um jeder Bildstelle so gerecht wie möglich zu werden.

3. Regel: die Bildausgabe beachten
Wichtig ist außerdem, den späteren Verwendungszweck des Motivs in die Schärfung mit einzubeziehen. Bilder, die nur am Monitor dargestellt werden, müssen nicht so stark geschärft werden wie Fotos, die in hoher Auflösung und großer Größe gedruckt werden sollen.

Unscharf maskieren in Adobe Photoshop CS3

Zwei Standard-Werkzeuge in Adobe Photoshop CS3 liefern beim Schärfen meist gute Ergebnisse. Eines davon ist „Unscharf Maskieren“, das über „Filter“ und „Scharfzeichnungsfilter“ zu erreichen ist. „Stärke“ regelt die Kontrastverstärkung an den Kanten, „Radius“ die Breite des Effekts. Der Regler „Schwellenwert“ soll das Rauschen verhindern.

Selektiver Scharfzeichner in Adobe Photoshop CS3

Das zweite wichtige Werkzeug in der Bildbearbeitungssoftware heißt „Selektiver Scharfzeichner“. Es ist ebenfalls über den Menüpunkt „Filter“ zu finden. Es gibt zwei Modi: „Einfach“ und „Erweitert“. Unter „Einfach“ kann man wie bei Unscharf Maskieren die Stärke und den Radius auswählen. Außerdem kann der Anwender wählen, welche Unschärfe aus dem Motiv getilgt werden soll. Verwackler können mit „Bewegungsunschärfe“ verbessert werden. Der Modus „Erweitert“ enthält noch die Auswahlen „Tiefen“ und „Lichter“. Dadurch lassen sich Aufhellung und Abdunklung regeln.

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