Römische Ziffern im Layout

06.03.2014 09:00:00
Römische Ziffern liegen im Trend – wie werden sie korrekt verwendet?

Edel und in Stein gemeißelt: Römische Ziffern haben eine lange Historie und gehen auf die Zeit vor Christi Geburt zurück. Aufgrund ihrer majestätischen und klassischen Erscheinung liegen sie mittlerweile wieder im Trend. Im Layout sind sie jedoch ein Fall für sich: Wie setzt man Zahlen ein, die eigentlich Buchstaben sind?

Geschichte

Quelle: Pemba Mpimatji Wikimedia Commons

Quelle: Pemba Mpimatji
(Wikimedia Commons) Das Zahlensystem des römischen Kulturkreises ist ein Besonderes: Es besteht aus sieben Buchstaben, die für Zahlen stehen und anfangs nur addiert wurden. Von den Römern eingesetzt wurde dieses System etwa seit dem fünften Jahrhundert v. Chr. zunächst, um Mengen zu erfassen. Die Buchstaben selbst stammen aus dem westgriechischen Alphabet und werden auch Capitalis scriptura genannt. Seit dem Mittelalter ist auch das Prinzip der Subtraktion gebräuchlich. Kleinere Zahlen die links von größeren stehen, werden von ihnen abgezogen.

Aufbau

Man unterscheidet beim römischen Zahlensystem zwischen Zählzeichen und Nennzeichen. Zählzeichen sind I für 1, V für 5, X für 10 und L für 50. Die Nennzeichen sind C für 100, wobei das C für lateinisch centum, also hundert steht; D für 500, lateinisch dimidius für Hälfte und M für 1.000, lateinisch Mille für tausend. Zu Beginn wurde lediglich ein Additionssystem angewendet, wobei links die größeren Werte standen. 2014 wurde also durch die Kombination MMXIIII wiedergegeben. Seit der Abwandlung im Mittelalter können Zahlen auch abgezogen werden, 2014 wird seither als MMXIV geschrieben.

Regeln

Einer dürfen nur von Fünfern und Zehnern abgezogen werden, Zehner nur von Hunderten und Hunderter nur von Tausendern. Nur eine Zahl, das M, darf beliebig oft benutzt werden. Von allen anderen Zahlen dürfen maximal drei gleiche nacheinander geschrieben werden. Aufgrund der Limitierung und des Fehlens von Buchstaben für höhere Zahlen eignet sich das römische Zahlensystem nicht zum Schreiben von hohen Zahlenwerten. Eine Null gibt es ebenfalls nicht. Römische Zahlen werden allem für Jahreszahlen oder die Nummerierung von Päpsten und Herrschern verwendet sowie aus gestalterischen Gründen eingesetzt.

Layout

Römische Zahlen kann man im Layout wie Buchstaben behandeln. Es empfiehlt sich jedoch, bei Bedarf die Laufweite manuell anzupassen. Bei Namen von Päpsten und Herrschern wird nach der Zahl ein Punkt gesetzt. Wichtig ist jedoch vor allem, dass man die römische Zahl richtig umrechnet. Es gibt verschiedene Tools im Internet, die einem das Rechnen abnehmen oder das erzielte Ergebnis überprüfen. Eins davon ist Roemische-Zahlen.net.

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