Regeln für die Bildkorrektur

31.01.2008 09:00:00
Die meisten Digitalbilder werden heute retuschiert und korrigiert, bevor sie in Dokumenten oder im Web veröffentlicht werden. Dabei ist weniger manchmal mehr.

Hier ein rotes Auge retuschiert, dort eine Falte vertuscht: Bildbearbeitungsprogramme machen es leicht, kleine Fehler oder unerwünschte Bildstellen zu korrigieren. Dabei kann man jedoch auch schnell über das Ziel hinausschießen und Bildverluste verursachen. Deshalb lautet die Devise: Weniger ist oft mehr.

Gezielt korrigieren Bildbearbeitungsprogramme sind eine ständige Versuchung, noch weiter an Bildern zu arbeiten und sie so zu "verschlimmbessern". Werkzeuge wie der Reparaturpinsel in Adobe Photoshop machen es vermeintlich leicht, die Bilder zu optimieren. Dennoch sollte die goldene Regel sein, mit Bedacht und gezielt zu korrigieren. Jede Bearbeitung hinterlässt in einem Pixelbild seine Spuren und kann die Bildqualität nachhaltig verschlechtern, so kann z. B. durch Wiederholungen von Bildteilen und durch Farbunterschiede/Kannten ein allgemein unnatürlicher Eindruck des Bildes entstehen.

Nicht hin- und her korrigieren ')">

Aus diesem Grund empfiehlt es sich, Änderungen nicht nachträglich selbst wieder wegzuretuschieren. Missratene Korrekturen sollten per "Rückgängig"-Funktion getilgt und nicht durch eine erneute Retusche ausgebessert werden. Bei Bildern im Jpeg-Format wird die Bildqualität aufgrund der Kompression bei jedem Abspeichern schlechter.

Zunächst analysieren ')">

Hilfreich ist es, das Bild zunächst zu beurteilen. Wo liegen die größten Defizite, welche Schwächen müssen auf jeden Fall ausgebügelt werden? Es ist wenig effektiv, einfach irgendwo anzufangen. Stattdessen sollte nach der Fehlerursache geforscht werden. Wenn Bildstellen aufgehellt werden sollen, ist also zunächst die Frage: Weshalb sind sie zu dunkel? So lässt sich das Problem leichter lösen. Bei der Bildanalyse leistet das Histogramm gute Dienste. Es bildet die Tonwerte aller im Bild vorkommender Pixel ab. Die "Hügel" des Histogramms sollten idealerweise an den Rändern auslaufen und über die gesamte Breite des Diagramms reichen.

Die größte Korrektur zuerst ')">

Wenn feststeht, welche Mängel an einem Bild behoben werden sollen, sollte zunächst die größte Korrektur ausgeführt werden. Oftmals werden damit auch kleinere Probleme automatisch beseitigt. Erst im Anschluss erfolgt als Feinabstimmung die Retusche von Details. Ein möglicher Ablauf könnte so aussehen: Bild zunächst freistellen, anschließend die Tonwertspreizung regulieren und die Gammakorrektur ausführen. Helligkeit und Kontrast anpassen, danach die Farbkorrektur vornehmen. Kleinere Retuschen und Detailverbesserungen folgen, anschließend kann das Bild noch geschärft werden.

Grenzen erkennen Misslungene Fotos lassen sich meist auch nicht durch eine noch so gute Retusche retten. Schwierige Aufnahmebedingungen oder schlechte Scans können durch Bildbearbeitungsprogramme nicht Wett gemacht werden. Wichtig: Wenn Bildinformationen fehlen, können sie nicht nachträglich "hinzugerechnet" werden. Zu dunkle Tiefen kombiniert mit einem Farbstich und schwachem Kontrast können beispielsweise kaum ausgeglichen werden.

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