Rauschende Stecker

16.05.2013 09:00:00
Warum die Digitalfotografie nicht alle Probleme gelöst hat, die die analoge Fotografie gar nicht hatte.

Früher war alles besser. Da war die Welt noch analog. Aber wer nachts unter Zeitdruck noch die Schwarzweißfilme in der Entwicklungsdose geschüttelt hat, weiß die Vorteile moderner Techniken durchaus zu schätzen. Für nachwachsende Generationen gehört das Licht der Vergrößerungslampe und der Ansatz von Chemikalien gefühlt eher in die Zeit des Zweiten Weltkriegs, dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass die meisten Fotos analog erzeugt wurden. Doch selbst nach der Befreiung vom Chemiekittel glänzt nicht alles gold was pixelig ist. Schließlich hat die Digitalfotografie ihre ganz eigenen spezifischen Probleme.

Doch die Verhältnisse, die sind nicht so

Quelle: Kesberger

Analog hat man sich mit dem Kauf der Kamera auch für ein Seitenverhältnis entschieden. Und das war immer gleich. Zumindest für alle Kleinbildfotografen. 2:3 ist zwar gut geeignet für Landschaften, wirkt im Hochformat bei Portraits jedoch oft etwas handtuchmäßig. Trotzdem hat es sich bis heute gehalten auch digital. Dagegen arbeiten digitale Kompaktkameras meist mit dem Verhältnis 3:4. Und wenn man es doch etwas landschaftlicher mag, dann lassen sich viele Kameras auch auf 16:9 einstellen. Wobei man dann und noch viel mehr bei quadratischen Formaten die Pixel verschenkt, die man teuer bezahlt hat und sie ungenutzt am Rand liegen lässt. Da ist es schlauer, das reale Seitenverhältnis des Sensors einzustellen und den Ausschnitt später selbst erst am Bildschirm festzulegen.

Bilder mit Format

Während viele Bilddienstleister dem Wirrwarr dadurch entgehen, dass sie nur noch die Höhe des Bildes angeben und dann so breit ausbelichten, wie die Daten eben kommen, muss man beim Selberdrucken eben auch selber denken. Drum Augen auf beim Inkjetpapierkauf. A3+ ist beispielsweise näher an 2:3 der Spiegelreflex als DIN A3. Ein paar Hersteller bieten für die Instamatic App-Bildchen aus dem Handy sogar quadratische Formate. Wer größer denkt und mittels Rollenprinter druckt, dem kann das alles egal sein. Zumindest bei Quadraten und Panoramen lohnt sich der Griff zur Rolle bestimmt.

Und ewig rauschen die Wälder


Foto: Sekonic Zumindest wenn man sie mit zu hohen ISO-Werten fotografiert. Ob analog oder digital. Längst haben Digitalkameras Empfindlichkeitswerte erobert, die analog unvorstellbar waren. Heute kann man selbst mit einer Lochblende aus der Hand fotografieren und die Nacht hat ihre fotografischen Schrecken verloren. Aber im Vergleich zumindest zur klassischen Schwarzweißfotografie bleibt dann doch ein spezifisch digitales Problem bestehen: Das Rauschen ist einfach viel hässlicher als ein klassisch akzentuiertes Newton- oder Capa-Korn. Zwar haben das auch die Softwareentwickler längst erkannt und bilden das analoge Korn auf Wunsch digital nach, aber das funktioniert nur, solange das reale Rauschen noch nicht so groß ist, dass es die Szenerie beherrscht.

Stecker raus

Rauschen entsteht durch wenig Licht, aber ganz ohne Licht entsteht kein Foto. Das gilt für Film und Sensor. Beim Strom sieht das schon anders aus. Ein digitales Bild braucht Strom, ein analoges nicht. Zwar fotografiert es sich auch mit Kleinbildpatronen bequemer, wenn Belichtungsmesser und Kamera mit Strom versorgt werden, aber nötig ist er nicht. Der Selenbelichtungsmesser sorgt für die korrekte Einstellung und der mechanische Verschluss surrt auch ohne Batterie. Aber für alle, die nach dem Fall der Mauer geboren wurden, ist es wohl eine reichlich absurde Vorstellung, dass es ein Leben ohne Ladegeräte geben könnte. Zumindest diese Energiewende ist also geschafft. Notfalls lädt ein Solarmodul eben den Akku wieder auf.

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