Raster im Layout

01.07.2010 09:00:00
Achsen bringen die Gestaltung auf Kurs

Gestaltungsraster sind mehr als eine Pflichtübung im Layout. Die Linien und Achsen unterteilen die Seiten und leiten den Blick des Betrachters. Anhand der Raster lassen sich die Layouts aufräumen, aber auch gewolltes Chaos lässt sich erzeugen. Die Achsen können auch dazu dienen, kreative Spielplätze zu eröffnen.

Alles findet seinen Platz

Überschriften, Texte, Bilder, Bildunterschriften, Grafiken, Logos, Flächen, Zitate, Seitenzahlen: Die verschiedensten Elemente suchen im Layout ihren Platz. Da hilft es, als allererstes ein Gestaltungsraster zu platzieren. Es schafft eine erste Ordnung, der die anderen Objekte folgen können. Am Gestaltungsraster ausgerichtet lassen sich die Elemente auch verschieben und neu formieren, ohne dass eine Struktur verloren geht. Ein Layout, das sich an einem Raster orientiert, vermittelt von Beginn an ein gewisses Maß an Stabilität und damit Professionalität.

Raster aufbauen

Linien, Linien, Linien: Das ist es, woraus ein Raster besteht. Man kann nun einfach ein Gitter über das Layout legen – oder sich an den unterzubringenden Elementen orientieren. Will heißen: Vertikale Linien orientieren sich in der Regel an der Breite der Textspalten. Eine halbe Textspaltenbreite lässt sich als Rasterzelle definieren, die sich in der Höhe an einer bestimmten Zahl von Textspalten orientiert – schon hat man ein eigenes, maßgeschneidertes Raster aufgebaut.

Ausnahmen bestätigen die Regel

Kein Raster ist so starr, dass es sich nicht an der ein oder anderen Stelle aufbrechen lässt. Durchbricht beispielsweise ein markantes Bildmotiv das Raster und folgt eigenen Gesetzen, so zieht es automatisch die Blicke auf sich – die Aufmerksamkeit wird zusätzlich verstärkt. Wie immer im Layout sollte weniger jedoch mehr sein. Das Ausbrechen aus dem Raster muss die Ausnahme bleiben, sonst geht die Wirkung des Rasters verloren und die Gestaltung wirkt unübersichtlich und unstrukturiert. Wichtig ist auch, dass der Textfluss durch solche Ausnahmen nicht gefährdet wird.

Auf Achse

Zusätzlich zum Gestaltungsraster können gedachte Achsen einem Layout, sowohl im Web, als auch gedruckt, Halt geben. Dabei handelt es sich um Linien, an denen sich immer wieder die Gestaltungselemente treffen. Neben waagrechten oder senkrechten Achsen lässt es sich auch mit diagonalen arbeiten. Sie sollten jedoch ebenfalls eher sparsam eingesetzt werden, da sie mit den Sehgewohnheiten brechen und dadurch Störungen auslösen können. Harmonischer ist es, wie gewohnt auf horizontale und vertikale Achsen zu setzen.

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