Plakate gestalten

22.08.2005 09:00:00
Bei Plakaten ist es wichtig, Farbe, Text und Botschaft in Einklang miteinander zu bekommen, wobei oft gilt "weniger ist mehr". Doch woraus besteht das Wenige? ...

Ein Plakat muss ins Auge springen, die Bilder sprechen für sich und Worte ergänzen die Botschaft. Doch Plakat ist nicht gleich Plakat und so ist es schon bei der Gestaltung wichtig, auf die Grundregeln zu achten, welche ein Plakat erst zu dem machen, was es ist: Besondere Information im grauen Straßeneinerlei. Deshalb ist die Farbgestaltung und das Motiv zunächst das ins Auge springende, wohingegen der Text eher zweitrangig für den Betrachter ist. Dieser muss den Leser entweder führen oder gerade bewusst irritieren. Und meist gilt: Weniger ist mehr.

Geschichte des Plakats

Die Geschichte des Plakats begann wahrscheinlich bereits im Altertum, als man zur Anpreisung von Waren und zur Bekanntmachung öffentlicher Aufrufe Anschläge an Hauswände anbrachte. Erst aber durch die Erfindung des Buchdrucks und damit die Möglichkeit der Vervielfältigung im Jahr 1440 begann der Durchbruch des Plakats, das zu dieser Zeit und noch lange darüber hinaus hauptsächlich von Schrift dominiert wurde. Mit der Erfindung der Lithographie Ende des 18. Jahrhunderts und der Weiterentwicklung dieser Technologie im 19. Jahrhundert waren neue künstlerische Gestaltungsmöglichkeiten gegeben. Mit den Plakaten des Parisers Henri de Toulouse-Lautrec entstand schließlich die moderne Plakatkunst, bei der Kunst durch Plakate auf die Straße gebracht wurde. Damals noch in wilder Plakatierung, gegen die bereits Anfang des 19. Jahrhunderts von Behörden der Kampf angesagt wurde. Mit der Erfindung des Ernst Litfaß und seiner Litfaßsäule im Jahr 1855 konnte man dieser jedoch weitestgehend Herr werden.

Das Plakat als Botschafter

Bis heute sollen Plakate informieren und Werbebotschaften prägnant vermitteln, egal ob es darin um ein neues Produkt oder eine Veranstaltung geht. Dazu haben Plakate alle Möglichkeiten, denn neuesten Erhebungen zufolge genießen Plakate in der Bevölkerung ein äusserst positives Image. Sie werden am stärksten im Vergleich zu allen anderen Medien betrachtet, stören den Betrachter aber nicht dabei. Denn sie wirken - sofern sie gut gemacht sind - schnell und erzielen hierdurch rasch und vor allem nachhaltig ihre Werbewirkung. Raffiniert gestaltet finden sie ihre Zielgruppe exakt und wecken die gewünschten Emotionen durch ihre Großflächigkeit. Plakate machen also noch immer den Plakatierenden bekannt und sind somit Botschafter und Informant in einem. Neben der Qualität des Standorts und den Wetterverhältnissen ist zur Vermittlung dieser Botschaft die gute Gestaltung ein wichtiger Faktor.

Gut gestaltet kommt an: Farbe

Denn ein Plakat muss auffallen, egal ob man es bei Nacht, am Tag, bei Hitze, Sturm oder Regen zu sehen bekommt. Ein Plakat muss darüberhinaus aber auch immer schnell verstanden werden können, da man es ansonsten in der Hektik und Flüchtigkeit unserer Zeit nicht mehr wahrnehmen würde. Ein Blick sollte genügen, um die Aufmerksamkeit zu erregen oder - bestenfalls - die gesamte Werbebotschaft zu vermitteln. Hierzu ist es wichtig, Bilder und Farben als vorrangiges Kommunikationsmittel auszuwählen und das Plakat so einfach und übersichtlich wie möglich zu gestalten. Die Farbauswahl ist dabei Signal und Schmuck zugleich und sollte eine gewisse Anziehungskraft ausüben. Egal ob man sich für den Buntkontrast, einen Helligkeitskontrast oder einen Kalt-Warm-Kontrast entscheidet, wichtig ist immer, dass das Auge des Betrachters direkt auf die Plakatierung gelenkt wird - und das auch bei einer Fahrtgeschwindigkeit von 50 km/h. Bilder sind hierzu besonders geeignet, da sie sich unmittelbar mitteilen und spontan registriert werden.

Schrift als Botschafter

Da Bilder schneller aufgenommen werden können als Schrift, ist die semantische Verkürzung der Botschaft in Bilder und Diagramme ein ebenso wichtiges Gestaltungsmittel des Plakats. Denn Lesen ist anstrengend und kann bei längeren Textpassagen nicht "im Vorbeigehen" geschehen. Text auf Plakaten sollte deshalb möglichst kurz und einprägsam sein. Er kann und darf aber auch irritieren, so dass man sich als Betrachter fragend den Inhalt einprägt. Slogans, auf das Wesentliche verkürzt, sind hierzu besonders geeignet. Doch sollte die Schrift immer den 1972 von Ruedi Rüeggens aufgestellten Plakatgesetzen folgen, nach denen sich die maximale Lesedistanz in Meter aus der Versalhöhe in mm geteilt durch zwei ergibt. Bei einer Versalhöhe von 100 mm ist die Schrift demnach maximal bis zu 50 m gut lesbar, eine Versalhöhe von 20 mm hingegen ist nur bis zur Distanz von 10 m zu entziffern. Nach diesem Gesetz kann die Buchstabenhöhe des Slogans nach dem Abstand des Betrachters gewählt werden, den der Gestalter in sein Layout mit einbeziehen muss. Untertexte hingegen sollten - je nach Plakatziel und -Ort - noch in einem Abstand von 10 bis einem Meter gut zu lesen sein müssen.

Äussere Umstände beachten

Wichtig bei Plakaten ist auch, dass man die äusseren Umstände des Werbeträgers beachtet. So sollten Plakate mit wei&szliverblasst vor der bunten Üppigkeit der Natur. Wird das Plakat an einem ruhigeren Ort wie einem S-Bahnhof, an dem man mitunter verweilt, aufgehängt, können ruhigere Farben zum Einsatz kommen. Demgegenüber verlangt ein unruhiges Umfeld auch einen starken Kontrast, sowohl was die Farben, als auch was die Schrift betrifft. Hier sollten auch runde, offene Schriften zum Einsatz kommen, die schnell und leicht lesbar sind. Immer gilt jedoch, dass man Text nicht zu nah an den Rand des Plakates kommen lässt.

Plakatgrößen

Natürlich ist für die Werbewirksamkeit auch das Endformat des Plakats entscheidend. Vitrinenplakate (City-Light-Poster) sorgen durch die Beleuchtung und Verglasung für eine große Aufmerksamkeit. Sie werden meist in der Größe 175 x 118,5 cm angelegt. Demgegenüber stehen Großflächen, die bis auf das Format 356 x 252 cm gehen und damit 18 DIN-A1 Bogen aufnehmen können. Man spricht deshalb auch vom 18-Bogenplakat, das natürlich auf Grund seiner Größe eine enorme Wirkung besitzt und auch von großen Entfernungen noch wahrgenommen werden kann. Eine weitere Form des Großflächenplakats ist vor allem in Großstädten das City-Light-Board, das hinter Glas und durchleuchtet besonders viel Aufmerksamkeit erzielt. Für kleinere Formate eignen sich Säulen und Tafeln. Die Litfaßsäule ist mit einer Höhe von 360 cm und einem Umfang von 380 cm hierbei besonders beliebt und häufig anzutreffen. Darauf finden in Deutschland nach DIN 683 genormte Plakate Platz, deren Grundformat DIN A1 ist (594 x 841 mm). Insgesamt acht derartige Bögen (8/1-Bogen, 1,10 m x 3,36 m) sind das größte Format einer Litfaßsäule, das geklebt werden kann. Am häufigsten findet jedoch das 6/1-Plakat Verwendung. Die einzelnen Bögen überlappen sich für die Nassklebung an der Säule ebenso wie an der Großfläche um jeweils 15 mm am rechten Rand und der Unterkante.

Plakate bei LASERLINE

Haben Sie alle Gestaltungsregeln für Plakate beachtet, sollten Sie bei der Produktion auf das richtige Material achten. Bei Verwendung im Außenbereich ist witterungsbeständiges Papier wichtig. Bei LASERLINE erhalten Sie im Offsetdruck produzierte Plakate ab 100 Stück in unterschiedlichen Formaten. Unsere Plakate erhalten Sie als Topseller/Special zu festgelegten Terminen und günstigen Konditionen oder im Individual-Druck. 

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