Photokina 2 – die Kameras

29.09.2016 09:00:00
Kameraneuheiten sind auch auf der Photokina das Salz in der Fotosuppe. Wir haben die vier spannendsten dieses Jahr ganz subjektiv ausgewählt.

In Verbrauchermagazine und die Tagesschau kommt man mit noch mehr Pixeln und noch schärferen Objektiven kaum. Und das Foto macht bekanntlich der Fotograf und nicht die Kamera. Und doch können Fotofreunde und – deutlich seltener – Fotofreundinnen über nichts so leidenschaftlich diskutieren, wie über neue Kameramodelle. Wär' ja auch zu schade, wenn man Auge in Auge mit dem Kolibri plötzlich nur die Großformatkamera auf dem Stativ dabei hat. Es muss ja für jede Situation das richtige Gerät geben. Zeit, sich mit den spannendsten Kameraneuheiten der Photokina 2016 zu beschäftigen.

Fuji GFX 50S

Bei dpreview.com wurde die Fuji GFX mit großem Abstand zur wichtigsten Neuheit der Photokina gewählt. Jetzt muss sie nur noch auf den Markt kommen.
Quelle: Fuji
Anfang 2017 wird Fuji ins Mittelformat einsteigen. Was so nicht ganz richtig ist. Schließlich war Fuji zu analogen Zeiten jahrzehntelang ein renommierter Mittelformatanbieter – da reicht ein kurzer Check bei eBay – und fertigt nach wie Spiegelreflexkameras und -objektive für Hasselblad. Doch die GFX spinnt eher die Konzepte der hauseigenen APS-C Kameras nach. 50 Megapixel liefert der 33x44 mm große Sensor, dessen Fuji-Eigenanteil am Sony-Baukasten wohl vor allem an der bewährten und speziellen Farbfilterstruktur besteht. Auf dem Sektor der günstigen – wobei günstig hier für ein Kameraset steht, dass gerade noch vierstellig bezahlt werden will – Mittelformatkameras ist Fuji zwar Neueinsteiger, doch gerade das gleich mit vorgestellte Objektivprogramm macht Hoffnung, dass der Systemgedanke hier noch intensiver als bei der Konkurrenz gelebt wird. Während das Gehäuse kaum größer als eine Kleinbild-Spiegelreflex mit Batteriehandgriff ist, sorgen die Objektive dafür, das man richtig was in der Hand hält. 50 Megapixel wollen erarbeitet werden.

Canon EOS M5

Schick mit Leder. Bei Canon werden die Spiegellosen langsam erwachsen.
Quelle: Canon
Canon verdient zwar immer weniger, aber scheinbar immer noch genug Geld auf dem Spiegelreflexsektor, um sich gerade nicht mit Verve ins Getümmel bei den Spiegellosen zu stürzen. Dabei ist ein kleiner Adapter unter Beibehaltung der Autofokusfunktionen für das meistverkaufte Objektivsystem der Welt, vermutlich Argument genug für viele Canon-Anwender. Da reicht es dann wohl, wenn die neue M5 in vielen Punkten zur Konkurrenz nur aufschließt. Endlich gibt es einen ordentlichen elektronischen Sucher, einen eingebauten Bildstabilisator, 24 Megapixel sowieso und den bei den DSLRs im LiveView schon bewährten Dual-Pixel-AF. Jetzt fehlen nur noch ein paar Objektive und der Mut, auch einmal wieder Features zu zeigen, die es anderswo noch nicht gibt.

Olympus E-M1 II

Die neue E-M1 II steht gleich für zwei Trends der Photokina 2016: für die vielen Kameras, die gar nicht ganz fertig geworden sind und nur als nicht testbereiter Appetizer vorgestellt werden. Und sie steht für die vielen Modelle, die gerade im Micro-Four-Thirds-System präsentiert wurden. Die Olympus Pen E-PL8 und die Panasonic G81 sind kleine Modellpflegeschritte, mit der YI-M1 kam gleich ein ganz neuer günstigst-Hersteller an den Start und die Ankündigungen und Andeutungen für die M1 II und die Panasonic GHJ-5 sollen gar die Grenzen des Systems weiter verschieben. Die GH-5 übernimmt diesen Part wie ihre Vorgänger auf dem Videosektor mit 4k/60p-Video und quasi nebenbei noch 6K-Photo. Da läppert sich etwas datenmäßig zusammen. Auch bei der neuen Flagschiff-Olympus, die mit ihren HighSpeed-Rekorden klassische Spiegelreflexsysteme auf dem Sportplatz überholen will. Als Bildbeispiel darf wieder mal der Kolibri herhalten, so wie damals in den 1980ern, als Nikon die 1/4000s erstmal nutzte.

Hasselbad V1D

Nur eine Studie, aber hoffentlich einmal Realität: Hasselblad wird wieder quadratisch.
Quelle: Hasselblad
Sie ist nur eine Studie, aber sie gibt Hoffnung für eine Zukunft im Zeichen der Tradition. Hasselblad ist mit dem 6x6-Format bis auf den Mond gekommen, aber ein ähnlich großer quadratischer Sensor schien bis jetzt Wunschdenken. Jetzt auch noch, wenn auch viel konkreter. Passend zum 75 Megapixel-Sensor tummelt sich das LiveView-Bild – wahlweise! – auch da wo früher der Lichtschachtsucher auf die Mattscheibe blickte. Oben! Und der Blick auf die Welt verschiebt sich. Der Fotograf geht in Demutshaltung wie in den 1920er-Jahren mit der Rolleiflex und doch ist der Fortschritt nicht aufzuhalten: Zum ersten Mal ist die Welt nicht mehr seitenverkehrt im Lichtschacht. Wenn sie jetzt noch bezahlbar ist, dann kann sie auch auf der Erde überzeugen ohne vorher zum Mond zu fliegen.

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