Photokina 1 – die Trends

29.09.2016 09:00:00
Die größte Fotomesse der Welt hat ihre Tore wieder geschlossen. Gehen wir auf die Suche nach den großen Imaging-Trends für die nächsten zwei Jahre.

Alles außer iPhone. Eine Fotomesse ist keine Telefonmesse, auch wenn die meisten ihr Smartphone nur noch in Ausnahmefällen zum Telefonieren benutzen. Auch die Fotoindustrie schaut gebannt nach Cupertino und versucht derweil gerade die fotografischen Erlebnisse dem Verbraucher schmackhaft zu machen, die einem Handy verschlossen bleiben. Das sind einerseits optische Höchstleistungen und andererseits Bilder direkt zum Anfassen. Und Drohnen? Gehen natürlich auch immer.

Nicht nur Retro: das Sofortbild

Sofortbild macht offensichtlich Spaß. Fast allen.
Quelle: Koelnmesse / Andreas Hagedorn
Wenn allein Fuji im Jahr über 5 Millionen Sofortbildkameras verkauft, dann ist das mit der Freude am Retro-Look nur unzureichend erklärt. Das Unikat erfährt im Facebook-Zeitalter eine ganz besondere Wertschätzung, das Foto zum Anfassen erst recht. Da wundert es kaum, wenn der Trend weiter geht. Leica zeigt mit der „Sofort“ seine erste Instant-Kamera, auch wenn sich unter dem Plastikkleid nur Fuji-Technik verbirgt. Die Japaner sind zwar Marktführer, gucken aber gern bei der innovativen Ideenschmiede Impossible nach neuen Kopiervorlagen. Dort hat man Filme für gebrauchte Polaroidkameras erst wieder möglich gemacht und mit der I-1 mittlerweile sogar eine eigene Kamera auf den Markt gebracht, was denn den Boom weiter schön am Laufen hält. Da hilft ein Schwarzweißfilm und bald schon ein quadratisches Format, damit Fuji Instax-Fotos endlich so aussehen wie Polaroids. Fast zumindest. Aber Unikate sind eben von Haus aus einzig.

Mehr, mehr, mehr: das Mittelformat

Mittelformat mag größere Kameras haben, doch dafür gibt es für Kleinbild die größeren Objektive.
Quelle: Koelnmesse / Oliver Wachenfeld
Wenn das iPhone immer schärfer wird, dann muss eine ernsthafte Kamera eben noch viel schärfer werden. Der Kleinbildsektor ist mit 50 Megapixeln langsam ausgereizt, da bleibt nur mehr Format für mehr Schärfe. Das hat analog schließlich auch schon funktioniert. Lange war das ein kleiner Markt, in dem nur zwei DSLR-Systeme von Phase One und Hasselblad sich tummelten und Pentax und Leica etwas wildern durften, von den HighEnd-Systemen verstellbarer Kameras mal abgesehen. Doch nun ziehen die spiegellosen Systemkameras auch in diesem Segment ein. Hasselblad hat mit der X1D angefangen, jetzt zieht Fuji mit einem zum Start schon recht schlagkräftigen System nach. Ohne Spiegel müssen solche Kameras kaum größer als eine klassische Nikon D5 sein. Größe ist durch nichts zu setzen. Aber bitte nur beim Sensor.

Sitzt, passt, wackelt nicht: das Zubehör

Da streift man über die Messe, sucht die neusten Kameras und bleibt dann plötzlich in einer Menschentraube hängen und kommt nicht weiter. Doch nicht etwa, weil eine Highspeed-DSLR mit viel nackter Haut zum Probeshooting beworben wird, sondern wegen ein paar Stativen und Taschen. Zubehörhersteller wie Manfrotto können sich vor Andrang kaum retten. Es spricht sich langsam rum, dass der Videoschwenk ohne Videostativ oft etwas anstrengend für den Betrachter ist. Außerdem wird eine schicke Ledertasche heute durchaus einige Kameragenerationen ihres Besitzers mit herumgetragen. Wieso überhaupt nur eine?

GoPro goes

Sag mir, wie die Drohne fliegt.
Quelle: Koelnmesse / Harald Fleissner
Angesichts der Vorberichterstattung durfte man fast das Gefühl haben, dass ein Photokinabesuch ohne Drohnenschutzhelm einfach nur leichtsinnig ist. Dem war nicht so. Die Teile schwebten meist hinter einem Schutznetz. Doch dafür haben die Actioncam-Pioniere von Gopro gerade noch rechtzeitig erkannt, dass fliegen einfach schöner ist, vor allem wenn man als Hersteller mit verdient und selbst die Drohne anbietet. Und wenn sie denn mal abstürzt, dann ruhig auch über dem Wasser, denn die neue Hero5 kann auch ohne Zusatzgehäuse 10 m tief tauchen. Nur, dass die Messe selbst gleich eine ganze Halle zum Ausprobieren als Action-Space anbot, wurde dann doch nicht ganz so eifrig angenommen. Der Schutzhelm kann wohl auch in zwei Jahren bei der nächsten Photokina zu Hause bleiben.

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