PDF-Drucker einrichten

22.03.2010 09:00:00
Wie man Dateien mit Hilfe des PostScript-Formats und eines neutralen PostScript Druckers einfach drucken kann und dadurch saubere und druckfähige PDF-Dateien erhält, erklärt LASERLINE in diesem Fachartikel.

In der Publishing-Branche sind PDF-Dokumente für den einfachen Datenaustausch inzwischen Standard. Der sicherste Weg zur druckfähigen PDF-Datei führt aber immer noch über die Erstellung einer PostScript-Datei. Sie kann aus jedem Programm über das Druckmenü erstellt werden, vorausgesetzt, der passende Druckertreiber ist installiert. Bei LASERLINE lässt sich eine neutrale Druckerbeschreibung zur Erzeugung von Postscript-Dateien kostenlos herunterladen. Einmal installiert, kann man damit problemlos ein PS-Dokument und hieraus wiederum eine PDF-Datei erstellen.

Das plattformübergreifende Austauschformat PDF (=Portable Document Format), das 1993 von Adobe auf den Markt gebracht wurde, arbeitet unabhängig von Betriebssystemen. Dadurch eignet es sich hervorragend für Druckvorlagen. PDF-Dateien enthalten alle Informationen, die für den Druck nötig sind, darunter hochaufgelöste Bilder und eingebettete Schriften. Die Daten sind komprimiert und dadurch verhältnismäßig klein. Entscheidend ist jedoch die korrekte Erstellung eines PDF-Dokuments: Die Export-Funktion, die in vielen Programmen enthalten ist, liefert meist keine befriedigenden Ergebnisse im Druck. Daher wird der Umweg über PostScript und das Einrichten eines "PDF-Druckers" – eigentlich eines "PostScript-Druckers" – notwendig. Die notwendigen Schritte hierzu sind schnell durchgeführt.

PDF-Erstellung: Adobe Acrobat

Mit der Acrobat-Softwarefamilie von Adobe lässt sich aus einer PostScript-Datei ein sauberes PDF erstellen. Aktuell bietet der Hersteller die Version Adobe Acrobat 8 an. Die Produktlinie besteht aus den Varianten Reader, Elements, Standard, Professional und 3D. Mit dem Acrobat Reader lassen sich Dokumente nur anzeigen, durchsuchen und ausdrucken. Die meisten für die Druckbranche relevanten Funktionen bietet die Version Professional, mit der sich PDF-Dateien auch umfangreich kommentieren lassen. Die Vollversion kostet rund 670 Euro. Adobe Acrobat Professional ist auch in der aktuellen Creative Suite 2.3 Premium enthalten, die etwa 2.140 Euro kostet und zusätzlich die Programme Photoshop, Illustrator, InDesign und GoLive bündelt. Eine Sonderstellung nimmt Adobe Acrobat 3D ein, das aus 3D-Konstruktionsprogrammen PDF-Dateien erzeugen kann.

Druckertreiber herunterladen

Um eine PostScript-Datei zu erzeugen, braucht man zunächst einen neutralen Druckertreiber, der die Ausgangs-PS-Datei erzeugt. Der hierzu besonders geeignete Druckertreiber "AdobePS" wird mit Adobe Acrobat bereits mitgeliefert. Ist Acrobat installiert, wird der Treiber unter Mac OS X und Windows automatisch als "AdobePDF" (Mac) oder "AcrobatDistiller" (Windows) im Druckermenü angeboten. Verwendet man Acrobat hingegen nicht, oder hat Mac OS bis Version 9 im Einsatz, ist die Druckerinstallationsdatei bei Adobe direkt und kostenlos erhältlich. Die dazugeghörige neutrale Druckerbeschreibung für Windows und Mac erhält man kostenlos bei LASERLINE.

1. Druckerinstallation unter Mac OS 9

Unter Mac OS 9 muss die PPD-Datei (PostScript Printer Description = PostScript Druckerbeschreibung) zunächst in den Systemordner gespeichert werden. Danach kann unter dem Apfel-Menü bei "Auswahl" der Treiber "AdobePS" ausgewählt werden. Im rechten Fenster der "Auswahl" muss kein Drucker angewählt sein und das Menü "Einrichten..." kann, muss aber nicht konfiguriert werden. Anschließend "Auswahl" beenden. Im jeweiligen Anwendungsprogramm kann nun beim Druckbefehl als Drucker "Virtual Printer" und die PPD "Acrobat Distiller" ausgewählt werden. Diese befindet sich unter "... Acrobat 4.0 : Distiller : XTras : Acrobat Distiller."

2. Druckerinstallation unter Windows

Für Windows findet man bei Adobe den Adobe Universal PostScript Windows Treiber, bei dessen Installation man sich statt für den angebotenen "Generic Printer" für die neutrale, bei LASERLINE erhältliche Datei entscheiden kann. Er eignet sich für alle Windows-Systeme (95 / 98 / 2000 / ME / NT / XP) und nur mit ihm lässt sich ein benutzerdefiniertes Seitenformat einrichten. Das ist wichtig, um später den Beschnitt zu definieren. Falls es Probleme mit der Installation gibt, sollte man die Standard-Installation mit dem neuesten Adobe-PostScript-Druckertreiber für das jeweilige System nutzen. Mit der .EXE-Datei von Adobe lässt sich die Installationsroutine für den Adobe PostScript Driver aufrufen. Folgen Sie dabei den Anweisungen des Installationsprogramms. Wenn ein "lokaler Drucker" eingerichtet werden soll, ist "FILE: Lokaler Anschluss" anzuwählen. Bei der Auswahl des Druckermodells gehen Sie nun auf "Durchsuchen" und wählen Sie die bei LASERLINE zuvor herunter geladene Druckerbeschreibung aus. So können Sie automatisch eine Postscript-Datei beim Druckbefehl erzeugen. Bei den Standardeinstellungen des Druckers sollten unter "Erweitert" folgende Einstellungen, sofern möglich, getätigt werden: "Druckqualität 2.400 dpi", "TrueType-Schriftart: Als Softfont in den Drucker laden". Bitte verwenden Sie keine Standarddrucker, sondern wählen Sie über "Durchsuchen" den herunter geladenen Drucker "Acrobat Distiller" aus! Nach dem Installieren steht der Drucker zum Erstellen von PostScript-Dateien in allen Programmen zur Verfügung.

PostScript-Datei erstellen

Nun lässt sich die PostScript-Datei als Grundlage des PDF-Dokuments erstellen. Dazu nutzt man den Drucker "AdobePS" wie einen tatsächlich existierenden Drucker und leitet hierdurch die Druckausgabe in eine Datei um. Im jeweiligen Druckmenü des Programms ist hierzu die Option "in Datei drucken", "als Datei sichern" oder "Ausgabe: Datei" auszuwählen.

Über die genauen programmspezifischen Einstellungen zur Erstellung einer PostScript-Datei erhalten Sie Auskunft in der als PDF bei LASERLINE herunterladbaren Broschüre "Read me first!" auf den Seiten 16 bis 22. Hier wird auf die Programme QuarkXPress 6, InDesign CS, Pagemaker 7, FreehandMX, CorelDraw 12 und Illustrator CS eingegangen.

Acrobat Distiller konfigurieren

Um die so erstellte PostScript-Datei mithilfe des Acrobat Distillers in ein PDF-Dokument umzuwandeln, muss nun noch der Acrobat Distiller konfiguriert werden. Die aktuellen Joboptions für den Acrobat Distiller sind bei LASERLINE herunterzuladen. Um sie zu installieren, muss zunächst der Distiller gestartet werden. Unter "Voreinstellungen" sind die Option "PDF-Einstellungen hinzufügen" auszuwählen und die LASERLINE-Joboptions zu aktivieren. Dadurch werden alle relevanten Einstellungen sofort übernommen. Löschen Sie außerdem im Distiller unter "Voreinstellungen" "Schriftordner" alle Pfade bis auf den Pfad, der auf die Schriften im Acrobat Fontordner im Programmordner verweist. Wenn Sie den Distiller der Version 5 verwenden, sollten Sie eventuell noch auf die Schriften von Distiller 4 zurückgreifen und sie in Version 5 ersetzen. Diese Schriften finden Sie im Programmordner unter "Resource", Ordner "Font". Aktualisieren Sie dann den Pfad im Distiller unter "Voreinstellungen", "Schriftordner". Nun erstellen Sie die PostScript-Datei.

PDF-Datei erzeugen

Um aus soeben erstellten PostScript- eine PDF-Datei zu erzeugen, bewegen Sie die PostScript-Datei per Drag & Drop auf den Distiller oder verwenden Sie dessen Menü "Öffnen". Auf einem Windows-PC erstellte Dokumente mit der Endung ".prn" müssen eventuell in ".ps" umbenannt werden, damit Distiller ein PDF erzeugen kann. Im Anschluss können Sie die erzeugte PDF-Datei überprüfen.

 

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