PC-Typografie – eine gefährliche Verlockung

16.11.2017 09:00:00
Das Arbeiten am Rechner hat uns faul gemacht. Ein Klick auf F, K oder U – und die Buchstaben erscheinen fett, schräg oder unterstrichen. Um Textpassagen gekonnt hervorzuheben, braucht man jedoch mehr.

Es ist verführerisch, einfach nur auf ein K drücken zu müssen und damit in wenigen Millisekunden eine gerade Schrift zu einer kursiven zu machen. Jedoch ist nicht überall kursiv drin, wo kursiv draufsteht. Ist der richtige Schriftschnitt nicht hinterlegt, neigen sich die Buchstaben durch den Klick aufs K nur um wenige Grad nach rechts.

Eine Rechenleistung, nicht die eines Schriftgestalters. Denn der entwickelt jeden Schnitt genauso wie die Grundschrift, damit die Schnitte einer Familie zueinanderpassen und ein harmonisches Bild ergeben. Ähnlich sieht es mit dem F aus, das idealerweise zu einem echten Bold-Schnitt führt, dies aber nicht automatisch leistet.

Weniger ist mehr

Ein Blick in umfangreiche Schriftfamilien lohnt sich: Sie liefern mehrere Schnitte für die Stärke, Lage und Breite von Schriften. Daraus ergeben sich zahlreiche Spielmöglichkeiten, um einzelne Worte oder auch Überschriften vom restlichen Text abzuheben.

Allerdings sollte man nur wenige Schnitte miteinander kombinieren, weil zu viele Varianten das Lesen erschweren. Gleiches gilt für die Kombination verschiedener Schriften. Oft genügen zwei.

Print versus online

Ein Klick auf F, K oder U – und der Buchstabe erscheint fett, kursiv oder unterstrichen. Manchmal reicht das aber nicht.
Mit dem Internet haben sich neue technische Anforderungen an Schriften und andere Lesegewohnheiten ergeben. Das betrifft zum Beispiel die Kursive, die sich im Print sehr gut, digital aber schwer lesen lässt.

Gefettete Worte eignen sich wiederum gut, um den Onlineleser durch einen Text zu führen und ihn auf Schwerpunkte aufmerksam zu machen. Gedruckt ist das weniger üblich.

Und das Unterstreichen wirkt im Print eher plump; es erinnert an Steuerbescheide, in denen Fristen hervorgehoben sind. Online kennzeichnet der Strich immer noch oft, dass eine Passage verlinkt ist.

Regeln dürfen gebrochen werden

Kurze wie lange Texte müssen sich in erster Linie gut lesen lassen. Es geht aber auch um das optische Auffallen und Gefallen – vor allem bei Druckerzeugnissen wie Visitenkarten, Plakaten oder Broschüren.

Deswegen ist keine Regel unumstößlich: Man darf sich immer wieder fragen, wann eine Bold-Schrift oder eine Kursive die beste Aufmerksamkeit erzielt. Dennoch lohnt es sich, Regeln zu kennen, um sie in Ausnahmefällen bewusst zu brechen – wenn es sinnvoll ist.

 

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