Panoramafotografie Teil I das Prinzip

03.01.2013 09:00:00
Wenn aus vielen Einzelbildern die große Weite entsteht.

Es gibt durchaus Bereiche, da geht man gern in die Breite. Schließlich liegen unsere Augen nebeneinander und nicht übereinander. Zu den spannendsten Themen, die mit der Digitaltechnik neu aufgekommen sind, gehört die Panoramafotografie mittels zusammengestitchter Einzelbilder. Das ist oft ganz einfach und manchmal höllisch schwer. Dementsprechend wollen wir uns der Thematik auch in einer dreiteiligen Artikelserie widmen. Im ersten Teil geht es ums Ganze, nämlich ums Prinzip.

Gleich und scharf

Quelle: Kesberger

Der grundsätzliche Ansatz ist durchaus mit dem Auge verwandt. Die gar nicht so weiten und breiten Einzelbilder werden zu einem Bildeindruck vom Gehirn zusammengerechnet, der uns möglichst viel von unserer Umwelt erfassen lässt. Das war früher praktisch bei der Flucht vorm Mammut und hilft heute der Werbeindustrie. Allerdings ist unser Rechner hinter der Stirn deutlich anpassungsfähiger als die derzeit vorhandenen Softwarelösungen. Daher sollten für ein perfektes Panorama die Einzelbilder tunlichst mit identischer Brennweite, Weißabgleichseinstellung, Fokussierung und Belichtung aufgenommen worden sein.

Einzeln und überlappt

Quelle: Kesberger

Um sie von der Software zuordnen zu können, sollten die Einzelbilder um mindestens 20 %, besser 30 % überlappen. Was der Computer dann aus diesem Rechenexempel macht, können Sie bei hochwertigen Programmen frei wählen. Mehr zur Software gibt es später im dritten Teil zu lesen. Die Aufgabe ist übrigens weder eine leichte noch eine neue. Schon unsere Vorfahren standen vor dem Problem aus der dreidimensionalen Welt eine Landkarte zu machen. Oder anders gesagt: wie wird aus dem Globus der Atlas? Man spricht dabei auch von Projektionen.

Flächen und Zylinder

Quelle: Kesberger

Den Einstieg bildet das Flächenpanorama. Hier bleiben gerade Linien gerade, allerdings kann es je nach Brennweite am Rand jenseits der 100° zu dramatischen Verzerrungen kommen. 180° sind dann selbst theoretisch nicht mehr darstellbar. Das wiederum ist für die Zylinderprojektion kein Problem. Zumindest horizontal darf es auch mit 360° ganz rund gehen. Oben und unten gelten dafür auch wieder Beschränkungen. Die Mercator-Projektion ist eine Variante davon mit genaueren Linien und am Rand deutlich ungenaueren Flächen. Wer die Welt so zeigen will, wie sie ist, kann gleich ein Kugelpanorama aufnehmen. Das lässt sich im Druck allerdings nicht mehr korrekt darstellen. Da muss man sich am Bildschirm Schritt für Schritt durchscrollen.

Allein und zusammen

Quelle: Kesberger

Das Stitch-Prinzip ist natürlich auch für andere Einsätze eine Alternative. Statt mit großen Bildwinkeln wenige Bilder, können Sie auch mit Teleobjektiven ganz, ganz viele Einzelbilder machen. Nur warum? Beispielsweise um ein Gigapixel-Bild zu erstellen. Da zeigen sich dann auf der Webseite beim Vergrößern unglaubliche Details beim Ranzoomen oder Sie drucken gigantische Formate an die Sie ganz nah rangehen können, ohne dass die Schärfe leidet. Vielleicht wollen Sie auch einfach nur testen, ab welcher Datenmenge Ihr Rechner in die Knie geht. Raffiniert wirken auch Panoramabilder, bei denen auf jedem Einzelbild die gleiche Person zu sehen ist. Noch nie war es so einfach zur multiplen Persönlichkeit zu werden.

Im nächsten Teil widmen wir uns dann am 07. Februar der nötigen Hardware.

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