Offene - geschlossene Dateien?

10.05.2010 09:00:00
Soll man zur Datenübertragung an die Druckerei offene oder geschlossene Formate nutzen? Welche Besonderheiten gilt es bei nativen Dateien zu beachten? ...

Zur Datenübertragung für den Druck nutzen viele noch immer so genannte offene oder native Programmdateien, also vom Anwendungsprogramm direkt erstellte Dateien. Sicherer jedoch sind geschlossene Formate wie PDF oder PS. Sie lassen sich während und nach der Übertragung nur schwer verändern und schließen damit Fehler im Produktionsprozess nahezu aus. Nutzt man dennoch offene Dateien, gilt es einiges zu berücksichtigen. Die großen Anwendungsprogramme sind einem zudem behilflich, alle für die Druckerei wichtigen Inhalte zusammen zu stellen.

Native Programmdateien

Druckereien können - je nach Ausstattung der PrePress-Abteilung - auch sogenannte "offene Dateien" oder "native Dateien" annehmen. Dabei handelt es sich um Dokumente, die direkt aus dem entsprechenden Programm heraus in dessen Struktur abgespeichert wurden. Die am häufigsten im Grafikbereich verwendeten und deshalb von vielen Druckereien akzeptierten Programmdateien sind QuarkXPress, FreeHand, CorelDraw, Adobe Illustrator, PageMaker und InDesign. Photoshop-Dateien können ebenfalls meist als offene Dateien angeliefert werden, dann ist allerdings darauf zu achten, dass die Bilder in CMYK oder in den Graustufen-Modus umgerechnet wurden. Der Nachteil der offenen Dateien ist jedoch, dass sie intern auf Verweise, Schriften und Inhalte zugreifen wollen, die eventuell nur auf dem Rechner des Erstellers zur Verfügung stehen. Werden diese mit der offenen Datei nicht mitgeliefert, verändern sich beim Öffnen auf einem anderen Computer nicht nur die Zeilenumbrüche, sondern auch Bilder und ganze Seiten werden fehlerhaft angezeigt.

Inhalte einbinden und mitliefern

Deshalb sollte man, will man unbedingt mit offenen Dateien arbeiten, immer alle enthaltenen Elemente mit in die Datei einbinden oder mit dazu liefern. Um ganz sicher zu gehen, sollten Schriften wenn möglich vor der Weitergabe in Kurven bzw. Pfade umgewandelt werden. So kann man Probleme mit der Schriftweite etc. im Vorhinein umgehen. Zudem ist das Mitgeben von Schriften an die Druckerei durch die meisten Lizenzbestimmungen der Schriften verboten. Lassen sich die Schriften allerdings nicht umwandeln, sollte man nach Möglichkeit alle verwendeten Schriftschnitte (und nur diese!) mitsenden. Aber Achtung: PostScript-Schriften bestehen immer aus zwei Fonts, einem Screen- und einem Printerfont. An die Druckerei müssen beide geschickt werden!

Auch bei den Bildern ist darauf zu achten, dass verknüpfte Elemente mit zur Datei gepackt werden. Einige Anwendungen bieten an, dass dies automatisch geschieht:
* QuarkXPress 6.5 und 7: Benutzen Sie unter "Ablage" den Menüpunkt "Für Ausgabe sammeln".

  • InDesign CS2: Im Menü "Datei" finden Sie im Menüpunkt "Preflight" eine Übersicht aller Inhalte der Datei und können mit "Verpacken" alles für die Druckerei zusammenführen.
  • CorelDraw: Unter CorelDraw 13 sollten Sie Schriften in Kurven umwandeln und im Menü "Datei" unter "Dokument-Info" überprüfen, dass keine Schriften mehr in der Datei enthalten sind. Unter Textstatistik steht dann In diesem Dokument gibt es keine Textobjekte.

Word und Co.

Am schlechtesten lassen sich von Textverarbeitungsprogrammen wie Word, Works, PowerPoint oder Word Perfect erstellte Dateien von einem auf den anderen Rechner transportieren - geschweige denn sind sie für die Druckausgabe geeignet. Denn bei diesen Programmen entscheidet mitunter der gerade installierte Druckertreiber über das Aussehen des Dokuments, und beinhaltete Elemente wie Bilder oder Schriften lassen sich oft gar nicht einbinden. Weil die Fehlerquote bei der Belichtung derartiger Dateien sehr hoch ist, lehnen viele Druckereien diese offenen Formate ab.

Geschlossene Formate

Aber auch die nativen Dateien der Layout- und Grafikprogramme können Probleme bereiten, vor allem wenn man vergessen hat, Inhalte mitzuliefern. Da die Daten zudem von der Druckerei nur ausbelichtet, nicht aber weiterbearbeitet werden sollen, ist die Nutzung eines geschlossenen Austauschformats wie PDF anzuraten. In PDF werden alle Bilder, Schriften und andere Inhalte integriert und für die Druckausgabe vorbereitet abgespeichert. Weil sich bei der Weitergabe an die Druckerei nichts mehr verändern kann, ist PDF das von vielen Druckereien inzwischen bevorzugte Format zur Datenübergabe. Mehr zu PDF erfahren Sie im Artikel "Wie und warum PDF erstellen?"

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