Objektformate in Adobe Indesign verwenden

10.11.2016 09:22:00
Neben Zeichen-, Absatz-, Zellen- und Tabellenformaten ermöglicht Adobe Indesign die Definition von Formaten für Rahmen: Die Objektformate.

Viele Designer haben eine Abneigung gegen die Verwendung von festen Formatierungen im Design-Prozess. Dabei ist es auch in der Kreationsphase von Vorteil, von Anfang an Attribute in Formate zu fassen, da diese bei Bedarf einfach über die Formatdefinition geändert werden, anstatt zeitaufwändig mehrfach in den betroffenen Objekten.

Allgemeines

Tipps um Objektformate in InDesign anzulegen
Quelle: Marianne Deiters, education-point.de
Objektformate werden am einfachsten über das entsprechende Bedienfeld „Objektformate“ aus dem Menü „Fenster“ definiert. Einfache Grundeinstellungen bedürfen keiner großen Erklärungen, aber es existieren sehr viele Möglichkeiten von Formatierungen, die Sie sich genauer ansehen sollten. Viele Anwender sind überrascht, welche zahlreichen praktischen Funktionen sich in der Definition für die Objektformate verbergen.

Grund- und Feineinstellungen

Eckenoptionen bei Objektformaten in InDesign anlegen
Quelle: Marianne Deiters, education-point.de
Neben den ganz normalen Flächen- und Kontureinstellungen können Sie alle Feineinstellungen für eine Kontur vornehmen, so wie sie im Bedienfeld „Kontur“ und in der Steuerung vorhanden sind. Da wäre neben Stärke und Abschluss die wichtige Einstellung zur Ausrichtung der Kontur nach innen, zur Mitte oder außen. Zusätzlich kann das Aussehen für jede einzelne Ecke des Rahmens definiert werden.

Textformatierungen aus Absatz- und Zeichenformaten einbinden

Anlegen verschachteltes Zeilenformat in InDesign
Quelle: Marianne Deiters, education-point.de
Sogar Absatzformate lassen sich für Textrahmen einbinden. Das setzt selbstverständlich eine Definition voraus. Selbst diese können Sie mit dem Befehl „Neues Absatzformat“ aus dem Pull-Down-Menü bei „Absatzformat“ auswählen. Das im Beispiel ausgewählte verschachtelte Zeilenformat setzt zusätzlich ein Zeichenformat voraus und ermöglicht es dann, über die entsprechende Absatzformatierung dem gesamten Rahmen mit einem Klick mit dem gewünschten Aussehen zu formatieren. Denken Sie daran, dass diese Formatierung an das Objekt, also den Rahmen gebunden ist. Wenn Sie den Textcursor im Rahmen aktiv haben, können Sie kein Objektformat zuweisen. Es muss der Rahmen mit dem Auswahlwerkzeug markiert werden, damit es funktioniert!

Textrahmenoptionen speichern

Bei diesem Bild sind lediglich die Abstände des Texts von Rahmenrand definiert worden.
Quelle: Marianne Deiters, education-point.de
Die „Textrahmenoptionen“ lassen sich naturgemäß nicht in Absatzformate speichern. Definieren Sie doch einfach ein Objektformat! Sie definieren dann die Anzahl der Spalten, den Spaltenabstand oder wie hier den Abstand des Texts vom Rahmen. Hier stehen alle Funktionen wie unter dem Reiter „Allgemein“ in den „Textrahmenoptionen“ aus dem Menü „Objekt“ zur Verfügung. Weitere grundlegende Funktionen für Textrahmen, wie die „Textabschnittoptionen“, mit deren Einstellung Sie bestimmen, ob und wie weit Satzzeichen und Glyphenteile für ein ruhigeres Schriftbild aus dem Textrahmen herausragen, besitzen Extra-Einträge hier im Dialogfeldfeld.

Abweichende Grundlinienoptionen

Grundlinienoptionen in InDesign anlegen
Quelle: Marianne Deiters, education-point.de
Für im Text mitlaufende Rahmen können eigene „Grundlinienoptionen“ definiert werden. Die für das Dokument definierten „Grundlinienoptionen“ werden für diesen Rahmen außer Kraft gesetzt. Dieser sollte dann eine Teilmenge des Hauptrasters darstellen, damit beispielsweise eine kleine Bildunterschrift passend platziert erscheint.

Effekte definieren

Weiche Verlaufskante bei InDesign anlegen
Quelle: Marianne Deiters, education-point.de
Alle Effekte und Transparenz-Einstellungen lassen sich ebenfalls in ein Objektformat speichern. So können Sie interessante Buttons und ähnliches in Indesign gestalten und bei Bedarf schnell abrufen oder verändern. Als Beispiel ist hier der dezente Effekt »Weiche Verlaufskante« dargestellt, der besonders für Bilder eine spannende Abwechslung, ganz ohne den Einsatz von Photoshop, in ein Layout bringen kann.

Einfache Handhabung

Wie von den Absatzformaten gewohnt, finden Sie viele wichtige Befehle im Fly-Out-Menü des Bedienfelds. Auch am unteren Rand gibt es eine Funktionsleiste, die bekannte Befehle wie „Abweichungen löschen“ etc. beinhaltet. Wir können nur empfehlen, in Zukunft unbedingt mit Objektformaten zu arbeiten, falls Sie diese noch nicht einsetzen. Es spart viel Zeit beim Aufbau und bei der Korrektur Ihrer Layouts.

 

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