Nicht unter Wert verkaufen

09.02.2012 09:00:00
Zwischen Preisdumping und zu hohen Forderungen: Wie kalkulieren Selbstständige ihr Honorar?

Der Gehaltsreport des "Berufsverbands der Deutschen Kommunikationsdesigner e.V." stellt fest, dass ein Drittel der fest angestellten Designer pro Monat weniger als 2.100 Euro netto verdient, bei jedem zehnten sind es nur 1.000 bis 1.500 Euro. Angestelltenverhältnisse dauern aber in den seltensten Fällen mehr als sechs Jahre, oft folgt danach die Selbstständigkeit. Mit welchen Honoraren können Designer dann rechnen?

Wissen, was man wert ist

Welche Honorare selbstständige Designer verlangen können - darüber gibt der aktuelle Vergütungstarif der "Allianz deutscher Designer (AGD)" Auskunft. Mitglieder erhalten ihn für 20 Euro, Nichtmitglieder zahlen 39 Euro. Akribisch wird hier aufgelistet, was Designer verlangen können: beispielsweise bis zu 1.755 Euro für ein Anzeigenlayout. Die Investition in die komplett überarbeitete Ausgabe 2011 lohnt sich, denn sie umfasst 800 Vergütungsbeispiele und bietet wertvolle Hinweise, um die eigene Leistung realistisch einschätzen zu können. Sehr charmant ist auch der Honorar-Rechner des Berufsverbands der Kommunikationsdesigner (BDG), der sich stilecht (derzeit) ausschließlich auf dem Mac installieren lässt und das Honorar mit einem Klick errechnet.

Honorare erklären

Die Erfahrung zeigt, dass Kunden eher bereit sind, Honorare zu zahlen, wenn sie wissen, was hinter der Leistung steckt. Es lohnt sich deshalb, ein Projekt mit den einzelnen Konzeptionsstufen und der veranschlagten Arbeitszeit vorzustellen. Die Kalkulation muss für den Auftraggeber nachvollziehbar sein, dann ist er auch bereit "mehr" zu bezahlen. Doch oft ist dieses "mehr" schlicht "angemessen". Preisdumping hilft keinem Selbstständigen weiter - genauso wenig, wie sich die möglichen Kosten vom Kunden vorgeben zu lassen. Nicht zu vergessen: Qualität hat ihren Preis; wer Niedrighonorare anbietet, wird nicht für voll genommen.

Schriftliche Grundlagen

Egal, wie hoch das Honorar ausfällt: Es sollte vorab schriftlich festgehalten werden. Ein Angebot dient dafür als Grundlage und gibt den Kunden und den Designern Sicherheit. Je genauer das Briefing durch die Kunden ist, desto genauer können die Gestalter auch kalkulieren. Nachfragen schadet hier nicht. Ebenfalls in die Kalkulation einfließen sollten Punkte wie Nutzungsrechte und Fremdkosten. Wer den Kostenrahmen nicht einhalten kann, ist er verpflichtet, dem Auftraggeber sofort Bescheid zu geben. Ihre Bedingungen für die Übernahme eines Projekts, sollten unbedingt in den "Allgemeinen Geschäftsbedingungen" festgehalten werden.

Verbände bieten Hilfe

Quelle: Konstantin Gastmann Pixelio.de

Quelle: Konstantin Gastmann
(Pixelio.de) Viele Grafiker und Designer haben sich in Verbänden wie der "Allianz deutscher Designer" oder dem BDG zusammengeschlossen. Diese Verbände bieten nicht nur Hilfe bei Fragen rund um Honorar und Löhne, sondern schlagen auch eine Brücke zu Gleichgesinnten. Denn längst muss das Thema Geld kein Tabu mehr sein: Wer weiß, wie andere Designer ihre Honorare kalkulieren, erhält neue Anhaltspunkte für eigene Projekte - damit Gestalter von ihrer Arbeit auch leben können.

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