New entry: Pentax Vollformat

01.09.2016 09:00:00
Seit fast zehn Jahren teilen sich Canon und Nikon den Markt der Vollformat-DSLRs untereinander auf. Das konnte ja nicht ewig so bleiben. Jetzt kommt die Pentax K-1.

Vollformat hat viele Vorteile, auch wenn es immer noch nicht größer ist als zu Filmzeiten, wo Klein(!)-Bild anfangs gerade nicht für voll genommen wurde. Doch digital liefert das hier vergleichsweise große Format die Daten für große Vergrößerungen an der Wand und durch die relativ geringe Tiefenschärfe lässt sich wunderbar mit selektiver Schärfe gestalten. Auf dass die Bilder nicht nach Smartphone aussehen. Jetzt können auch Pentax-Fotografen in diesen Kosmos eintauchen. Und mit dem Kosmos hat die Kamera sowieso noch viel vor.

Spitzwasser und mehr: die DNA

Viele Räder, viele Tasten und ein verwegen montiertes Klappdisplay: Im Profisegment setzt die Pentax K-1 ganz eigene Akzente.
Quelle: Kesberger
Pentax ist zwar ein traditionsreicher Kamerahersteller, steht in Sachen Verkaufszahlen aber deutlich hinter den Marktführern Canon und Nikon zurück. Großartige neue Kamerakonzepte waren von Pentax seit Beginn der Digitalisierung kaum zu sehen, aber doch hat der japanische Hersteller einige Innovationen auf den Markt gebracht, die für den Alltag der Fotografen vielleicht bedeutsamer sind: die erste Spiegelreflex mit SD-Karten, eine ISO-Automatik, die die Empfindlichkeit zur vorher festgelegten Zeit-Blenden-Kombination nachzieht, ein konsequenter Spritzwasserschutz, Bildstabilisator im Gehäuse. Die Pentax-DNA hat durchaus Vorteile und die werden bei der K-1 in ein sehr massives und damit auch recht schweres Gehäuse gebracht. Zum Glück bleibt trotzdem der Preis unter 2.000 Euro.

Früher an später denken: die Objektive

Okay. Man muss sie erst den Berg hochschleppen, aber die Landschaftsfotografie ist eine Domäne der K-1.
Quelle: Kesberger
Wenn man sich anguckt, wie viele Objektive Pentax für das Vollformat anbietet, dann werden zwar Brennweiten von 15 bis 450 mm abgedeckt und damit nahezu alles was man im Alltag so raucht, aber an der geringen Anzahl sieht man doch, dass es sich hier um ein extrem junges System handelt. Andererseits lasse sich an der K-1 auch unzählige Mengen von Objektiven mit K-Bajonett verwenden, die in den letzten Jahrzehnten gebaut wurden. Wenn auch mit Komforteinschränkungen. Doch gerade mit LiveView und Fokus-Peaking ist deren Einsatzfähigkeit durchaus gewährleistet. Spannend ist auch die Variante, die eigentlich für das kleinere APS-C-Format gerechneten Linsen im Vollformat zu betreiben. Manche Kombinationen überzeugen da mehr mit ihrem Look, andere durchaus mit Qualität.

Volles Potenzial: der Wackelsensor

Der Star ist der Sensor. 36 Megapixel sind ein Wort, das auch moderne Objektive ins Schwitzen bringt. Aber diese Probleme kennt auch Nikon, das von Sony mit dem gleichen Sensor beliefert wird. Spannender ist was Pentax aus den Möglichkeiten des beweglich montierten Sensors macht. Hauptberuflich wirkt das Wackeln als Bildstabilisator, um die Bewegung des Fotografen bei der Aufnahme auszugleichen. Aber wenn er schon mal beweglich ist, dann kann er gleich noch mehr. Den AA-Filter hat Pentax optisch leistungssteigernd weggelassen, doch wenn ein Moirée droht, dann versucht er es rauszuschütteln. Außerdem lässt sich in Maßen auch der Bildausschnitt nachregeln, doch am allerspannendsten ist der Pixelshift, bei dem mehrere Bilder vom Stativ mit jeweils leicht verschobenem Sensor gemacht werden. Das steigert die Schärfe und die Farbqualität, da für jedes Pixel Bildausschnitt die kompletten Farbinformationen – durch die verschobenen Farbfilter vor dem Sensor – vorliegen. Im Vollformat kann das sonst niemand.

Der Blick in die Sterne

Eigentlich ist sie damit unterfordert, aber die K-1 erledigt auch klassische Touriaufgaben recht souverän.
Quelle: Kesberger
Zu den Sonderfeatures des Wackelsensors gehört auch der Blick in die Sterne. Wer Langzeitaufnahmen vom Sternenhimmel macht, kennt das Phänomen: die Sterne bewegen sich eben und werden so als Striche abgebildet. Das kann wunderschön sein, treibt Astronomen aber in den Wahnsinn und hilft nicht wirklich, wenn man den großen Wagen erklären will. Darum führt die Pentax den Sensor nach und der Stern bleibt scharf. Damit das wirklich funktioniert, nutzt die Kamera eine Vorort-Kalibrierung über das eingebaute GPS-Modul. Das hilft natürlich tagsüber auch. Wo war das nur? Wer vorher auf die GPS-Taste drückt, muss hinterher nicht google-Maps fragen. Schlaue Kamera. Zumindest wenn man die skurrile GPS-Kalibrierung erfolgreich absolviert hat.

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