Murphys Gesetz

28.12.2006 09:00:00
Warum Rechner immer vor dem Speichern abstürzen, Festplatten genau vor dem Backup kaputt gehen und Butterbrote immer auf der bestrichenen Seite landen ...

Das berühmte Butterbrot, das mit geradezu beängstigender Konsequenz mit der bestrichenen Seite auf dem Teppich landet, ist nur ein Beispiel von vielen. Und spätestens, wenn man wieder einmal genau das sucht, was man just an diesem Tag - und sonst nie - vergessen hat, begleitet das resignierte Achselzucken stets der entschuldigende Fluch "Murphy's Law hat wieder zugeschlagen". Was aber steckt wirklich hinter der wissenschaftlich höchst wertvollen Arbeit des Edward Murphy jr.? Und was kann der Grafiker in seinem Alltag tun, um all die kleinen und großen Katastrophen zu umschiffen?

Alles, was schief gehen kann …

Im Grunde ist das Gesetz des US-amerikanischen Ingenieurs Edward A. Murphy, jr. nicht mehr als eine zwingende Folge der Betrachtung von Wahrscheinlichkeiten. Denn, so die ursprüngliche Formulierung des Mitarbeiters beim Air-Force-Raketenschlittenprogramm, "wenn es zwei oder mehrere Arten gibt, etwas zu erledigen, und eine davon kann in einer Katastrophe enden, so wird [irgend]jemand diese Art wählen." Oder, in der heute gebräuchlichen Kurzform: "Was schief gehen kann, wird auch schief gehen." Wie viel Wahrheit in diesem kleinen Satz steckt, weiß jeder, der schon einmal ein wichtiges Projekt zu spät gespeichert hat und einem Programmabsturz nicht mehr zuvorkommen konnte. Oder wer ein Dokument gerade noch vor dem Ende der Abgabe-Deadline übersandt hat, das beim Empfänger beschädigt ankam.

Nicht verwechseln: Der Grundsatz des Ingenieurs Edward A. Murphy, jr. ist allerdings nicht zu verwechseln mit den vor 14 Tagen hier vorgestellten Theorien des Dr. Joseph Murphy zur Macht unseres Unterbewusstseins. Wer über diese mehr wissen will und diese für knackige, wirksame Werbetexte einsetzen möchte, sollte HIER nachlesen.

Wissenschaftliche Anwendung

So spielt die Weisheit von Edward A. Murphy, jr. nicht nur bei der scheinbar witzigen Betrachtung des Alltages eine Rolle, sondern hat sich längst zu einer ernsthaften wissenschaftlichen These gemausert, die in nahezu allen Bereichen der Forschung und Entwicklung Verwendung findet: Von der technischen Analyse von Materialien bis hin zur Entwicklung von Raumschiffen - dass etwa Verkehrsflugzeuge nahezu jedes wichtige System mindestens doppelt an Bord haben, verdanken wir Murphys Gesetzmäßigkeit. Denn nur wer von vornherein mit dem schlimmsten Fall rechnet, kann sich auf ihn vorbereiten. Nicht umsonst verschlingen etwa Testreihen von Softwareprodukten die weitaus längste Zeit des Entwicklungszyklus, wie unlängst der Finanz-Gigant Microsoft mit der immer weiteren Termin-Verschiebung seiner nächsten Betriebssystem-Version "Vista" erkennen musste.

Kampf gegen die Realität

Wer allerdings diese Ungerechtigkeit des Lebens kennt, kann sie bekämpfen. Zum Beispiel, indem man sich den Handgriff zum "Datei sichern"-Tastaturbefehl in Fleisch und Blut übergehen lässt. Oder etwa durch Redundanzen - wichtige Briefe schickt man am besten immer vorab per Fax und anschließend per Post. Von einer gebrannten DVD mit dem fertigen Projekt hat man immer zwei Exemplare in unterschiedlichen Taschen auf dem Weg zum Kunden dabei und wer an einem Rechner ohne Backup-Strategie arbeitet, kauft sich schleunigst die erst für den nächsten Monat geplante zweite Festplatte. Denn eines ist sicher: Täte man es nicht, der Absturz wäre programmiert. Genauso sicher, wie man beim Einkaufen immer die langsamere Kassen-Schlange erwischt.

Das berühmte Brot

Man kann also Murphys Gesetz ignorieren und etwa nach dem Motto arbeiten: "Etwas idiotensicher zu machen, ist unmöglich - weil dafür die Idioten zu clever sind." Oder man überdenkt die möglichen Entwicklungen einer Situation und sucht nach den Schwachstellen, um sie auszumerzen. Wie etwa beim Butterbrot, das regelmäßig auf die bestrichene Seite fällt, weil es beim Loslassen über den Daumen oder Zeigefinger abrollt. Und dann bei der üblichen Fallhöhe von der Tischkante aus zwangsläufig sowohl Murphys Gesetz als auch dem Gesetz der Physik folgend seine perfekte 180°-Wendung auf dem Weg zum Boden vollführt. Nun wissen Sie also, wie Sie wenigstens dieses Problem künftig vermeiden können: Halten Sie das Brot beim Essen einfach verkehrt herum in der Hand …

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