Mit Weiß und Lack Akzente setzen

14.12.2017 09:00:00
Wieso nur in CMYK denken? LASERLINE beherrscht auch Weiß- und Lackeffekte, wenn die Daten grafisch richtig angelegt sind. Und so geht es!

Ob mit Weiß oder Lack – partiell veredelte Broschüren, Flyer und Plakate fallen auf. Der Weg dorthin führt in Grafikprogrammen wie Adobe Indesign über wenige Klicks: neue Ebene, neues Farbfeld, Vollton, Fläche überdrucken. Fertig.

Und jetzt ein bisschen ausführlicher

Die Sonderfarbe Weiß und Lack lassen sich durch eigene Farbwerte definieren.
Zusätzlich zur Ebene mit Ihrem kompletten Layout erstellen Sie in Indesign eine neue Ebene. Dort fügen Sie die Elemente ein, die Sie mit Weiß oder Lack veredeln möchten. Diese müssen an denselben Stellen, sozusagen auf denselben Koordinaten liegen wie in der eigentlichen Layout-Ebene.

  1. Im Fenster „Farbfelder“ wählen Sie im Menü den Befehl „Neues Farbfeld“. Es öffnet sich ein Fenster, in das Sie ganz oben den Farbfeldnamen eingeben. Entscheiden Sie sich abhängig von Ihrer Datei zwischen White oder UVLack. Beide Namen erkennt unsere Software und verarbeitet die Daten dementsprechend.

  2. Als Farbart wählen Sie Volltonfarbe aus. Auf diese Weise erreichen Sie, dass die Sonderfarbe Weiß beziehungsweise Lack zusätzlich zu den CMYK-Kanälen als fünfter Farbkanal angelegt ist. Man spricht auch von Spotfarbe.

  3. Als Farbmodus sollte CMYK eingestellt sein. Indem Sie einen der vier Schieberegler auf 100 % stellen, geben Sie dem fünften Kanal eine Farbe. Bei Laserline ist es üblich, 100 % Cyan zu verwenden. Dieser Schritt dient nur dazu, dass man am Rechner sieht, wo weiße Farbe beziehungsweise Lack gewünscht ist. Es ist sozusagen ein Hilfsmittel für die Überdruck-Vorschau.

  4. Dann färben Sie die Elemente der neuen Ebene (also die, die mit der Spotfarbe gedruckt werden sollen) mit der angelegten Volltonfarbe. Möchten Sie freigestellte Bilder in Weiß drucken oder mit Lack veredeln, müssen die Bilder zuvor als TIFF in Graustufen angelegt sein. Um die Inhalte der Bilder auszuwählen, verwenden Sie den weißen Pfeil. Dann lässt sich den freigestellten Bildern die Volltonfarbe ebenfalls zuweisen.

Weiß geht drunter und drüber

Beim weißen Unterdrucken von feinen Objekten empfiehlt es sich, eine Outline von 0,25 pt anzulegen.
Während Lack immer als Überdruck zum Einsatz kommt, kann Weiß auch unter eine farbige Fläche gelegt werden. Notwendig ist der Weiß-Unterdruck, wenn eine „richtige“ Farbe auf eine transparente Folie oder ein farbiges Papier gedruckt werden soll. Eine Grafik oder eine Schrift wirken dann so wie bei einem Druck auf weißem Papier.

Prinzipiell legen Sie die Daten genauso an, wie für den Überdruck beschrieben. Wichtig ist nun, dass die White-Ebene in InDesign immer vor der farbigen Grafikebene liegt. Dann wählen Sie das Attribut „Fläche überdrucken“. Die farbige Fläche sollte immer ein wenig größer sein als die weiße, damit keine Blitzer entstehen. Je nach Objekt muss auch das Häkchen bei „Kontur überdrucken“ gesetzt sein.

Bei Schriften hat sich bewährt, dem farbigen Text eine 0,25 pt starke, nach außen laufende Kontur zu geben. Um Blitzer bei freigestellten Bildern zu vermeiden, müssen Sie den Freistellerpfad in eine Auswahl wandeln und um 3 Pixel verkleinern. Die Auswahl muss mit Schwarz gefüllt werden. Des Weiteren müssen die freigestellten Bilder in einem Fotoprogramm in Graustufen angelegt sowie als TIFF ohne Ebenen gespeichert sein.

Mit dieser Anleitung sollte das Druckergebnis dann vollends überzeugen. Wir wünschen viel Erfolg beim Ausprobieren!

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