Mit dem gewissen Etwas

18.11.2010 09:00:00
Initialen geben gleich zu Beginn eines Textes ein prächtiges Bild ab. Die Schmuckbuchstaben übernehmen jedoch auch praktische Aufgaben

Ihr Name verrät ihre Bedeutung: Initialen (lateinisch „initium“ heißt „Beginn“) läuten zu Beginn eines Textes ein neues Kapitel oder einen neuen Absatz ein. Früher waren die Initialen reich geschmückt, heute beschränkt man sich oftmals auf das Verwenden von Versalien, die sich über mehrere Zeilen erstrecken.

Woher kommen die Initialen?

Quelle: Wikimedia Commons

Quelle: Wikimedia
Commons Mittelalterliche Handschriften sind die Wiege der Initialen. Hier wurden die Anfangsbuchstaben regelrecht gemalt und mit ganzen Farbzeichnungen, beispielsweise in den Punzen der Buchstaben „O“ oder „D“ verziert. Einige Initialen erstreckten sich sogar über eine ganze Seite. Lange Zeit wurden Initialen nur handschriftlich angefertigt. Mittlerweile nutzt man in der Typographie Versalien als Initialen, die einen deutlich größeren Schriftgrad aufweisen als die Grundschrift und die mehrere Zeilen dieses Fließtextes umfassen.

Wissenswertes zum Initial

Das Einfachste vorneweg: In der Regel ist es nur ein Buchstabe, der das Initial bildet. Er wird über zwei bis vier Zeilen der Grundschrift hinweg gesetzt. Rückt das Initial nach links über die Spaltenbreite hinaus, so spricht man auch von einem hängenden Initial. Den Gegensatz dazu bildet das bescheidene Initial. Verwendet man nicht nur einen Versalbuchstaben, sondern angelehnt an mittelalterliche Initialen auch verzierende Elemente, so spricht man von einem Schmuckinitial. Schmuckinitialen können größer sein als Versalinitialen und ebenfalls hängend gestaltet werden. Egal, welchen Typus man verwendet: Mit Initialen sollte spärlich umgegangen werden.

Initial trifft Verwendungszweck

Quelle: Struthious Bandersnatch Wikimedia Commons

Quelle: Struthious
Bandersnatch
(Wikimedia Commons) Wie bereits beschrieben, verfolgen Initialen zwei Ziele: Sie gliedern den Text und wirken als Eyecatcher. Soll eher die Gliederung im Mittelpunkt stehen, so reicht ein einfaches Initial aus, das zwei Zeilen der Grundschrift einnimmt. Möchte man einen Blickfang setzen, so darf das Initial ruhig größer und auffallender ausfallen – beispielsweise durch die Wahl eines Fonts mit handschriftlichem Charakter. Diese Variante wird unter anderem auch zur Hervorhebung von Zitaten gerne eingesetzt.

Die richtige Einstellung

Kleine typografische Tricks sorgen dafür, dass die Initialen auch richtig zur Geltung kommen. Selbstverständlich sollte sein, dass sich die Initiale ins Zeilenraster einfügt. Initialen können auch oben über den Grundtext hinausragen, dann ist es jedoch umso wichtiger, dass sie unten auf der Zeilenhöhe stehen. In den Layoutprogrammen sollte man die Initialen in einem verankerten Rahmen anlegen, um die der restliche Text herum fließt. Möchte man den Effekt der Initialen verstärken, so kann man das restliche Wort nach dem „großen Buchstaben“ in Kapitälchen setzen. Ist dieses Wort relativ kurz, kann man auch die komplette erste Zeile mit Kapitälchen gestalten.

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