Metadaten richtig nutzen

28.02.2008 09:00:00
Metadaten enthalten Informationen über Dateien. In der Digitalfotografie werden sie meist automatisch angelegt, damit beispielsweise Belichtungszeiten gespeichert sind.

Mit welcher Kamera wurde ein digitales Bild aufgenommen? Welche Belichtungszeit kam dabei zum Einsatz? Antworten auf diese Fragen sind in Metadaten enthalten, sie liefern Informationen über Dateien. Diese Informationen können hilfreich für die Bildretusche sein, aber auch als Merkmale für die Bildorganisation in Datenbanken dienen.

Das Exif-Format

Metadaten werden meist im Exif-Format gleichzeitig mit dem Bild gespeichert. „Exif“ steht für „Exchangeable Image File“. Die Metadaten werden noch vor der eigentlichen Bildinformation in den so genannten Header einer Datei geschrieben. Teilweise speichern sogar die Kameras in Handys Metadaten im Exif-Format ab.

Das DCF-System

DCF wurde wie Exif von der Japan Electronics and Information Industries Association ins Leben gerufen. „DCF“ steht für „Design Rule for Camera File System“ und ist eine Exif-Spezifikation. Das bedeutet, dass genaue und einheitliche Vorgaben gemacht werden, welche Informationen in den Metadaten gespeichert werden. So muss jede DCF-Datei zum Beispiel ein 120 mal 160 Pixel messendes Vorschaubild im Jpeg-Format beinhalten.

Der Standard IPTC

Auch IPTC wurde dafür entwickelt, Metadaten in digitalen Bildern zu speichern. Der Standard heißt nach der Organisation „International Press Telecommunications Council“, die ihn gemeinsam mit der nordamerikanischen Zeitungsorganisation NAA entwickelt hat. Mit IPTC können auch der Name des Fotografen und sowie Schlagwörter zum Bild gespeichert werden. Da Adobe den Standard jedoch nicht mehr unterstützt, geht seine Bedeutung stark zurück.

Die Plattform XMP

Die „Extensible Metadata Platform“ – kurz XMP – dient ebenfalls dazu, Metadaten festzuhalten. XMP basiert auf offenen Standards und wird vor allem von Adobe propagiert, das den Standard auch veröffentlicht hat. Auch Anbieter von Redaktionssystemen unterstützten XMP.

Was wird gespeichert?

Je nach Kamera, Hersteller und Format werden in den Metadaten verschiedene Parameter abgespeichert. Das können zum Beispiel Datum und Uhrzeit der Aufnahme, Brennweite, Belichtungszeit und -programm oder Blendeneinstellung sein. Zusätzlich legen manche Digitalkameras GPS-Angaben in den Metadaten ab. Auch weit reichende Informationen über den Urheber des Bildes können in den Metadaten hinterlegt werden.

Metadaten anzeigen

Die Metadaten können zum Beispiel mit dem Programm Adobe Bridge angezeigt werden. Hier gibt es einen speziellen Metadatenbrowser, der automatisch alle verfügbaren Informationen darstellt. Auch Adobe InDesign erkennt die Metadaten einer digitalen Aufnahme automatisch. QuarkXPress nutzt die Metadaten dagegen anders: Es speichert in den so genannten Meta-Tags zusätzliche Informationen über das Layout. Auch über ein Plug-in für den Browser Firefox lassen sich die Metadaten automatisch anzeigen. Das funktioniert sowohl mit Bildern auf der Festplatte, als auch mit Internetseiten.

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