Mehr Format

30.11.2017 09:00:00
Im Vergleich zu bisherigen Systemen ist die Fuji GFX50S ein Schnäppchen im Mittelformat. Schauen wir mal etwas genauer hin, ob es sich lohnt Größe zu zeigen.

Mehr Sensorformat ist mehr Bildqualität. So einfach ist das manchmal. Nur dass man das Mehr an Bildqualität lange nicht bezahlen konnte. Das Mittelformat ist heute noch viel unbezahlbarer als früher zu Filmzeiten. Jetzt sind gut 7.000 € für Kamera und Optik bei der neuen Fuji GFX50S noch lange kein Schnäppchen, aber langsam geht das in die richtige Richtung. Fragt sich nur, was man für das Geld bekommt.

Mehr Größe

Die Herbststürme haben ihre Spuren hinterlassen. Letztlich hat auch der Mittelformatmarkt frischen Wind bitter nötig.
Quelle: Kesberger
Mehr Pixel liefern mehr Schärfe für Großvergrößerungen und (trotzdem) größere Pixel bieten mehr Farbqualität und weniger Rauschen.

Im digitalen Mittelformat hat der derzeit beherrschende Sensorlieferant Sony – nur Leica pflegt noch seinen Exotenstatus und eine Alternative – zwei Formate durchgesetzt. 33 x 44 mm mit 50 Megapixel und 41 x 54 mm mit 100 MP.

Unter 10.000 € sind nur Kameras mit dem kleineren der beiden Sensoren zu haben, aber das soll uns auch erst mal reichen. Das sind zwar durchaus Pixelbereiche, in denen auch die Spitze der Kleinbild-Vollformatkameras wildern, aber dort muss man dann wesentlich mehr darauf achten, dass die Objektive diesen Anforderungen auch gewachsen sind.

Mehr Komfort

Wenn man den Knopf auf der Fuji GFX50S im Dunkeln findet, lässt sich das Kameradisplay auch beleuchten.
Quelle: Kesberger
Auch zu Filmzeiten war das Mittelformat zwar qualitativ den Kleinbildkameras über-, aber in Sachen Komfort und Geschwindigkeit unterlegen. Auch künftig werden wir in den Bundesligastadien nur Canon und Nikon mit ihren lichtstarken Teles sowie vielleicht auch Sony sehen. Bestimmt keine Hasselblad und Phase One.

Da herrscht schon Freude, wenn der Autofokus mit den Modells am Strand mitkommt. Doch da nun auch Systemkameras mit großem Sensor erhältlich sind, kann auch der Komfort hier einziehen, an den wir uns bei den kleinen Spiegellosen schon so gern gewöhnt haben.

Fokus Peaking zum manuellen Scharfstellen, der vollautomatische Fokus auf die Wunschpupille, herausragende High-ISO-Fähigkeiten und das Klapp-Display – das nehmen wir bei der großen Fuji doch gerne mit. Noch dazu, wo sie eh nicht größer als die kräftigsten Vollformat-DSLRs ist.

Mehr Adaptionen

Wer noch zu Analogzeiten fotografieren gelernt hat oder schon eine Fuji-Kamera der X-Serie in der Hand gehabt hat, dem gibt die Bedienung der Fuji GFX50S keine Rätsel auf.
Quelle: Fuji
Im Vergleich zur Konkurrenz bringt die Fuji GFX50s erstmals alle Voraussetzungen, um fast alle aktuellen und historischen Mittelformat-Objektive per Adapter zu nutzen. Das Auflagemaß ist kurz, ein Verschluss ist eingebaut und per LiveView klappt es auch mit dem Fokus.

Über ein Novoflex-Balgengerät oder eine Aptus-Fachkamera passen auch Großformatobjektive mit Copal-Verschluss. Da spielt sogar Fuji selbst mit und liefert eine View-Camera-Adapter, der an das Rückteil einer 4x5“-Großformatkamera passt. So lässt sich sogar die zum Digitalrückteil umfunktionierte Fuji um je 20 mm verschieben.

Das ergibt dann Sensorformate von 33 x 84 mm oder 44 x 73 mm. Das ist dann mal ganz ordentlich. Allerdings funktioniert diese Lösung je nach vorgeschalteter Kamera und Objektiv erst ab 100 bis 120 mm.

Mehr Praxis

Fuji ist bekannt für seine Film-Settings bei den JPG-Einstellungen. Da macht auch der Acros-Schwarzweißfilm eine gute Figur.
Quelle: Kesberger
Und wie schlägt sich die Kamera in der Praxis? Sehr, sehr gut. Sie liegt gut in der Hand, ist fein ausbalanciert und dank der Reserven mit hohen ISO-Werten lässt sich auch die im Mittelformat zwangsläufig etwas bescheidenere Lichtstärke gut nutzen.

Für Reise-, Landschaft und Portrait gibt es derzeit kaum etwas besseres. Vor allem der große Kontrastumfang von rund 14 Blendenstufen liefert Zeichnung in den Lichtern und den Schattenpartien, wie wir sie früher selbst mit dem Zonensystem kaum bewältigen konnten.

Die Schärfe ist atemberaubend. 75 x 100 cm große Ausdrucke fordern das System eigentlich noch gar nicht. Aber dafür muss man ja auch ein paar Euro investieren.

Wer es gar nicht so groß braucht, kann auch auf das große Loch im Geldbeutel verzichten.

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