Licht- und Körperfarben

08.05.2014 09:00:00
In der Farblehre werden Licht- und Körperfarben unterschieden. Wir erklären die Merkmale

Farbe ist nicht gleich Farbe. Das gilt auch für den Unterschied zwischen Licht- und Körperfarben. Ein wichtiges Schlagwort dabei ist das Remissionsverhalten: Die Art und Weise, wie Gegenstände das Licht reflektieren oder schlucken. Für die Entstehung der Körperfarbe spielen jedoch noch weitere Merkmale eine Rolle.

Lichtfarben

Quelle: O. Fischer/ Pixelio.de

Quelle: O. Fischer/
Pixelio.de Wenn eine Lichtquelle Licht abstrahlt, nehmen wir das als Lichtfarbe wahr. Die Lichtquelle wird auch als Selbstleuchter bezeichnet. Die Lichtquelle strahlt dabei in unterschiedlichen Wellenlängenbereichen. Durch Mischung der Grundfarben Rot, Grün und Blau entstehen in diesem additiven System zusätzliche Farbtöne. So sind beispielsweise auch Monitore und Fernsehgeräte aufgebaut: Sie arbeiten nach dem additiven RGB-Modell. Werden alle Grundfarben gleichzeitig angeschaltet, entsteht Weiß, werden sie abgeschaltet, entsteht Schwarz.

Körperfarben

Quelle: JMG/ Pixelio.de

Quelle: JMG/
Pixelio.de Fast alle Farben in unserer Umgebung sind Körperfarben: So nennt man Farben, die Gegenstände erzeugen. Ihr Farbeindruck resultiert daraus, dass ein Teil des Lichts, der auf sie trifft, absorbiert wird; der andere Teil wird zurückgestrahlt. Dieses reflektierte Licht bestimmt, wie wir die Farbe wahrnehmen. Im Gegensatz zu Lichtfarben handelt es sich bei Körperfarben also um Subtraktionsfarben. Auf diesem Prinzip basiert auch das CMYK-Modell im Druck. Schwarz entsteht hier, wenn kein Licht reflektiert wird.

Reale und ideale Farben

Reine und somit reale oder ideale Farben gibt es jedoch nicht. Werden Cyan, Magenta und Yellow zusammengemischt, entsteht kein tiefes Schwarz, sondern ein unreines Grau. Aus diesem Grund wird im Druck die Farbe K, Schwarz, ergänzt. Auch die Farben Cyan und Magenta zusammengenommen ergeben kein reines Blau. Gleiches gilt für die Mischungen aus den anderen Grundfarben.

Farbräume umrechnen

RGB nach CMYK und umgekehrt: Wer Licht- und Körperfarben umrechnen möchte, stößt dabei auf Schwierigkeiten. Gerade für den Druck sind die Farbräume nicht deckungsgleich. Ein spezielles Verfahren zur Umrechnung, Rendering Intent genannt, sorgt dafür, dass das Ergebnis möglichst passgenau ausfällt. Beim Gamut Mapping, dem Umrechnen der Farbräume, kommt einer von mehreren Rendering Intents zum Einsatz. Sie tragen Sorge dafür, dass dem Betrachter zwischen vorher und nachher so gut wie kein Unterschied auffällt.

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