Laufzeitende

05.02.2015 09:00:00
Damit der Akku lange hält.

In einem Land vor unserer Zeit als die Batterien in Kameras nur dafür nötig waren, die Belichtungsmessernadel zu senken, da wussten viele Fotografen nicht einmal wo das Batteriefach war. Man kam da einfach zu selten vorbei. Dann wurden erst die Verschlusszeiten elektronisch gebildet, der Autofokus kam dazu und schließlich erfolgte sogar die Bildaufzeichnung digital und damit elektronisch. Kein Strom, keine Fotos. Aber wie pflegt man seine Akkus so, damit sie nicht nur unterwegs lange halten?

Die Geschichte

Quelle: Kesberger

Noch in den 1990er Jahren hatten Akkus in Fotokreisen einen schlechten Ruf und wurden höchstens beim Blitzen halbwegs akzeptiert. Das hat erst der tägliche Umgang mit Mobiltelefonen geändert. Man stelle sich nur mal die Müllberge vor, wenn man alle 24 Stunden frische Mignonzellen einlegen müsste. Obwohl auch die nach wie vor ihre Berechtigung haben, zumindest da wo ganz lange, ganz wenig Strom verraucht wird wie in der Fernbedienung. Die Anfangsjahre der wiederaufladbaren Stromlieferanten waren auch anstrengend. Die damaligen Nickel-Cadmium-Akkus (NiCd) überzeugten mit langen Ladezeiten, niedriger Leistung und noch geringerer Leistung in Folge von Memory-Effekten.

Die Erinnerung

Quelle: Kesberger

Früher hat man uns erzählt, mit Nickel-Metall-Hybrid-Akkus (Ni-MH) würde alles besser. Besser schon, aber nicht immer gut. Darum die erste Regel im Akkubereich: Man sollte wissen, welcher Akkutyp da werkelt. Für Ni-MH-Akkus gilt noch immer, dass man sie erst vollständig entladen sollte, bis sie wieder aufgetankt werden. Sonst sinkt die Laufzeit. Der Akku hat sich gemerkt, dass weniger auch reicht. Zum Glück lässt sich dieser Effekt durch mehrfaches komplettes Be- und Entladen wieder bekämpfen. Der kleine Stromlieferant wird dabei so durchgeschüttelt, dass er wieder vergessen hat, dass er vorher einen Memory-Effekt hatte. Den teureren Lithium-Ionen- oder Lithium-Polymer-Akkus ist das egal. Sie können bei jedem Füllstand wieder an die Steckdose.

Die Dauer

Quelle: Kesberger

Allerdings sollte man sich bei jedem Akku den Griff zum Ladekabel überlegen. Zumindest wenn viele Einsätze gefahren werden sollen. Ab 250 (Ni-MH) bzw. 500 (Li-Ion bzw. Li-Po) Ladevorgängen lässt die Akkulaufzeit langsam nach. Jedoch bedeutet diese Einschränkung keinen Totalausfall, sondern nur eine Leistungsreduzierung. Gerade bei Lithium-Akkus sollte man unbedingt eine Tiefentladung verhindern. Da die schwarzen Kistchen auch Leistung verlieren ohne zu arbeiten, sollten sie nur voll- oder wenigstens halb geladen in Winterschlaf fallen. Ni-MH-Akkus geben bis zu 20 % ihrer Leistung im Monat ab. Wem das zu nervig ist bei der Versorgung selten genutzter Blitzgeräte, der kann auch zu speziellen Akkus mit geringerer Selbstentladung greifen. Allerdings ist deren Kapazität meist etwas niedriger. Aber auch das Umfeld entscheidet über die Leistung. Akkus sollten möglichst kühl und trocken aufbewahrt werde. Das Handschuhfach im Hochsommer ist da keine so gute Idee. Dafür freuen sie sich im Einsatz durchaus über Wärme. Im Winter sinkt bei Minusgraden die Leistung rapide, da hilft das Anwärmen in der Hosen- oder Jackentasche.

Die Stromfresser

Wenn dann beim Schneespaziergang die Fotografierfähigkeit trotzdem ernsthaft bedroht wird, greifen die Stromsparmaßnahmen an der Kamera selbst. Zumindest an der Spiegelreflex lässt sich das Display oft ganz ausschalten oder wenigstens die Helligkeit dimmen. Das Bilderaussuchen verschieben wir lieber auf das warme Zuhause, bei motorgesteuerten Zooms entscheiden wir uns für eine Brennweite und kurze Belichtungszeiten brauchen weniger Saft als lange. Doch letztlich entscheidet sich die Laufzeit schon beim Kamerakauf. Spiegelreflexmodelle oder Kameras mit optischen Sucher benötigen weniger Strom als Geräte, die auf ihr Display oder den elektronischen Sucher angewiesen sind. Größere Gehäuse erlauben zudem größere Akkus. Oft passt in den Zusatzgriff auch noch ein zweiter Akku. Vergleichen lässt sich die Laufleistung nach dem CIPA-Standard. Da zeigt sich dann durchaus, dass die Bemühungen mit OLED-Displays Strom zu sparen erfolgreich waren. Wer die Energiewende allerdings ganz konsequent umsetzen möchte, der muss wieder zurück zu mechanischen Kameras und Selen-Handbelichtmessern. Stromverbrauch? Null Komma nix.

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