Lassen Sie sich nicht blenden!

02.12.2010 09:00:00
Blende und Verschlusszeit gehen in der Fotografie eine Symbiose ein: So treffen Sie die richtigen Blendeneinstellungen für ein gelungenes Bild.

Die Einstellung der Blende ist eine wichtige Größe in der Fotografie. Hier kann der Fotograf Einfluss auf den Lichteinfall und damit auf das Gelingen seines Bildes nehmen. Wie funktioniert die Arbeit mit der Blende und wie das Zusammenspiel mit der Verschlusszeit? Wer sich mit den Grundlagen auskennt, trifft die richtigen Einstellungen.

Wie funktioniert die Blende?

Quelle: Viktor Mildenberger Pixelio

Quelle: Viktor
Mildenberger (Pixelio)

Die Blende ist Teil des Objektivs und dient dazu, den Lichteinfall zu regulieren. Je nachdem, wie weit die Blende geöffnet wird, fällt mehr oder weniger Licht auf den Sensor der Kamera. Zusammen mit der Verschlusszeit ergeben sich die Belichtungseinstellungen. Im Automatikprogramm regulieren die Digitalkameras die Einstellungen selbst. Sie richten sich dabei nach den Lichtverhältnissen. Bei Tageslicht wird eine mittlere Blende ausgewählt, bei Sonnenlicht eine kleinere. Dadurch wird verhindert, dass zu viel Licht auf den Sensor fällt. Sind die Lichtbedingungen schlecht, wird eine weite Blende verwendet, um gleichzeitig die Verschlusszeit kurz halten zu können.

Was ist die Blendenzahl?

Wer sich eingehender mit der Fotografie beschäftigt und nicht nur Schnappschüsse macht, entdeckt bald die Werte, die mit einem „f“ gekennzeichnet sind. Sie stehen für die Blendenzahl. Eine kleine Blendenzahl steht dabei für eine große Blendenöffnung, eine große Blendenzahl für eine kleine Blendenöffnung. Die Zahl beschreibt das Verhältnis des Blendendurchmessers zur Brennweite. Nimmt man beispielsweise ein 50 mm-Objektiv und einen Blendendurchmesser von 25 mm, so erhält man die Blendenzahl f2.

Blende und Schärfentiefe

Quelle: Rolf Handke Pixelio

Quelle: Rolf Handke
(Pixelio)

Man könnte nun meinen, verschiedene Blendendurchmesser und Verschlusszeiten ergeben das gleiche Bild. Beispielsweise Blende f2 und Verschlusszeit 1/2.000 Sekunden und Blende f8 und Verschlusszeit 1/125. Tatsächlich wirken sich diese Einstellungen jedoch auch auf die Schärfentiefe aus. Es gilt folgender Merksatz: Je größer die Blendenzahl und damit je kleiner die Blendenöffnung ist, desto größer ist die Schärfentiefe. Je kleiner die Blendenzahl und je größer damit die Blendenöffnung ist, desto kleiner ist auch die Schärfentiefe. Das liegt daran, dass eine größere einfallende Lichtmenge die Unschärfebereiche vergrößert.

Tipps für die Blende

Quelle: Uwe Steinbrich Pixelio

Quelle: Uwe Steinbrich
(Pixelio) Für Porträts empfiehlt sich eine offene Blende – dadurch hebt sich der Fotografierte vom Hintergrund ab. Eine kleine Blende sollte man bei Fotos von Gebäuden verwenden. So wirken die Bauwerke dreidimensionaler. Eine große Blende, kombiniert mit einer längeren Verschlusszeit, wird gerne bei Aufnahmen von bewegten Bildern, zum Beispiel im Sport, eingesetzt. Eine mittlere Blende nutzt man dagegen bei Landschaftsaufnahmen, bei denen mehrere Details zählen. Ebenfalls mittlere bis kleinere Blendeneinstellungen kann man bei Nahaufnahmen wählen. Durch die kleine Blende versucht man so viel Schärfentiefe in das Foto zu legen, wie möglich.

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