Kreation beflügelt Technik

04.11.2010 09:00:00
PHP, HTML, CSS: Längst mutieren Grafiker zu IT-Spezialisten und Technik-Profis zu Gestaltern. Dabei wäre es oft besser, jeder bleibt bei seinem Fachgebiet

IT-Profis? Sind das nicht die blassen Jungs, die mit dicker Brille nächtelang vor dem Bildschirm hängen und sich von Pizza ernähren? Und die Grafiker? Ergehen sich stundenlang in ausschweifenden Ideen: Die Vorurteile auf beiden Seiten sind häufig groß. Dabei können die Techniker die Kreativen bereichern und umgekehrt.

Beides gehört zusammen

Quelle: A. Reinkober Pixelio

Quelle: A. Reinkober
(Pixelio) Anspruchsvolle Projekte im Web leben von einer ausgefeilten Technik und einer pfiffigen Gestaltung. Häufig versuchen sich daher Grafiker im Do-it-yourself-Verfahren die entsprechenden Software-Kenntnisse anzueignen. Oder IT-Profis werden zu selbsternannten Designern und versuchen, Webseiten zu gestalten. Dabei wäre die Lösung ganz einfach: Jeder macht das, was er am besten kann und zwei Experten auf ihrem Gebiet bündeln ihr Know-how. Dazu müssen jedoch Vorurteile überwunden und Hemmschwellen abgebaut werden – dann kann sich der Kreative einen Techniker ins Boot holen oder vice versa.

Die Sicht aus dem Elfenbeintürmchen

Grafiker, die davor die Augen versperren, dass die Welt noch digitaler wird, verschließen sich gleichzeitig der Wirklichkeit. Apps für iPhone und iPad werden immer raffinierter, Webseiten bieten ständig neuen Mehrwert, beispielsweise in Form von Flash-Applikationen, Videos oder Animationen. Nur „schön designen“ war gestern. Aber auch IT-Nerds sollten nicht in ihrem Elfenbeintürmchen verharren und das Gestalten der Webseiten den Profis überlassen. Wildert jeder im Revier des anderen, kommen dabei meist die Web-Stilblüten heraus, die niemand wirklich sehen will: Applikationen, die nicht recht funktionieren und den Anwender nur nerven, oder schauderhaft gestaltete Internetseiten, die man nach Sekundenbruchteilen auf Nimmerwiedersehen verlässt.

Quelle: Andreas Morlok Pixelio

Quelle: Andreas
Morlok (Pixelio)

Wo findet man sich?

Ist der Grafiker auf der Suche nach einem IT-Spezialisiten oder der Programmier-Profi auf der Jagd nach einem Design-Guru, so stellt sich die spannende Frage: Wo finden? Business-Plattformen oder Freelance-Dienste können eine gute erste Anlaufstelle sein. Beispiele für entsprechende Seiten finden sich in diesem Artikel. Hier kommen Freelancer projektbezogen und unkompliziert zusammen – Stöbern lohnt sich.

Aufgaben verteilen

Quelle: Ernst Rose Pixelio

Quelle: Ernst Rose
(Pixelio) Soll gemeinsam ein Projekt angegangen werden, empfiehlt es sich, frühzeitig das eigene Revier abzustecken, aber gleichzeitig offen für Anregungen des anderen zu sein. Im Rahmen eines Projektplans sollte klar festgelegt werden, wer welche Aufgaben übernimmt. Dem Kunden gegenüber sollte jedoch ein geschlossenes Auftreten erste Priorität haben – er hat keine Lust auf Kompetenzgerangel, sondern möchte eine Lösung aus einem Guss. Eventuelle Unstimmigkeiten müssen daher im Vorfeld klar geregelt werden und nicht vor dem Auftraggeber. Wer sich auf seine Stärken besinnt, der wird zum unschlagbaren Team: Zwei Experten, doppelt erfolgreich.

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