Klick around the clock

14.06.2012 09:00:00
Die richtigen Uhrzeit zum Fotografieren? Jetzt! Also immer.

Jede Tages- und Nachtzeit hat ihre eigene Stimmung. Selbst bei dem, der jetzt nach dem Public Viewing bis morgens durch die laue Sommernacht zieht, erwachen wieder die Lebensgeister, wenn es dämmert und die Vögel zwitschern. So ist das auch beim Fotografieren, nicht nur das Licht ändert sich mit der Uhrzeit. Die Menschen sind nun mal abends am Strand in einer anderen Stimmung als mittags kurz vor der Siesta. Verfolgen wir also einen langen Fototag auf der Suche nach den richtigen Motiven.

1.00 Uhr
Sie schlafen - noch.

2.00 Uhr
Sie schlafen - immer noch.

3.00 Uhr
Jetzt klingelt der Wecker. Kaum zu glauben, dass das Urlaub sein soll. Die Sonne geht auch erst in zwei Stunden auf. Aber Sie haben sich vorgenommen, heute den Sonnenaufgang zu fotografieren. Und zwar nicht den vor Ihrem Haus. Also packen Sie Ihre Ausrüstung zusammen. Während alle anderen im Ferienhaus noch schlafen, kochen sich Ihren Kaffee und ziehen danach los.

4.00 Uhr
Langsam dämmert es beim Aufstieg. Das verbessert die Lichtverhältnisse merklich und sie können die Taschenlampe endlich wegpacken. Das Gestolpere beim Aufstieg hat damit ein Ende. Wenn sie den Standpunkt erreicht haben, den Sie sich am Vortag ausgesucht haben, bauen Sie Ihr Stativ auf und warten darauf, das die Sonne über die Bergkuppe blinzelt.

5.00 Uhr
Zeit für den Sonnenaufgang. Eigentlich. Aber in letzter Minute hat sich eine Wolkenformation vor dien Himmelskörper geschoben. So wird das heute nichts. Sie packen wieder zusammen.

6.00 Uhr
Der Abstieg entschädigt für alles. Die Landschaft, die gestern blass und teilnahmslos in der Mittagssonne lag, ist wie verwandelt. Lange, weiche Schatten und ein warmes Licht hüllen alles ein. Und in den Tautropfen spiegelt sich sogar die Sonne. Die Wolken sind jetzt wieder weg.

7.00 Uhr

Quelle: Kesberger

Jetzt lassen sich auch viele Tiere fotografieren, die Sie dann den ganzen Tag nicht mehr sehen werden. Zwei Stunden nach Sonnenaufgang ist auch die Lichtintensität hoch genug, um kurze Belichtungszeiten für springende Rehe und flügelschlagende Vögel einzusetzen.

8.00 Uhr
Zurück im Dorf, Zeit für die Frühstücksbrötchen. Jetzt scheint die Sonne auf die Gebäude, lässt aber das Straßenpflaster davor noch im Schatten. Die Straße wird zur Bühne. Wie gut, dass Sie das Shift-Objektiv doch eingepackt haben.

9.00 Uhr
Zeit für das zweite Frühstück. Der Rest der Familie nähert sich laut gähnend dem ersten. "Warum bist Du denn schon angezogen?"

10.00 Uhr
Aufbruch, jetzt ist die Zeit, wo der touristische und der fotografische Alltag zusammenkommen. Das Licht ist angenehm, die Schatten modellieren Mensch, Tier und Tempelruine.

11.00 Uhr
Das letzte Portrait für heute Vormittag. So langsam steigt die Sonne zu hoch und aus den Augen werden dunkle Löcher im Schlagschatten.

12.00 Uhr

Quelle: Kesberger

Eigentlich Zeit die Ausrüstung wegzupacken, aber dafür kann man in Innenräumen weiter fotografieren. Die Sonne scheint kaum direkt ins Rauminnere, erhöht aber die Grundhelligkeit deutlich.

13.00 Uhr
Hunger, Mittagessen und ein kurzer Check auf dem Display, aber bei dem Umgebungslicht ist kaum etwas zu erkennen, also wirklich Pause.

14.00 Uhr
Eingeschlafen, war doch zu früh heute. Zum Glück ist die Kamera beim Aufwachen noch da.

15.00 Uhr
Die fototouristische Qualität steigt wieder, aber Sie wollen ja eine Burg fotografieren und irgendwie stören die ganzen Menschen davor nur. Also holen Sie einen starken Graufilter und Ihr Taschenstativ raus und belichten so lange, bis sich die Menschenmassen wahrlich verlaufen haben.

16.00 Uhr
Mit dem Polfilter wird der Himmel zumindest auf den Fotos richtig schön blau.

17.00 Uhr
Hmh, jetzt sind die anderen Touristen schon alle weg, da hätten Sie sich das mit der langen Belichtungszeit auch sparen können.

18.00 Uhr
Zeit für wunderschöne Portraits ohne dass der Hautton ins kitschig-rötliche abgleitet.

19.00 Uhr

Quelle: Kesberger

Das schräge Licht sorgt dafür, dass sich Strukturen zum Beispiel bei Hauswänden jetzt wunderbar herausarbeiten lassen.

20.00 Uhr
Och, kitschig rötlich Hauttöne sehen eigentlich doch ganz schön aus.

21.00 Uhr
Sonnenuntergang. Wie lautete die Standardfrage in der Optikklausur: Warum ist der Himmel blau und die untergehende Sonne rot? Warum ist jetzt egal, aber dafür sind lange Belichtungsreihen für das optimale Sonnenuntergangsbild nicht egal. Das stimmungsvollste Bild suchen Sie dann später am Rechner raus.

22.00 Uhr
Die liebe Familie sitzt längst beim Abendessen in der Taverne, aber nun schlägt die Stunde der Architekturfotografie. Die blaue Stunde. Dabei leuchten die Straßenlaternen und der Himmel kriegt diesen tiefblauen Bildton, den wir mit Nacht verbinden, der aber fast nie mitten in der Nacht fotografiert wird. Und wenn es nicht blau genug ist, dann schrauben Sie mal an der Farbtemperatur im RAW-Konverter. Früher hat man ja auch mit Kunstlichtfilm nachgeholfen. Bei 3200 K wird es bestimmt blau. Wenn die Kontraste zu groß werden, hilft HDR-Fotografie.

23.00 Uhr

Quelle: Kesberger

Die Nacht ist zum Schlafen da oder zum Sternebeobachten. Wem das zu romantisch ist, der kann jetzt ganz neue Himmelsformationen fotografieren, in dem er Sterne in Bewegung aufnimmt. Voraussetzung ist ein stabiles Stativ und eine Kamera, die stundenlange Zeiten erlaubt.

24.00 Uhr
Zweite Voraussetzung ist, dass man die Kamera rechtzeitig wieder stoppt, bevor es dämmert. Dritte Voraussetzung ist, dass man einen sicheren Ort findet, an dem man die Kamera auch alleine lassen kann. Sonst gute Nacht.

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