Keine Chance für Moirés

08.10.2015 09:00:00
Moirés sind lästige und unerwünschte Überlagerungen im Druck. Wir erklären, wie sie entstehen und wie man vorbeugt.

Moirés sind ein unerwünschtes Phänomen, das im Druck auftreten kann, wenn sich Raster überlagern. Es kommt dann zu einem Muster, das an Interferenzen erinnert und das Druckbild stört. Der Name des Moiré-Effekts rührt vom französischen Wort für marmorieren, moirer her. Im Druck können Moirés durch feine Raster vermieden werden.

Wie erkennt man Moirés?

Quelle: LASERLINE

Nur ein Andruck unter echten Druckbedingungen, auf der späteren Druckmaschine des Auflagendrucks, könnte Moirés zweifelsfrei enttarnen - er ist aber teuer und aufwändig und lohnt sich daher für viele Produktionen nicht. Selbst Proofdrucke schaffen es nicht, die Rasterüberlagerungen im späteren Offsetdruck zuverlässig abzubilden. Deshalb ist es so wichtig, Vorkehrungen zu treffen und mit einem feinen Raster zu drucken, damit erst gar keine Moirés entstehen können.

Eine Frage des Rasters

Moirés können auftreten, wenn übereinander liegende Raster mit gleicher Teilung gegeneinander verdreht sind, wenn eine ungleiche Teilung der übereinander liegenden Raster vorliegt oder eine zusätzliche Verdrehung übereinander liegender Raster ungleicher Teilung gegeneinander. Der Rasterdruck mit mehreren Farben ist anfällig für den Effekt, Moirés können jedoch auch beim Scannen und selbst in Videos oder beim Fernsehen auftreten.

Unterschiedliche Rasterwinkel

Im mehrfarbigen Offsetdruck müssen die einzelnen Farben mit unterschiedlichen Rasterwinkeln übereinander gedruckt werden. Jedes Druckraster umfasst feine Punkte. Je feiner das Druckraster selbst ist, desto einheitlicher wirkt die Farbfläche, desto besser werden Bilder und Texte wiedergegeben, weil dann die einzelnen Punkte nicht mehr erkennbar sind. Die Abstände zwischen den Rasterwinkeln werden dabei sorgfältig berechnet werden, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Feinstraster schaffen Abhilfe

Quelle: LASERLINE

LASERLINE setzt im Offsetdruck ein 120er-Feinstraster ein. Es erzeugt eine exzellente Druckqualität und bewirkt bei der Darstellung von Fotos, Layoutmotiven und Grafiken eine höhere, fotorealistische Detailschärfe, während gerasterte Schriften mit mehr Kantenschärfe abgebildet werden. Moiré-Effekte und Rosettenbildung, die bei der Verwendung gröberer Druckraster auftreten können, sind durch das Feinstraster so gut wie ausgeschlossen. Somit können selbst winzige Bilddetails ohne Einschränkungen des Blickwinkels wiedergegeben werden. Auch Farbflächen werden dank der hohen Auflösung als geschlossen wahrgenommen, da das bloße Auge kein zugrunde liegendes Druckraster mehr ausmachen kann - und schon gar keine Moirés.

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