Just do it

04.10.2018 10:00:00
Shodô. Die wenigsten kennen den Begriff. Die Kunst dahinter umso mehr. Er beschreibt die japanische Kalligrafie. Es geht bei Shodô also um eine besondere Art des Schreibens. Aber nicht die fertige Kunst steht im Vordergrund, sondern der Weg dorthin.

Die japanischen Wörter Sho und Dô bedeuten Schrift und Weg. Shodô ist also „Der Weg des Schreibens“. Gern nennt man ihn auch japanische Kalligrafie. Allerdings wird dieser Ausdruck dem Weg des Schreibens nur bedingt gerecht. Denn Kalligrafie setzt sich aus altgriechisch kallos und graphein zusammen und bedeutet in etwa „Die Kunst des schönen Schreibens“. Der Schwerpunkt liegt weniger im Prozess des Schreibens von Buchstaben und Zeichen, sondern im Ergebnis. Und gerade der meditative Prozess ist es, der bei Shodô zählt. Wenn man japanische Schriftzeichen weniger schreibt denn malt.

Der Weg

Shodô ist „Der Weg des Schreibens“
Quelle: Unsplash - Tao Jinjin
Entscheidend für den Weg vom leeren bis zum kunstvoll gestalteten Blatt ist das Innehalten. Nicht umsonst sprechen viele von Meditation, wenn sie von ihrem Weg des Schreibens berichten. Es geht ihnen um das bewusste Atmen, das Zu-Sich-Kommen. Das fertige Bild muss keiner objektiven Perfektion genügen. Es soll durchaus die jeweilige Stimmung des Shodo-Kalligrafen zeigen.

Das Papier

Wer den Weg des Schreibens begehen will, braucht unter anderem handgeschöpftes japanisches Papier. Oft als Reispapier bezeichnet lautet der korrekte Name Washi. Abhängig von der Pflanze, aus dem das Washi hergestellt wird, unterscheidet man verschiedene Varianten. Die bekanntesten Lieferanten der Bastfasern, die für das Herstellen des Papiers notwendig sind, heißen Gampi, Kozo und Mitsumata. Wichtig ist, dass die Papiere Wasser gut aufsaugen. Die Tusche darf nicht zerlaufen - beim Drucken würde man von ausbluten sprechen.

Die Tusche

Shodô - japanische Kalligrafie
Quelle: Unsplash - Niketh Vellanki
Neben flüssiger Tusche gibt es Tusche, die in Stangen gepresst ist. Um sie in der richtigen Farbintensität und Konsistenz zu verflüssigen, benötigt man einen Reibstein. Er ist flach und hat eine Vertiefung, in die man das notwendige Wasser füllt. Die Oberfläche des Steins sollte fein sein, damit sich die Tusche ebenfalls fein abreiben lässt.

Der Pinsel

Die Pinselvielfalt erschwert die Auswahl. Einen großen Unterschied machen die Haarsorten. Beliebt ist das von Ziegen, von Dachsen oder auch Waschbären. Weicheres Haar zeigt weniger Widerstand als härteres. Und beides sieht man den Zeichen an. Das Wichtigste: Testen und sich dann entscheiden. Jeder kommt mit einem anderen Typ Pinsel am besten zurecht. Für professionelle Pinsel kann man durchaus drei- bis vierstellige Summen zahlen. Immerhin wird ein guter Pinsel in Handarbeit gefertigt.

Normalerweise heißt es: Die Geschwindigkeit kommt mit der Zeit. Zu Shodô passt das nicht. Selbst wenn es möglich ist. Besser: Die Gelassenheit kommt mit der Zeit. Zum Abschalten, Atmen und Ankommen. Just do it – and take your time.

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