Job Definition Format (JDF)

08.03.2007 09:00:00
Längst ist der neue Industriestandard kein Geheimtipp unter Kennern mehr, denn JDF erleichtert den Workflow im Publishing- und Printbereich spürbar ...

Was heute PDF ist, soll schon bald JDF sein. Das Job Definition Format wurde eigens zur Prozessautomatisierung entwickelt und verfügt über zahlreiche Automatismen und Kontrollfunktionen. Obwohl JDF so für einen reibungslosen Produktionsprozess sorgt, wissen immer noch die wenigsten Anwender, was damit alles möglich ist. Anders die Druckunternehmen und Anwendungsprogramme: Sie nutzen die Vorteile von JDF inzwischen vermehrt. Auch LASERLINE setzt auf diesen Standard.

Was ist JDF?

Das Job Definition Format (JDF) ist wie PDF ein offenes Dateiformat, das vom CIP4-Konsortium entwickelt wurde. Mit JDF können sämtliche den Druckauftrag betreffenden Informationen beschrieben werden, ob es sich um den Kostenvoranschlag, die Farbdefinition oder den Druckprozess handelt. JDF bietet eine Art Gerüst für alle technischen und administrativen Auftragsdaten, eingepackt in die Metatagsprache „Extensible Markup Language“(XML), die von zahlreichen Anwendungsprogrammen problemlos interpretiert werden kann. Zudem beinhaltet JDF auch Adobes PJTF, CIP 3 PPF, ein JMF mit HTTP und MIME, so dass Geschäfts- und Produktionsplanungssoftware datentechnisch einfach in bestehende Arbeitsabläufe eingebunden werden kann. So lassen sich Aufträge während des Drucks noch nachkalkulieren und es ist jederzeit nachvollziehbar, an welchem Punkt des Produktionsprozesses sich der Auftrag gerade befindet. Zusätzlich lässt sich auch im Nachhinein noch kontrollieren, wer was wann am Auftrag veränderte, da JDF jeden Auftragsschritt automatisch dokumentiert.

Plattformübergreifend

Ähnlich wie das bekannte PDF lässt sich JDF plattformunabhängig zum direkten Datenaustausch zwischen diversen Systemen nutzen: JDF sagt der Druckmaschine, welches Bogenformat und welche Papierstärke sie wählen soll, ruft automatisch das richtige Ausschießschema für eine achtseitige Broschüre auf und montiert diese ein, teilt der Schneidemaschine mit, wo die Schnittmarken sitzen und automatisiert den Schnittprozess. Darüber hinaus ermöglicht JDF das reibungslose Zusammenspiel zwischen unterschiedlichen Plattformen und dem Internet. Denn dank XML können Dateien für die unterschiedlichsten Anwendungen erstellt und für den Druck wie auch fürs Internet aufbereitet werden. Heute sind nicht mehr nur Druckmaschinen und Publishingworkflowsysteme JDF-fähig wie noch vor vier bis fünf Jahren. Inzwischen lassen sich auch aus den Grafikanwendungen wie QuarkXPress 7 JDF-Dateien erstellen.

Wer kann JDF einsetzen?

Deshalb wird auch auf der drupa 2008, der Print Media Messe in Düsseldorf, ein "JDF experience parc" an den Start gehen, in dem neue JDF-fähige Produkte sowie JDF-Features und -Optionen in Neuauflagen bereits etablierter Systeme zu bewundern sein werden. Denn JDF kann inzwischen jeder - vom Grafiker bis zum Drucker - im Publishingprozess einsetzen. Indem er selbst alle Daten in das für die Druckerei vorbereitete Dokument einträgt, kann der Grafiker sicherstellen, dass die fertige Broschüre, Karte oder Kundenzeitschrift genau seinen Anforderungen entspricht. Vorbei sind dann die Zeiten, in denen Farben falsch gemischt und Bögen falsch montiert wurden und der Beschnitt zu viel Papier wegnahm. Am Ende der Produktionskette ist das JDF-Dokument dann mit allen wichtigen Informationen ausgestattet und kann von den dazu fähigen Druck- und Weiterverarbeitungsmaschinen ausgelesen werden. Viele Maschinenhersteller bieten hierzu entsprechende Erweiterungen für die Druckereien an, so dass JDF der Verbreitung von JDF nichts mehr im Weg steht. Eine stets aktualisierte Liste aller Anwendungen und Erweiterungen, die JDF bereits verstehen, steht auf der Homepage des JDF-Konsortiums CIP4.

Wozu JDF?

"JDF wird das Druckwesen revolutionieren, da der Informationsaustausch zwischen den in der grafischen Industrie notwendigen Anwendungen und Systemen stark vereinfacht wird.", meinte Don Walker, Geschäftsführer Publishing Technologies and Services Group bei Adobe zur Eröffnung der drupa 2004. Fakt ist, dass sich Druckereien wie die gesamte grafische Industrie in den vergangenen Jahren mit zwei wichtigen Herausforderungen konfrontiert sehen: Kürzere Produktionszeiten bei komplexeren Aufträgen. Die Arbeitspraxis sieht allerdings nicht viel anders aus als vor vielen Jahren: Daten werden kontrolliert und korrigiert und Ausschussbögen nachmontiert - zwar nicht mehr auf dem Leuchttisch, aber immer noch manuell und damit für die Branchenbedürfnisse unangemessen langsam. Fehler sind bei dieser herkömmlichen Arbeitsweise vorprogrammiert, die bei einer Automatisierung des Produktionsprozesses durch JDF vermieden werden können: JDF gestaltet die Produktion effektiver, flexibler und transparenter.

JDF im Einsatz

Um mehr Anwender mit JDF vertraut zu machen, wird sich die drupa 2008 in einem "JDF experience theater" dem praktischen Einsatz des Formats widmen: Kompakte Seminare zu JDF-bezogenen Themen wie Automatisierung im Digitaldruck, Optimierung der Kundenkommunikation mithilfe JDF-fähiger Kreativ-Tools oder Automatisierung im Akzidenzdruck werden angeboten.

JDF bei LASERLINE

Bei LASERLINE ist JDF bereits seit einem Jahr im Einsatz: Dank der bei LASERLINE genutzten Druckvorstufen-Workflow-Software Prinect Printready System von Heidelberg wird allen LASERLINE-Kunden, die JDF einsetzen möchten, ein Höchstmaß an Automatisierung, Integration und schneller Verarbeitung im gesamten Prepress-Bereich zur Verfügung gestellt. Dadurch sind eine schnellere Jobbearbeitung, ein sicherer Produktionsprozess und weniger Probleme selbst bei komplexen Produktionen möglich. LASERLINE stellt sich damit den wichtigsten Herausforderungen der Druckvorstufen-Zukunft, nämlich kleinere Auflagen und komplexere Aufträge durch Vernetzung und Automatisierung schnell und kundenorientiert zu bewerkstelligen –damit die Kunden in Zukunft noch sicherer vor Fehlern sind und ihren Auftrag termingerecht in den Händen halten.

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