Jetzt wirds wild!

03.02.2011 09:00:00
Verrückte Schriften, ausgefallene Kombinationen, originelle Auszeichnungen: In der Typografie scheint mancherorts alles erlaubt. Wo und wann Grenzen sinnvoll sind.

Je ausgefallener, desto auffallender? Je ungewöhnlicher, desto besser? In der Typografie scheint es manchmal keine Grenzen zu geben, da werden die verrücktesten Schriften miteinander kombiniert und Fontgrößen bis ins Maximale gedehnt. Der Grat zum Typo-Supergau ist jedoch schmal. Was geht, was geht nicht?

Das oberste Gesetz: die Lesbarkeit

Quelle: Jörg Willecke Pixelio

Quelle: Jörg Willecke
(Pixelio) Text steht nicht um seiner selbst willen, er soll Informationen vermitteln. Und diese Informationen müssen immer gut lesbar sein, egal, wie extravagant die Gestaltung ist. Daraus ergeben sich Grundregeln: Zeilenabstand und Zeilenlänge müssen vernünftige Maße aufweisen, damit der Text weder in Einzelteile zerfällt, noch zu einer einzigen Buchstabensuppe verkommt. Je länger die Zeilen sind, desto größer darf der Zeilenabstand ausfallen. Umgekehrt sollte man bei kürzeren Zeilen auf einen kleineren Zeilenabstand achten. Beides dient der Orientierung, denn das Auge des Lesers findet so schneller den Anfang der neuen Zeile.

Mit Vorsicht mischen


Quelle: Linotype Verschiedene Schriftarten lassen sich heute im Handumdrehen in ein und demselben Text kombinieren. Das gibt ein herrlich unkonventionelles Bild, zieht die Blicke auf sich – wirkt aber nicht unbedingt professionell. Eine gelungene Schriftmischung erhöht die Orientierung des Lesers, indem sie eine Gliederung schafft. Eine schlechte Schriftmischung sorgt für Chaos. Gut zueinander passen in der Regel Fonts aus der gleichen Schriftklasse, derselben Schriftfamilie oder einer ähnlichen Epoche. Auch serifenlose und Serifen-Schriften harmonieren meist miteinander. Sollen völlig unterschiedliche Fonts aufeinandertreffen, beschränkt man sich besser nur auf zwei Schriftarten.

Typografische Grundsätze beachten


Quelle: Linotype Je ungehemmter mit Schrift umgegangen wird, desto wichtiger ist es, die Grundsätze der Typografie zu beherrschen, um das Schriftbild dennoch so klar wie möglich zu halten. Dazu gehört es, das Ziffern korrekt eingesetzt werden: In den Fließtext fügen sich Mediävalziffern besser ein, in Tabellen machen sich Versalziffern besser. Telefonnummern werden von rechts ausgehend zweistellig gegliedert, Kontonummern dreistellig. Der Abstand zwischen den Gruppen beträgt ein Achtelgeviert. Auch An- und Abführungszeichen müssen richtig verwendet werden: Im Deutschen sehen die Anführungszeichen aus, wie zwei Kommata, die Abführungszeichen stehen oben und weisen in die andere Richtung.

Wie wirkt eine Schrift?


Quelle: Linotype Hauptsache verrückt – diese Maxime zieht in der Typografie nicht. Wer unkonventionell gestalten möchte, kommt trotzdem an Konventionen nicht vorbei. Das gilt auch für die Wirkung einer Schrift. Es gibt Fonts, die man unwillkürlich dem wilden Westen zuordnet und andere, die an Comics erinnern. Manche Schriften wirken altertümlich, andere gehen mit modernen Trends mit. Einige erscheinen wie hingekritzelt, andere muten an wie das Produkt von Maschinen. Bei der Schriftauswahl schließt sich der Kreis zur Botschaft des Textes: Selbstverständlich sollte auch bei einer besonders ausgefallenen Typografie die Gestaltung immer zum Inhalt passen.

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