InDesign und seine Sonderzeichen

06.09.2012 09:00:00
Adobes Software InDesign macht das Einfügen von Sonderzeichen leicht. So integriert man die besonderen Zeichen ins Layout.

Wie genau ein Layouter gearbeitet hat, sieht man vor allem bei den Sonderzeichen. Wurden Leerräume und Striche typografisch korrekt gesetzt? Adobes InDesign bietet komfortable Funktionen, um diesen typografischen Fettnäpfchen auszuweichen. Mit ihnen lassen sich nicht nur Sonderzeichen einfach nutzen, sondern auch Umbrüche gezielt steuern.

Leerräume nutzen

Quelle: Sandra Küchler

Layouts leben von den Weißräumen. Sie dienen der Lesefreundlichkeit, der Gestaltung und der Gliederung. In Adobe InDesign werden sie über "Schrift" und "Leerraum einfügen" verwaltet. Anzeigen kann man die Zeichen ebenfalls über das Menü "Schrift" und anschließend durch "Verborgene Zeichen einblenden". Über diese Menüs lassen sich neben verschiedenen Gevierten auch geschützte Leerräume setzen. Das bedeutet, die beiden Wörter, zwischen denen ein Zeichen steht, werden nicht getrennt. Die anderen Leerzeichen sind selbsterklärend: So ist das Interpunktionsleerzeichen beispielsweise genauso breit wie ein Punkt.

Striche richtig setzen

Strich ist im Layout nicht gleich Strich: Es gibt Unterschiede zwischen Geviertstrichen, Minus oder Bindestrich. Das Geviert entspricht einem Quadrat. Es fußt auf der Höhe eines Buchstabens, eines Zeichens oder einer Ziffer - mit anderen Worten dem Schriftgrad. Die kleineren Varianten weisen die gleiche Höhe auf wie das Geviert, sind jedoch in der Breite halbiert, geviertelt oder geachtelt. Das Minus entspricht dabei einem Halbgeviert. Der Divis, auch Binde- oder Trennstrich genannt, ist ein Viertelgeviert. Es hängt allerdings immer von der verwendeten Schriftart an, ob alle Strichvarianten angeboten werden. Man findet die entsprechenden Befehle in InDesign unter "Schrift", "Sonderzeichen einfügen" und "Trenn- und Gedankenstriche".

Umbrüche steuern

Nicht immer ergibt der automatische Zeilenumbruch ein ansprechendes Ergebnis. In so einem Fall muss manuell eingegriffen werden. Es gibt die Möglichkeit, einen Bindestrich oder einen bedingten Trennstrich zu verwenden. Letzterer wird über "Schrift", "Sonderzeichen einfügen", "Trenn- und Gedankenstriche", "Bedingter Trennstrich" gesetzt. Wird der Text verändert und ist eine Trennung nicht mehr erforderlich, so verschwindet auch der Trennstrich. Achtung: Nur das letzte Wort am Rand einer Spalte kann auf diese Weise getrennt werden. Kommen zu viele Trennungen nacheinander vor, funktioniert das Verfahren nicht mehr.

Symbole setzen

Quelle: Sandra Küchler

Selbstverständlich findet das "klassische" Sonderzeichen in InDesign ebenfalls seinen Platz. Über "Schrift" und "Sonderzeichen einfügen" stehen beispielsweise Aufzählungszeichen, Absatzmarken oder Markensymbole zur Verfügung. Knifflig ist die Verwendung von Aufzählungszeichen: Für sie gibt es ein eigenes Untermenü, das Verschachtelungen und "Anführungen in der Anführung" möglich macht. Wie bei den unterschiedlichen Strichen klappt das aber nur dann, wenn die verwendete Schrift entsprechende Zeichen beinhaltet.

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