Hoch hinaus – fast

30.06.2016 09:00:00
Alle haben schon alles fotografiert? Am Boden vielleicht. Doch Multicopter – oder militärdeutsch: Drohnen – sorgen für gänzlich neue Perspektiven in der Fotografie.

Die Einen wälzen nur Bedenken, der Fotohandel verschläft den Trend sowieso. Von den Kameraherstellern gar nicht zu reden. Die Anderen fühlen sich verfolgt, der Gesetzgeber ist noch ratlos und dann gibt es da welche, die fliegen einfach los. Mit Multicoptern lassen sich neue Welten entdecken. Längst sind sie auch fotografisch anspruchsvollen Aufgaben gewachsen. Man muss sich nur an die Regeln halten. Die, die jeweils gelten.

Die Voraussetzungen

Rechtlich sind in Deutschland alle Flugvoraussetzungen geregelt, nur nicht besonders übersichtlich. Die Initiative Pro-Modellflug kämpft dafür, dass neue Gesetze nicht vor allem Einschränkungen bedeuten.
Quelle: Pro-Modellflug
Drohnen können ja so hilfreich sein. Beispielsweise wenn sie mit einer Wärmebildkamera ein Weizenfeld abfliegen, bevor der Mähdrescher kommt, damit nicht aus Versehen ein Rehkitz unter die Räder kommt. Schwieriger ist die Sache schon in Städten. Als Privatmann darf man seine Drohne nicht einfach über Menschenversammlungen aufsteigen lassen. Da möchten die Behörden dann doch lieber wissen, ob das ein oder andere Sicherheitssystem mit an Bord ist. Denn ansonsten gilt, dass der Flug zur Freizeitgestaltung erlaubt ist, wenn das Sportgerät unter 5 kg wiegt und in Sichtweite außerhalb einer Flugverbotszone betrieben wird. Nein, die eingebaute Kamera und ihre Bildübertragung zählen nicht als „Sichtweite“. Und Deutschland wäre nicht Deutschland, wenn die Bundesländer überall die gleichen Bestimmungen einführen würden.

Das Urheberrecht

Während ein Softwareupdate mal schnell die Flugverbotszonen um das Umfeld französischer EM-Stadien erweitert und das GPS so automatisch den Weiterflug blockiert, lässt sich selbst das Urheberrecht auf Drohnen einfach anwenden. Die in Deutschland gern genutzte Panoramafreiheit zur Verbreitung von Architekturaufnahmen gilt ja nur bei der Aufnahme von Gebäuden, wenn man sich am Boden befindet. Wo das 5 m Stativ schon erlaubt ist, hilft auch kein Fluggerät. Und wer die FKK-liebende Nachbarschaft fotografierend anfliegt, hat wahrscheinlich bald mehr Ärger als im die Bilder lieb sein können.

Die Kameratechnik

Der Profi mit der Fluggenehmigung hängt gerne eine DSLR an sein individuell zusammengestelltes Fluggerät, aber wer sich das Fotografenleben leicht machen möchte, wählt sich an das maximale Gesamtgewicht von 5 kg. Während das mit den Kompakt- und Actionkameras aus dem Amateursegment kein Problem ist, wird die Gewichtsfrage beherrschend, wenn die fotografischen Ansprüche steigen. Das führt ganz schnell zum Micro-Four-Thirds-System, wo Kompaktheit und Abbildungsleistung einen recht idealen Kompromiss eingehen. Folglich ist mit DJI bereits ein Drohnen-Hersteller dem MFT-Konsortium beigetreten und bietet schon die ersten eigenen MFT-Kameras an, die für drei mit 12 und 15 mm Weitwinkelobjektive ausgelegt sind. Doch allein um die mitfliegenden Gimbal-Köpfe nicht zu kopflastig werden zu lassen, bleibt das System auf kleine kompakte Festbrennweiten beschränkt. Dann liegt der Komplettpreis schon im mittleren vierstelligen Bereich, aber die Bildqualität dankt die Investition.

Die Flugtechnik

Follow me und watch me. Eigentlich alles ganz einfach mit den neuen Drohnen-Features.
Quelle: Yuneec
Die beste Kamera ist nichts wert, wenn sie nicht sauber in der Luft gehalten wird und sicher wieder zum Piloten zurückkommt. Profis trennen die Jobs auch personell. Da kümmert sich der Pilot am Boden um den eigentlichen Flug, während der fotografierende Kollege, der neben ihm steht, nur die Kamera bedient. Doch auch die technischen Hilfsmittel werden immer mehr ausgebaut. Da hat die Entwicklung gerade erst angefangen. Heute schon kehren die Drohnen alleine zurück zum Steuermann wie ein gut erzogener Schäferhund. Dank cleverer Funktionen wie Follow-Me können die Flugmaschinen auch einem Auto problemlos folgen. Das testet man aber besser nicht im Berliner Stadtverkehr.

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