Histogramme verstehen

28.05.2009 09:00:00
Digitale Kameras der besseren Klasse zeigen bei der Aufnahme ein Histogramm an. Es liefert wichtige Hinweise über die Helligkeit. So lässt sich die Qualität des Bilds steuern.

Unverständliche Gebirgslandschaften: So wirken Histogramme auf Laien. Doch die grafischen Darstellungen, die viele gute Digitalkameras bei der Aufnahme optional anzeigen, sind sehr nützlich. Sie zeigen an, wie die Helligkeitswerte im Bild verteilt sind. Dadurch lassen sich bereits im Moment des Fotografierens wichtige Parameter prüfen.

Was genau ist ein Histogramm?


Quelle: Sandra Küchler Der Begriff „Histogramm“ setzt sich zusammen aus griechisch „histos“ für „Netz, Gewebe“ und „gramm“ für „Darstellung“. Allgemein gesprochen bildet ein Histogramm die Verteilung von Messwerten ab. In der Fotografie zeigt ein Histogramm die statistische Häufigkeit der Grau- beziehungsweise der Farbwerte in einem Bild. So lassen sich Kontrastumfang und Helligkeit des Motivs ermitteln. Geübte Fotografen erkennen anhand des Histogramms, ob ein Bild über- oder unterbelichtet wird. Das Foto kann dadurch besser überprüft werden als durch das Kameradisplay allein.


Quelle: Nikon GmbH

Aufbau des Histogramms

Im Normalfall sind in einem Histogramm die dunklen Tonwerte links und die hellen rechts angeordnet. Hochwertige Kameras signalisieren bereits in der Anzeige unter- und überbelichtete Bereiche. Das „Gebirge“ gibt an, wie oft der jeweilige Tonwert im Bild vorhanden ist.

Verschiedene Bildsituationen erkennen

Bei einem idealen Bild reicht das „Gebirge“ weder am linken noch am rechten Rand ganz an die Anzeige. Stattdessen läuft es sanft aus. Stößt der Berg dagegen links an die Anzeige an, so wird das Bild unterbelichtet. Je höher der „Turm“ am linken Rand ist, desto stärker ist dieser Effekt. Umgekehrt wird ein Motiv überbelichtet, wenn es vor allem am rechten Rand Ausschläge im Histogramm zeigt. Eine deutliche Hügellandschaft mit Bergern und Tälern findet sich vor allem dann, wenn Spitzlichter und Reflexionen im Motiv auftauchen.

Gewichtung im Histogramm

Quelle: Dishayloo Wikimedia

Quelle: Dishayloo
(Wikimedia) Die einzelnen Farben werden in einem Histogramm unterschiedlich gewichtet. Grün hat die stärkste Auswirkung, Blau dagegen die schwächste. Daher kann passieren, dass Motive mit einem satten Blau im Histogramm ein gutes Ergebnis zeigen, in der Praxis jedoch nicht ideal aufgenommen werden können. Um diesen Effekt zu vermeiden, können manche Kameras auch ein separates Farbhistogramm anzeigen.

High- und Low-Key-Fotografie

Mit Hilfe eines Histogramms kann man High- und Low-Key-Bilder aufnehmen. Bei einer Low-Key-Aufnahme liegen viele Pixel mit niedrigen Tonwerten vor. Die Ausschläge im Histogramm konzentrieren sich dabei auf den linken Bereich. Umgekehrt ist es bei High-Key-Bildern. Hier sind viele Pixel mit hohen Tonwerten vorhanden.

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