Hell und frei

21.11.2013 09:00:00
Mit der Sonne als Gegenüber hilft die Natur beim Freistellen.

Wer dem Betrachter in der Fotografie etwas weiß machen will, der lernt dabei die Freiheit kennen. Bevor wir jetzt völlig in die Fotophilosophie abgleiten es geht uns doch eigentlich nur ums Freistellen. Nur? Wenn das immer so einfach wäre. Schlechte Freisteller gibt es schließlich genug. Wahrscheinlich fällt im Photoshop so manche Haarpracht mehr herunter als beim Friseur. Und hinterher sieht alles so clean und lebensfern aus. Doch es gibt auch eine lebensnahe Art des Freistellens: die Überbelichtung.

Mehr Licht

Quelle: Kesberger

In der dunklen Jahreszeit scheint es manchmal tagelang kaum vorstellbar, dass die Sonne einmal wieder scheinen wird, aber hier brauchen wir sie einfach. Fotografieren heißt übersetzt, mit Licht zu schreiben. Um im freigestellten Bild zu bleiben: Es ist nicht immer besonders leserlich mit Gegenlicht zu schreiben, aber es ist soviel spannender. Die Ränder lösen sich auf, das Licht wird gleißend auch wenn es das vor Ort vielleicht gar nicht war und im Nu liegt die Konzentration auf dem Hauptmotiv. Aber der Hauch von lesbarer Umwelt bleibt eben auch noch.

Die Technik

Mittlerweile rechnen auch Motivprogramme damit, dass Fotografen hin und wieder, ob absichtlich oder, nicht vom Lehrsatz der 50er Jahre »Die Sonne immer im Rücken, Junge!« abweichen. Viele Kompaktkameras neigen dann dazu, mittels des eigenen Blitzes alles wieder einzuebnen. Und das wollen wir ja gerade nicht. Da hilft beispielsweise eine Spotbelichtungsmessung auf das Motiv, das anschließend nur noch vermeintlich im Schatten liegt. Alternativ unterstützt auch eine kräftige Pluskorrektur bei der Belichtung und der kontrollierende Blick auf das Display. Man muss ja nicht immer die Aufmerksamkeit nur mit selektivem Fokus lenken.

Die Aufheller

Quelle: Kesberger

Gerade wer im RAW-Format fotografiert, kann später immer noch entscheiden, ob er den Hintergrund zart modulierend kenntlich oder ganz im Hellweiß verschwinden lässt. Aber auch im Hauptmotiv lässt sich noch das Licht so regulieren, dass nicht alle Schatten grau bleiben. Hat man die dezente Dosierung im Griff, kann das durchaus auch ein Blitzgerät sein. Noch eleganter ist meist ein faltbarer Aufheller, der einen Teil des Sonnenlichts wieder zurück ins Motiv und damit meist ins Gesicht lenkt. Ohne hilfreichen Assistenten ist diese Alternative allerdings kaum oder nur slapstickhaft durchführbar. Was andererseits wieder die Stimmung beim Portraitierten hebt.

Im Studio

Natürlich lässt sich das Freistellen durch Überbelichten auch im Studio kontrolliert mit Blitz abbrennen. Dann wirkt es allerdings zwangsläufig nicht mehr so lebensecht. Wer lebt schon im Studio. Dafür ist es viel leichter. Eine weiße Hintergrundrolle und dann mindestens eine zweite Lampe, die sich nur um die kräftige Ausleuchtung eben dieses Hintergrundes kümmert. Dann kann mit dem Hauptlicht die Hauptfigur auch gleichmäßig und wohl moduliert angestrahlt werden. Nebenbei ist dieses Setting dann auch die richtige Voraussetzung, um doch noch die Freistellwerkzeuge in Photoshop zu aktivieren.

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